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8 Anzeichen, dass du die schlechten Beziehungs-Angewohnheiten deiner Eltern übernommen hast...

Wir lernen so einiges von unseren Eltern, was auch noch im Erwachsenenalter hängenbleibt - leider auch, wenn es um schlechte Angewohnheiten in der Partnerschaft geht.

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8 Anzeichen, dass du die schlechten Beziehungs-Angewohnheiten deiner Eltern übernommen hast...
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Wir lernen eine Menge Dinge von unseren Familien, die uns bis ins Erwachsenenalter begleiten. Obwohl wir die Werte unserer Familie annehmen, anpassen und irgendwann zu unseren eigenen Werten machen, wenn es um unsere Arbeitsmoral, unsere politische Einstellung oder sogar unsere Ernährung geht, gibt es andere Dinge, die möglicherweise weniger leicht zu ändern sind. Besonders in Bezug auf die Liebe, gibt es mehr als nur ein paar Anzeichen dafür, dass wir schlechte Beziehungs-Angewohnheiten von unseren Eltern gelernt haben. Meistens wissen sie wahrscheinlich nicht einmal, was sie uns da beigebracht haben, da die meisten Eltern laut einer neuen Studie überhaupt nicht mit ihren Kindern über die emotionalen Aspekte der Liebe sprechen.

Die von der Harvard Graduate School of Education durchgeführte Studie ergab, dass die meisten Familien sich nicht mit Teenagern zusammensetzen und über Liebe sprechen, wenn sie "das Gespräch" führen, obwohl 65 Prozent der befragten Kinder angaben, dass sie offen für derartige Gespräche wären.

Denken wir darüber nach: Kinder werden entweder zu Hause (oder in einem eher schlechten als rechten Sexualkunde-Unterricht) über sexuell übertragbare Krankheiten unterrichtet, lernen über Kondome und werden dann in die Welt geschickt, um sich in Beziehungen zurechtzufinden, ohne eine Ahnung zu haben, wie der wirklich harte Teil von Partnerschaften funktioniert. Wenn du also das Gefühl hast, das Meiste über Liebe und Beziehungen aus RnB-Songs und Rom-Coms gelernt zu haben, bist du nicht allein.

Glücklicherweise kann man mit ein bisserl Arbeit schlechte Beziehungs-Angewohnheiten verlernen. Aber zuerst musst du wissen, was du falsch machst. Hier sind ein paar Anzeichen dafür, dass du die Beziehungs-Fehler deiner Eltern übernommen hast:

1. Du traust deinem Partner oder deiner Partnerin nicht.

Du warst noch sehr klein, als sich deine Eltern scheiden ließen oder eine harte Zeit durchmachten? Das kann später Beziehungsangst oder Angst vor Zurückweisung auslösen. Du weißt aus erster Hand, dass Beziehungen scheitern können, was dich zu einem unsicheren Beziehungstyp machen kann.

2. Du redest mit ALLE N - außer deinem Partner oder deiner Partnerin.

Kommunikations-Stile sind mit das Erste, was wir als Kinder aufschnappen. Waren deine Eltern nicht recht gut darin, Dinge auszudiskutieren, hast auch du vielleicht nie gelernt, *wie* wichtig Reden tatsächlich ist. Haben sich deine Eltern gerne über den jeweils anderen beschwert? Und zwar bei allen, die nicht bei Drei auf dem Baum waren? Dann redest auch du vielleicht lieber mit deinen Freundinnen über Beziehungsprobleme als mit deinem Partner oder deiner Partnerin selbst.

3. Du sagst deinem Partner oder deiner Partnerin nur die halbe Wahrheit.

"Aber sag's nicht Mama!" Kannst du dich an diesen Satz erinnern? Vermeintlich kleine und unwichtige Notlügen können bei Erwachsenen später große Vertrauensprobleme auslösen. Mach dir mit deinem Partner oder deiner Partnerin lieber im Vorhinein aus, bei Konversationen immer die Wünsche und Gefühle in den Vordergrund zu stellen und nicht alles als Attacke anzusehen. So fällt es leichter, die *ganze* Wahrheit zu sagen.

4. Das ganze Sex-Ding? Stresst dich.

Deine Eltern haben vor dir nie oder nur selten Zuneigung gezeigt? Keine flüchtigen Berührungen und Küsse? Sex als etwas Positives und Natürliches zu sehen (oder eben nicht) ist etwas, dass wir zum Großteil von unserem Elternhaus mitbekommen. Wenn Eltern sich schwertun, locker über Sex zu sprechen und so tun als existiere er gar nicht, ist es für die Kinder später oft ähnlich schwer offen über ihre sexuellen Bedürfnisse zu sprechen.

5. Du kannst nicht streiten.

Du streitest vermutlich wie deine Eltern. Du willst immer den Frieden wahren? Reagierst passiv-aggressiv oder liebst das Drama? Das alles sind Gewohnheiten, die du von deinen Eltern übernommen haben könntest. Dabei sind Streitigkeiten normal und gehören zu jeder gesunden Beziehungen - man muss nur wissen WIE es richtig geht.

6. Für dich ist alles ein Wettkampf

In einer Beziehung gibt es keine Gewinnerin oder Verlierer. Wollten sich deine Eltern aber immer gegenseitig überholen, bist auch du eventuell eine Ehrgeizlerin, wenn es um die Liebe geht. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es in Beziehungen um Teamwork geht und es wirklich keine Ziellinie gibt, über die es zu laufen gilt. Aus diesem Grund ist es wichtig, Konflikte zu lösen, über Probleme zu sprechen, bevor sie außer Kontrolle geraten, und zu lernen, dem oder der Anderen zu vertrauen. Ihr seid auf der gleichen Seite. Punkt. Aus.

7. Monogamie liegt dir nicht

Es gibt keine Studie, die besagt, dass eine Scheidung Kinder fürs Leben durcheinander bringt, aber es gibt Forschungen, die zeigen, dass es Kinder untreuer Eltern emotional schwieriger haben. Die Nebenwirkungen einer Affäre auf ein Kind sind laut einem Bericht in der Daily Mail "ein geringes Selbstwertgefühl, ein Gefühl des Verlassens, schlechte schulische Leistungen, asoziales Verhalten und das Leid, den abwesenden Elternteil einfach zu vermissen". All dies kann zu schlechten Beziehungsgewohnheiten führen, von denen eine darin besteht, nicht zu kommunizieren, was man in einer Beziehung will und dann jemanden zu betrügen oder es sich einfach nie zu erlauben, sich genug an jemanden zu binden, damit man überhaupt daran interessiert ist, treu zu bleiben.

8. Du findest dich immer wieder in schlechten Beziehungen

Affären schaden einem Kind bereits? Häusliche Gewalt umso mehr. In einem Haushalt aufzuwachsen, in dem es physische oder emotionale Gewalt gab, hinterlässt ein Trauma. Das kann dazu führen, dass man als Erwachsener in ähnliche Muster fällt. Das kann auch bedeuten, dass du dich in einer gesunden Beziehung befindest, sie sich für dich aber einfach nicht *richtig* anfühlt, weil du gar nicht weißt, wie es ist, in einer gesunden Art geliebt zu werden. Bei häuslicher Gewalt geht es überhaupt um weit mehr als Schläge. Drogenprobleme, Gewaltausbrüche und ständiges Schreien sind auch eine Form der Gewalt. So auch emotionale Gewalt, sprich ständiges Kleinmachen, dauernde Kontrolle und Co. Du bist in einem solche Teufelskreis gefangen? Bei der Frauenhelpline kannst du dich anonym und kostenlos rund um die Uhr beraten lassen: 0800 / 133 133

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