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Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Beziehungsgespräche sind oftmals nicht die angenehmste, zweifellos aber eine enorm wichtige Sache. Besonders für Konfliktlösungen braucht man Kommunikationsregeln.

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Schweigen ist Silber, Reden ist Gold
© Thinkstock

Jeder kennt ihn und kaum einer liebt ihn, den Satz aller Sätze: Schatz wir müssen reden! Kommunikationsschwierigkeiten zählen laut einer amerikanischen Studie der Universität von Michigan zu den häufigsten Beziehungsproblemen. Vor allem Männer scheinen dem partnerschaftlichen Gespräch aus dem Weg gehen zu wollen. Wie die Studie ergab, haben zwei Drittel der Teilnehmerinnen ein Problem damit, mit ihrem Freund, Liebhaber oder Gatten ein ernsthaftes und produktives Gespräch zu führen. Allerdings finden es nur 42 Prozent der Männer tragisch, wenn sie mit der Partnerin nicht aufrecht sprechen können.

Dabei ist das Besprechen von Problemen, Bedürfnissen und tollem Erlebnissen, also eine gute Kommunikationsbasis das A und O für eine funktionierende Beziehung.

Drei Regeln für eine gute Kommunikation.

1

Wähle für ein Gespräch den richtigen Zeitpunkt. Stress, Zeitdruck oder schlechte Laune sind keine gute Grundlage für ein Gespräch. Man sollte sich Zeit nehmen und durchaus auch emotional darauf eingestellt sind. Eine entspannte, ruhige Atmosphäre eignet sich am besten für eine Aussprache.

2

Drücke deine Gefühle aus und äußere deine Wünsche und Vorstellungen. Was stört und belastet dich? Wie fühlst du dich und was möchtest du gerne? Diese Fragen sollten unbedingt auf beiden Seiten geklärt werden. Und wenn etwas nicht passt, dann wäre es besser, darüber zu sprechen, als es hinunter zu schlucken oder so hinzunehmen. Irgendwann bricht es heraus, und hat vielleicht schlimmere Auswirkungen. Versuche auch deinem Partner Vorstellungen und Wünsche mitzuteilen. Hör dir aber auch an, was er diesbezüglich zu sagen hat.

3

Sei kompromissbereit. Nicht jeder ist in allen Dingen gleicher Meinung. Das macht eine Beziehung aber auch aus, denn Gegensätze ziehen sich bekanntlich an! Gut ist es dabei vor allem sich auf Kompromisse einzulassen und nicht stur auf einem Standpunkt zu beharren. Die Lösung liegt mit Hilfe eines Gesprächs oft so nahe!

Was man unterlassen sollte.

1

"Du-Botschaften". "Du bist unverlässlich", "Du bist unpünktlich": So genannte "Du-Botschaften" treiben den anderen Gesprächspartner immer und automatisch in eine Defensive, was bedeutet, dass der Angriff nur persönlich genommen werden kann und somit oftmals im Streit endet. Besser: "Ich bin sauer, dass du dieses und jenes jetzt vergessen hast." Bzw. "Es stört mich, dass du nun schon ein paar Mal zu spät gekommen bist, obwohl wir um diese Uhrzeit verabredet waren."

2

Verallgemeinerungen. "Immer" sollte man bei Kritik oder Gesprächen bestmöglich vermeiden. Besser wäre, wenn du die Beschwerde konkret formulierst.

3

Ironie. Ironische Phrasen können schon mal witzig sein, aber in einem Beziehungsgespräch haben sie nicht zu suchen. Besser sachlich bleiben, so können keine unnötigen Kränkungen passieren.

4

Unterbrechen. Lass' dein Gegenüber ausreden, ehe du darauf argumentierst. Es ist wichtig, sich und dem anderen Redezeit zu gewähren. Aktives Zuhören, Schweigen und Augenkontakt sind wichtige Basis-Verhaltensregeln für ein produktives Gespräch.