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Behind The Scars: Nicht nur Bad Guys tragen Narben

Narben passen nicht ins gängige Schönheitsideal. Allzu oft versteckt man sie, schämt sich sogar für sie. Genau das will das Fotoprojekt "Behind The Scars" ändern.

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Behind The Scars: Nicht nur Bad Guys tragen Narben
© iStock

Narben? Die haben meist die Bösewichte in Hollywoodfilmen. Aber im echten Leben machen Verletzungen oder Krankheiten vor niemandem Halt - egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, arm oder reich. Dennoch meinen wir, deren Folgen auf unseren Körpern verbergen zu müssen.

Dabei sind Narben der sichtbare Beweis, etwas Schlimmes überlebt zu haben. Und nichts, dessen man sich schämen müsste. Das will auch Sophie Mayenne mit ihrer Fotoserie "Behind The Scars" ("Hinter den Narben") zeigen, worin sie dutzende Menschen gemeinsam mit den Geschichten zu den Narben präsentiert.

Nachdem sie ihre Narben jahrelang versteckt hatten und diesbezüglich sehr unsicher waren, weil die Verletzungen ja meist nicht nur körperlich, sondern ebenso emotional mitgenommen haben, war das Projekt für viele auch eine Art Befreiung, wie die Fotografin aus London erzählt: "Für manche Menschen kann die Erfahrung eines Fotoshootings sehr therapeutisch sein. Da sie ihre Erfahrungen zuvor nie geteilt haben und so für andere die neu entdeckte Liebe zu ihren Narben - und ihrem Körper - festigen können."