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Begpacking: Wenn priviligierte Menschen um Reisegeld betteln

Begpacking? Kein Rechtschreibfehler, sondern ein ziemlich hässlicher Trend: (Priviligierte) Weltreisende, die sich in Reiseländern auf die Straße setzen und betteln.

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Kommentare: 39

Begpacking: Wenn priviligierte Menschen um Reisegeld betteln
© instagram thetravelpointeng

Ganz ehrlich: Auch wir träumen uns manchmal an ferne Strände, wollen in fremde Länder und andere Kulturen eintauchen und hier in Österreich einfach alles hinschmeißen und den Job kündigen. Und mit diesem Traum von der Weltreise sind wir bei weitem nicht allein. Was uns davon abhält? Das nötige Kleingeld.

Neben Flügen und Unterkunft, will im Ausland nämlich auch das tägliche Leben finanziert werden - und das ist ohne Job in der Hinterhand eben ganz schön teuer. Doch es scheint eine immer größer werdende Community zu geben, die glaubt, die Lösung für dieses Problem gefunden zu haben: Begpackers.

Betteln statt Sparen - das Credo der Begpacker

Der Begriff setzt sich aus den Wörtern "to beg" und "backpacking" zusammen und bedeutet im Grunde genau das: Diese Menschen setzen sich während ihrer Reisen in fremden Ländern auf die Straße und betteln um Geld für ihren nächsten Trip. Im Bestfall bieten sie als Gegenleistung dafür Musik oder Kunst an, meist ist das kunstvollste aber auch schon ihr Papp-Schild:

Dieser "Trend" stößt verständlicherweise nicht bei allen auf viel Gegenliebe. Reisen mit wenig Geld? Absolut verständlich. Couchsurfing, Trampen, Work & Travel - es gibt viele Möglichkeiten, mit wenig Geld viel von der Welt zu sehen. Wer aber kein Geld zum Reisen und gleichzeitig wenig Lust hat, für ein bisserl mehr Reisegeld zu arbeiten und lieber zu betteln, verhält sich dann doch etwas respektlos gegenüber jenen Menschen, die das Geld tatsächlich zum Überleben brauchen.

Lügen für mehr Geld

Außerdem sollen einige Gratis-Reisenden sogar kleine Lügengeschichten auftischen, um an Geld zu kommen. Eine Facebook-Userin bringt die Kritik recht gut auf den Punkt: "Als Indonesierin muss ich, um mich um ein Visa für Großbritannien/den Schengen-Raum/die USA zu bewerben, folgendes vorweisen: einen kompletten Reiseplan mit bereits gebuchten Hotels, bezahlte Rückflugtickets, einen Einladungsbrief, Reiseversicherung und ein persönliches Bankkonto mit mindestens 6000 US-Dollar drauf. Ich muss 100 Dollar für das Visum bezahlen und zu einem Pflicht-Interview in der Botschaft gehen. Und all das garantiert mir immer noch nicht, dass ich ein Visum bekomme. Und dann passiert das hier: 'Ein Tourist aus dem Westen sitzt mit Fast-Food-Sackerln an einer Straßenecke in Bangkok und bettelt als Teil des Begpacking-Trends um Geld.' #firstworldproblems"

Mit einem ähnlichen Shitstorm war kürzlich übrigens ein Influencer-Paar aus Deutschland konfrontiert. Die beiden hatten auf Instagram um Spenden für ihre nächste Reise gebeten.

Themen: Reise, Report

Kommentare

Autor

Gleiches gilt für viele andere im Artikel genannte Länder: Indien, China, Thailand. Bestimmt gibt es in Indien ein akutes Armutsproblem.

Autor

Aber man sollte nicht vergessen, dass Indien ein schnell entwickelndes Land mit fortgeschrittenen Technologien, wie Atomwaffen und
Weltraumtechnologien ist. Indisches Raumschiff "Mangalyan" fliegt seit 2014 auf der Umlaufbahn von Mars.

Autor

In den entwickelten Regionen Indiens, wie z.B. Mumbai, entsprechen die Löhne und Lebensstandards dem Lebensstandard in einem Land wie Portugal.

Es stellt sich also eine berechtigte Frage: Nach welchen Kriterien betrachten die Autoren diese und ähnliche Länder als "Dritte Welt"? Warum sind sie so respektlos gegenüber den Leistungen der

Autor

Menschen in diesen Regionen, wenn sie
automatisch bereits annehmen, dass sie aufgrund ihrer Entwicklung und ihres wirtschaftlichen

Autor

Wohlergehens nicht in der Lage sind, reisenden Menschen zu helfen? Welche Art von Snobismus lässt sie den Fortschritt der asiatischen Länder ignorieren? Warum denken manche Leute, dass nur Europäer reich und wohlhabend sein können? Was ist eigentlich mit den Anderen?

Autor

Leider müssen wir zugeben, dass zu viele Europäer, einschließlich der Autoren des Artikels, immer noch in den imperialistischen Realitäten des 19. Jahrhunderts leben und ihren neuen Platz in der multi-ethnischen und sich rasch entwickelnden Welt nicht verstehen und nicht akzeptieren können.

Autor

Und zum Schluss: Es ist keine gute Idee, die armen Wanderer zu kritisieren, weil diese einfach nur andere Kulturen kennenlernen möchten und die reale Situation in der Welt ein wenig besser verstehen wollen.

Autor

Ehrlich gesagt ist es schon ziemlich seltsam, Meinung zu lesen, dass das Verhalten der Wanderer bzw. Backpacker, die ihr Geld für das Ticket an öffentlich zugänglichen Plätzen sammeln, "unethisch" sei.

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Ehrlich gesagt ist es schon ziemlich seltsam, Meinung zu lesen, dass das Verhalten der Wanderer bzw. Backpacker, die ihr Geld für das Ticket an öffentlich zugänglichen Plätzen sammeln, "unethisch" sei.
Noch seltsamer ist die Meinung einiger Kommentatoren, die behaupten, dass asiatische Behörden das Sammeln von Spenden verbieten sollen und die Wanderer hier Backpacker aus dem Land rauswe

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