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Beziehungs-Stress? Diese Übung hilft!

Perfekt ist die Liebe nur in Werbespots und Filmen. Wenn es Stress in der Beziehung gibt, kann diese Konfliktgesprächs-Übung den Dampf rausnehmen.

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Beziehungs-Stress? Diese Übung hilft!

So nimmst du die Aggression aus dem Gespräch

© Thinkstock/iStock/konstantynov

Du hast neun Stunden oder mehr geschuftet, dann schnell noch was einkaufen, ein gesundes Essen fabrizieren, Super-Mami oder Wunder-Daddy spielen und dann noch tollen Sex, weil es als "Muss" für eine gute Beziehung gilt.

Selbstausbeutung kippt die Lebensfreude. Und wird damit auch zum Problemfall für die Beziehung. Wenn wir alle nur mehr machen, was von uns erwartet wird, wenn wir äußeren Rollenansprüchen gerecht werden wollen, dann werden wir unzufrieden. Mit dem Leben, mit dem Partner.

Probleme können nur dann behoben werden können, wenn sie angesprochen werden. Doch meistens geht dieses Konfliktgespräch fürchterlich in die Hose. Weil der Zeitpunkt falsch gewählt ist, die Erwartungen an den Partner und sein Verhalten oder Verständnis zu hoch sind – oder wir schlicht die falschen Formulierungen wählen. Sofort kochen die Emotionen hoch, sind Kompromisse nur mehr schwer möglich.

Wir verraten dir hier die Regeln für ein konstruktives , weil nicht zu emotionales Konfliktgespräch :

1

Probleme müssen geklärt werden. Wenn man wartet, staut sich oft nur Wut an. Und die ist kein guter Ratgeber. Manchmal tauchen erst gar keine gravierenden Schwierigkeiten auf, wenn man sich regelmäßig Zeit für ein gutes Zwiegespräch nimmt. 90 Minuten, einmal pro Monat - das ist eine ganz gute Messlatte.

2

Während des Gesprächs darf es keine Ablenkungen geben. Handy, Kids oder andere "Aufmerksamkeitsräuber" sorgen nur dafür, dass ihr den Kontakt zueinander verliert.

3

Ein Partner beginnt und erzählt 15 Minuten lang alles, was ihm momentan auf der Seele liegt. Unterbrechungen sind nicht gestattet, Zuhören ist für den Anderen ein Muss.

4

Schweigen und schweigen lassen: Beschließt jemand, seine 15 Minuten still verstreichen zu lassen, ist dies ohne Fragen zu akzeptieren.

5

Nach einer Viertelstunde ist der andere Partner an der Reihe. Dann wird wieder gewechselt, bis die 90 Minuten vorüber sind.

6

Pünktlich beginnen und aufhören: Zwiegespräche sollten nie verlängert oder verkürzt werden. Das sorgt dafür, dass ihr beim Kern der Sache bleibt und euch nicht in Details festhakt.

7

Bleibe bei dir. Sprich also ausschließlich über dich selbst, was manches bei dir bewirkt und auslöst. Vermeide Verallgemeinerungen ("...weil du IMMER....")!

8

Erzähle von kleinen, selbst erlebten Dingen. Spar' dir Generalanklagen und das leidige Dozieren.