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Bevormundung: Uns Frauen reicht's! Sieben Frauen über ungebetene Ratschläge

Frauen, die es wagen, Kinder zu bekommen und erwerbstätig zu bleiben, werden mir nichts, dir nichts als karrieregeile Egoistinnen und kaltschnäuzige Rabenmütter abgestempelt.


Bevormundung: Uns Frauen reicht's! Sieben Frauen über ungebetene Ratschläge
© Stemmer

Die anderen, die das Handy gegen den Herd eintauschen und den Kindern zuliebe ihre Karriere aufgeben, rangieren als abhängige Hausmütterchen und dämliche Glucken in der untersten Skala der gesellschaftlichen Hierarchie. Frauen, die sich für einen anderen als den für sie erwünschten und geplanten geradlinigen Lebensweg entscheiden, wird flugs die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen. Frauen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – gegen Kinder entscheiden, gebührt eine saftige Strafsteuer. Haben sie doch aus reiner Selbstsucht den Ruin des Pensionssystems zu verantworten, während Frauen, die mehr als zwei Kinder zur Welt bringen, wiederum als Sozialschmarotzerinnen bezeichnet werden.

Ungebetene Ratschläge. Egal für welches Lebensmodell Frauen sich entscheiden, ihnen fliegen ungebetene Ratschläge nur so um die Ohren, und immer steht irgendwo irgendjemand, vor dem sie sich rechtfertigen sollen: die Eltern, die Kollegen, der Chef, die Freundinnen – und auch der Ehemann. Dazu die Wiener Psychologin und Psychotherapeutin Corina Ahlers: „Frauen wurden von jeher als Beziehungsmenschen erzogen; das hat zur Folge, dass sie mehr auf andere als auf sich selbst achten und hören.“ Und, so die Leiterin von „Familie Neu“ weiter: „Darum tendieren Frauen auch dazu, ihre Meinungen und Bedürfnisse schneller von der Meinung anderer abhängig zu machen. Das wiederum lädt andere geradezu ein, sich einzumischen.“

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