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Besser präsentieren (ohne vor Nervosität umzukippen!)

Reden vor Publikum? Alleine der Gedanke daran lässt dein Herz rasen! Wie du souveräner und besser präsentierst - und nicht vor Nervosität umkippst.

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Besser präsentieren (ohne vor Nervosität umzukippen!)
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Es gibt Menschen, die scheinen dafür geboren, vor anderen Menschen zu reden. Souverän, wortgewandt. Und dann gibt es Menschen wie mich. Egal, ob es die Präsentation vor Kunden oder die Rede zur Hochzeit meines Bruders ist: Alleine schon der Gedanke, vor anderen Menschen zu stehen und etwas zu präsentieren, macht meine Knie wacklig.

Ist es dann soweit, muss ich fünfmal auf die Toilette, mein Herz rast, meine Knie wackeln, meine Stimme wird von fest zu wacklig, ich piepse und zittere mit den Händen. Im Gegensatz zum amerikanischen Bildungssystem, wo bereits Kleinkinder dazu angehalten werden, Präsentationen vor anderen zu halten (etwa über den Beruf ihrer Eltern), wird diese Fertigkeit im europäischen Raum nicht wahnsinnig gefördert. Dementsprechend unsicher fühlen sich die meisten von uns, wenn sie vor dieser Situation stehen.

Wie also schaffe ich es, eine Präsentation oder Rede zu halten, ohne vor Nervosität aus den Latschen zu kippen? Wir haben die besten Tipps gesammelt.

Wie du besser präsentierst – und deine Nervosität in den Griff bekommst

1

KOMM ZU FRÜH. Wenn du eine Präsentation oder Rede hältst, solltest du spätestens 20 Minuten vor Beginn da sein, um den Beamer und das Mikrofon zu überprüfen und dich mit dem Raum anzufreunden. Wie stehen die Sitze? Hast du Platz, um deine Präsentation lebendig zu halten und herumzugehen? Stehst du hinter einem Pult? Gibt es Sitzreihen oder einen Tisch, an dem alle sitzen?

2

LERNE DEIN ERÖFFNUNGSSTATEMENT AUSWENDIG. Es gibt nichts schrecklicheres, als wenn eine Rede oder Präsentation komplett auswendig gelernt heruntergeleiert wird. Was du aber unbedingt im Kopf haben musst, das ist dein Eröffnungsstatement. Denn die ersten Momente einer Präsentation sind entscheidend – aber genau dann ist auch deine Nervosität am größten. Wenn alle Augen auf dich gerichtet sind, sich deine Stimme über das Mikro zunächst vielleicht ungewohnt anhört, dann ist es wichtig, dass du die Sätze automatisch parat hast.

3

NIMM AUGENKONTAKT ZU EINER PERSON AUF. Du musst dir dein Publikum nicht nackt vorstellen, um die Nervosität abzubauen. Dieser Trick hilft nämlich nicht wirklich, weil viel zu abwegig. Stattdessen solltest du Augenkontakt zu einer Person im Publikum aufnehmen, die dich freundlich ansieht. Stell' dir vor, dass du eigentlich nur zu ihr redest und keinen Vortrag hältst, sondern gerade ein entspanntes Gespräch führst.

4

NIMM EINEN PROTEINREICHEN SNACK ZU DIR. Die Nervosität schlägt dir auf den Magen? Klar. Studien haben aber ergeben, dass ein proteinreicher Snack etwa eine Stunde vor deinem Auftritt deine Konzentration und Energie steigert – gleichzeitig wird durch eine Handvoll Nüsse auch dem peinlichen Magengrummeln vorgebeugt.

5

MACH DEINE POWER-POSE. Das klingt sonderbar? Wenn du 20 Minuten vor Beginn früher da bist, hast du nicht nur Zeit, Raum und Technik zu prüfen, sondern um auch deine Power-Pose einzunehmen. Egal, ob du dich lange streckst oder die Arme in die Taille stützt und kräftig ein- und ausatmest: Die Psychologin Amy Cuddy verriet in diesem TED-Talk, dass das Einnehmen einer Superhelden-Pose knapp vor einen öffentlichen Auftritt extrem beruhigend und mental stützend wirkt!

6

TRINK EIN ZITRONENWASSER. Nervosität lässt deinen Mund trockener werden, du hast plötzlich das Gefühl, dich ständig räuspern zu müssen oder das Knäuel Watte wieder aus dem Hals zu bekommen. Was dagegen hilft, ist ein Glas Zitronenwasser. Der Zitrus wirkt wie ein Gleitmittel auf deine Stimmbänder. Achte darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist. Eiswasser wirkt nämlich verengend auf die Bänder – womit der Negativ-Effekt verstärkt würde.

7

DIE PAUSE ZÄHLT! Wenn man vor anderen Menschen spricht und nervös ist, dann neigt man unterbewusst dazu, den unangenehmen Moment schneller vergehen zu lassen – prompt spricht man schneller. Das macht es aber für dein Publikum schwerer, dich zu verstehen. Und für dich, den Faden zu behalten. Deshalb: Bau bewusst ein paar Pausen in deinen Vortrag ein. Und überleg' dir bereits im Vorfeld, wie du sie nutzt. Etwa, indem du einen Schluck aus deinem Glas nimmst. Oder einen kurzen Film abspielst. Das Wissen um die Pausen und die Art, wie du sie nutzt, hilft dir, das schreckliche Lampenfieber abzubauen.

8

DENK DARAN: ES IST DEIN BEYONCÉ-MOMENT! Da ultimative Ziel: Wandle deine Angst vor einem Vortrag oder einer Präsentation in pure Freude darauf um. Ich beispielsweise denke mir, dass die ganzen Menschen in den nächsten 30 Minuten dazu gezwungen sind, mir zuzuhören – BAM! Je mehr ich mich darauf freue, desto weniger nervös bin ich... Einfach nur ein Wechsel des Mindsets hilft schon.

Thema: Karriere

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