Ressort
Du befindest dich hier:

Achtung: Dieser Inhaltsstoff kann Krebs verursachen!

Es findet sich in Lotions und Duschgel - und es kann Krebs verursachen. Trotzdem findet man es nur schwer auf der Liste der Beauty-Inhaltsstoffe...

von

Achtung: Dieser Inhaltsstoff kann Krebs verursachen!
© iStockphoto

Um schöner, jünger, frischer auszusehen, cremen und schäumen wir unsere Haut mit all den wunderbaren Produkten, die der Kosmetik-Markt so hergibt. Doch was ist der wahre Preis für unsere Eitelkeit?

In den letzten Jahren wurden die Verbraucher zum Glück aufmerksamer. Plastikkügelchen in Peelings und Masken, Sulfate, Parabene, synthetische Farb- und Duftstoffe in Kosmetik-Produkten – der aufgeklärte Konsument hat zu einem Umbruch geführt. Immer mehr Hersteller verzichten auf diese schädlichen bis gefährlichen Inhaltsstoffe.

Doch nun gerät eine neue Zutat ins Feuer der Kritik: 1,4-Dioxan, enthalten meist in Körperlotionen und Dusch-Gels. Laut der britischen Umweltschutz-Agentur handelt es sich dabei um einen alicyclischen Diether, dem hochkarzinogene, also krebserzeugende Wirkung zugeschrieben wird.

Dennoch, so die Verbraucherschützer, findet er in schockierenden 46% aller Pflegeprodukte Verwendung. Und: Auf den meisten Etiketten wird das 1,4-Dioxan gar nicht als Inhaltsstoff aufgelistet, obwohl es acht von zehn Punkten der Gift-Skala erreicht.

Meist versteckt es sich hinter Bezeichnungen wie PEG, Polyethylene, Polyethylene Glycol oder Polyoxyethylene.

In den USA fordert der New Yorker Senator Chuck Schumer bereits ein generelles Verbot des 1,4-Dioxans in amerikanischen Beauty-Produkten. "Die Kosmetikindustrie hat es nach wie vor zu leicht, gefährliche Inhaltsstoffe unter Decknamen zu verstecken. Gerade Stoffe wie 1,4-Dioxan, die Reizungen der Haut und Atemwege oder sogar Krebs verursachen können, müssen endgültig gebannt werden."

Wie kann ich die Inhaltsstoffe von Beauty-Produkten prüfen?

Da die meisten Inhaltsstoffe unter unterschiedlichsten Namen auf die Etiketten geschrieben werden oder im Kleingedruckten auf der Packung oft schwierig zu entdecken sind, ist es selbst dem mündigsten Verbraucher oft kaum möglich, die gefährlichen Stoffe selbst zu entdecken.

Helfen können Apps fürs Smartphone, wie beispielsweise Toxfox, Barcoo oder Codecheck. Beim Einkauf scannt man einfach den Produktcode ein und die App zeigt, ob Parabene, Silikone oder andere Inhaltsstoffe enthalten sind.