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Barbara Stöckl: "50 ist das neue 30!"

Während manche frühere Kollegen vom Schirm verschwunden sind, startet das ORF-Urgestein Barbara Stöckl mit dem spätabendlichen Talk „STÖCKL.“ neu durch. Auch privat gibt’s bald etwas zu feiern: den 50er!


Barbara Stöckl: "50 ist das neue 30!"
© ORF/Thomas Ramstorfer

Nein, sie hat ihrer Mutter nicht gestattet, die Sterne zu befragen, ob ihr neuer Late-Night-Talk (ab 21. Februar, 23 Uhr, ORF 2) ein Erfolg wird. Die Hobbyastrologin hätte zwar das nötige Wissen, aber die Wunschquote errechnet Barbara Stöckl, 49, dann doch lieber selbst: „Die Krimiserie ‚Ein Fall für zwei‘, die bisher auf diesem Sendeplatz lief, hatte 12 bis 14 Prozent Marktanteil. Ein Talk liegt erfahrungsgemäß leicht darunter, aber wir wollen nicht abfallen.“ Ob diese Zielvorgabe TV-Direktorin Kathrin Zechner diktiert hat? Oder ist diese bei ihr weniger streng, weil die beiden ja befreundet sind? Stöckl schmunzelt: „Von Freunden erwartet man meist noch mehr …“

Späte Stunde.

Deshalb setzt die Fernsehmacherin bei ihrem neuen Format nicht nur auf den Promifaktor, sondern vor allem auf starke Inhalte: „Es geht um interessante Geschichten von bemerkenswerten Menschen. Die müssen nicht zwangsläufig bekannt oder schillernd sein.“ Auch Politiker kann sie sich im heurigen Superwahljahr als Gäste vorstellen: „Menschen mit Haltung und Geist, Visionen und Ambitionen sind immer lehrreich.“ Kluge Unterhaltung ist ihr Anspruch, denn Stöckl ist bewusst, dass um 23 Uhr viele schon im Bett liegen. „Zugegeben, viele Leute bekunden mir ihr Bedauern, weil sie die Sendung gerne sehen würden, aber um diese Zeit schon schlafen. Aber gute Sendungen finden ihr Publikum! Die späte Stunde gibt uns die Chance für tiefergehende Gespräche.“

Sexy Single.

Während man noch an der Studiodeko bastelt und erste Gäste überlegt werden (pro Sendung sollen drei bis fünf Persönlichkeiten plaudern), lässt sich Stöckl selbst auch einen neuen Schliff verpassen. Mit High Heels und kurvenbetonten Kleidern! „Aber um ehrlich zu sein: Privat ist mir das immer noch zu anstrengend“, lacht sie und blickt gelassen auf ihren nahenden fünfzigsten Geburtstag im April. „50 ist das neue 30! Ich bin in dem Alter, wo man Falten als interessante Zeichen des Lebens empfindet, und glaube, dass es zum jugendlichen Perfektionswahn – alles jung, alles frisch, alles glatt – eine erfrischend ehrliche Gegenbewegung gibt. Ich habe keinerlei Anzeichen irgendeiner Krise.“ Und auch kein Bedürfnis, auf Knopfdruck ihr Singleleben (von Ex- Sportreporter Peter Elstner ist sie seit fünf Jahren getrennt) zu beenden. Stöckl: „Ich habe ein erfülltes, aufregendes Leben, und gerade in der Liebe muss man sich überraschen lassen.“

Petra Klikovits