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Beauty-OP-Serie Teil 9: Botox bei Schwitzen – alle Infos zu Methoden, Preise & Risken

Neuer Trend: Das Nervengift Botox wird längst nicht mehr nur zur Glättung von Falten im Gesicht gespritzt. Personen mit übermäßiger Neigung zum Schwitzen, auch Hyperhidrose genannt, lassen sich Botox in die Achseln injizieren, um dem Schweiß Einhalt zu gebieten. Die Anwendung ist auch bei Managern und Juristen sehr gefragt, da diese auch bei hohen Temperaturen in voller Montur am Arbeitsplatz sitzen müssen.

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Beauty-OP-Serie Teil 9: Botox bei Schwitzen – alle Infos zu Methoden, Preise & Risken
© Corbis

Frage: Ich habe ein echtes Problem. Bei Aufregung und Anstrengung fange ich gleich zu schwitzen an. Das ist mir ziemlich peinlich, weil mich das schon oft in prekäre Situationen gebracht hat. Stimmt es, dass Botoxkuren dagegen helfen? Gerlinde S., 37, E-Mail

Dr. Wegrostek: Botox wirkt auf die Schweißdrüsen gleichermaßen wie auf den Muskel, es macht sie vorübergehend arbeitslos. Sie produzieren in diesem Areal für einen gewissen Zeitraum keinen Schweiß mehr. Das Gute daran ist: Man schwitzt deswegen nicht an einer anderen Stelle mehr. Ebenfalls sehr positiv ist, dass die Wirkung bereits vier bis sechs Tage nach der Injektion einsetzt, der behandelte Bereich ist dann für sechs bis neun Monate staubtrocken.

Frage: Ich leide an Hyperhidrose an Stirn, Achseln und Kniekehlen. An welchen Körperzonen kann man Botox gegen übermäßiges Schwitzen einsetzen? Maria G., 21, E-Mail

Dr. Wegrostek: Das funktioniert an vielerlei Stellen: Hände, Füße, Achseln, Gesicht, Arme, Bauchfalte, wird aber vor allem im Achselbereich angewendet. Bei den Händen ist die Behandlung sehr aufwendig und schmerzhaft, und bei den Füßen funktioniert das überhaupt nur in Narkose. Dort hält auch das Ergebnis nicht so lange an. Wer den Eingriff, wie es bei Ihnen der Fall ist, bei einer schwitzenden Stirn durchführen lässt, hat anschließend auch keine Stirnfalten mehr. Momentan sind Sie allerdings noch zu jung, um von diesem Effekt zu profitieren.

Frage: Wohin wird das Botox bei einer Schwitzkur gespritzt – in den Muskel oder ins Fettgewebe? Und wie viel Botox ist notwendig? Andrea M., 37, E-Mail

Dr. Wegrostek: Weder noch. Botox wird bei dieser Behandlung in die Haut gespritzt. Das Wichtigste dabei ist die richtige Technik. Im Vergleich zur Antifaltenbehandlung muss man viel mehr Botox einsetzen. Bei Letzterer verwendet man 20 bis 30 Einheiten. Wenn ich das Botox in die Achsel spritze, brauche ich 100 Einheiten; das entspricht einem Fläschchen.

Frage: Wie viele Behandlungen sind notwendig? Wie viel kostet eine davon? Und mit welchen Nebenwirkungen und Risiken muss ich rechnen? Veronika K., 26, E-Mail

Dr. Wegrostek: Eine einzige Behandlung hält das Areal sechs bis neun Monate trocken. Die meisten Patienten kommen im April vor der Sommersaison, und das reicht. Lediglich sehr schwere Fälle kommen zweimal pro Jahr. Eine Behandlung kostet je nach Fläche zwischen € 600,– und 800,–. Wenn der Arzt gut ist, muss man mit keinen Nebenwirkungen und Risiken rechnen. Damit der Patient keine Schmerzen verspürt, wird eine Anästhesiecreme aufgetragen.

Ordination:
Dr. Eva Wegrostek
Wollzeile 9/4. OG
1010 Wien
Tel.: 01/943 93 93

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Thema: Beauty-OP