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Barbie: Jetzt macht sie Business!

Sie war Model, Schauspielerin, Stewardess und Pilotin – doch jetzt geht Spielzeug-Blondine Barbie endlich unter die Firmengründerinnen. Das stößt nicht nur auf Begeisterung.

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Barbie: Jetzt macht sie Business!

Barbie als Entrepreneurin

© Mattel

Sie hatte schon 150 verschiedene Berufe – vom Model bis zur, da schau her!, Astronautin – und kandidierte sechsmal für das Präsidentenamt. Doch jetzt will es die Spielzeug-Blondine Barbie offenbar wirklich wissen: Sie wird erstmals in der Geschichte des Spielzeug-Konzerns Mattel zur Firmengründerin.

Ein Smartphone und ein Tablet hat sie, eine „coole Handtasche und einen eleganten Haarschnitt“ und komme so als „stylishe Karrierefrau“ daher, verspricht die Presseaussendung. Im pinken Shift-Dress, mit Brillie-Collier und High Heels sitzt die Neo-Entrepreneurin auf den ersten PR-Fotos an ihrem pinken Schreibtisch.

So sieht Mattel die erfolgreiche Geschäftsfrau

Neben ihr eine pinke Kaffeetasse und ein pinkes Schüsselchen mit Studentenfutter. Alles schön kalorienarm, denn fix ist: Auch wenn der Spielzeugkonzern das Rollenbild der Plastik-Ikone von der glitzernden Scheinwelt als Tänzerin/Modedesignerin/Schauspielerin nun sachte in Richtung "reale" Karriere korrigiert – am Körperbild der plastilinen Beauty ändert sich damit nach wie vor wenig (Lesetipp : So sieht Barbie mit "normaler" Figur aus).

Entrepreneur-Barbie: Erfolgreich – und superdürr

Die Puppe ist auch diesmal so schmal gebaut, dass Nutzerinnen bei Twitter sich fragen, ob sie junge Mädchen nun animieren möchte, besonders ambitioniert zu sein oder besonders dünn. Eine andere begrüßt zwar die neue Gründerinnen-Barbie ("Werde sie meiner Tochter kaufen!"), kritisiert aber die unpraktischen High Heels und das enge Dress ("Welche Frau wird im Berufsleben ernstgenommen, wenn sie sich in so ein sexy Outfit zwingt?"). Das Outfit entspreche einem uralten Stereotyp, so andere Twitter-Nutzer.

Trotzdem ist das neue Berufsbild ein Baustein in der Mattel -Strategie, das Image der Puppe zu verändern und auch das Unternehmen so zu positionieren, dass es sich für stärkere und selbstbewusstere Frauen einsetzt. Das Schlagwort mit dem das gelingen soll: „unapolegetic“. Das bedeutet so viel wie unverforen oder kompromisslos – ganz wie es auch Facebook-Vorstandsmitglied Sheryl Sandberg in ihrem Buch „Lean In“ gefordert hat. Zur Unterstützung der Kampagne veröffentlichte Mattel auf dem Online-Dienst Mashable schlaue Karrieresprüche berühmter Businessfrauen – und auch Barbie herself durfte ihre Weisheit an junge Mädels absondern:

Barbie, ganz schlau
Thema: Barbie