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Beziehungs-Fadgas? Das hilft dagegen!

Und was machen wir heute? Drei Netflix-Serien am Stück statt wie sonst zwei? Crazy. 10 ultimative Tipps, wie du der Langeweile in der Beziehung entkommst.


Beziehungs-Fadgas? Das hilft dagegen!

Olivia Palermo und Johannes Hübl: Die haben das Problem offensichtlich nicht

© Instagram/Olivia Palermo

Nein, mein Schatz und ich, wir sind nicht wie Olivia Palermo und Johannes Hübl. Also: schon mal optisch nicht, das war euch (leider) sowieso klar. Wir jetten aber auch nicht die ganze Zeit zwischen New York, Paris, Mailand und den Malediven herum, werden zu irren Events eingeladen und wissen schon gar nicht mehr, wie wir die After-Oscar-Party terminlich mit dem Gala-Dinner bei Versace akkordieren.

Unser Leben besteht aus Arbeit und Fernseher. Um es jetzt mal gemein auf den Punkt zu bringen. Wir sind einfach manchmal platt vom Tag, wir plumpsen ins Bett, und wenn wir ganz verrückt und abgedreht sind, dann schauen wir sogar zwei Orange Is The New Black hintereinander (statt wie sonst nur eine). Der Alltag hat unsere Beziehung ein wenig in gepflegte (und freilich auch nicht ganz unbequeme) Langeweile verwandelt.

Jetzt versetzt uns das noch nicht in Panik. Mei, ein bisserl fad schadet ja auch nicht, der Rest des Lebens ist ja sowieso so anstrengend. Aber natürlich birgt diese Langeweile in der Beziehung Gefahren. Man hast sich nichts mehr zu erzählen. Die Spannung ist raus. Es gibt keinen Grund außer der Bequemlichkeit, warum man noch aneinander festhalten sollte.

Hm. Aber wie geht man konkret dagegen vor, gegen dieses allmähliche Wegschlafen von Leidenschaft und Interesse?

1

Pickt nicht aufeinander. Natürlich will man zunächst die meiste Zeit miteinander verbringen. Doch irgendwann kommt man drauf, dass dieses ständige Aufeinanderkleben der Liebe nicht gut tut. Verbringt wieder mehr Zeit ohne den anderen. Er wird deshalb nicht fremdgehen (falls diese Ur-Angst hinter eurer übertriebenen Nähe steckt) und er wird dich auch nicht weniger lieben, weil du mal einen Abend mit Freundinnen verbringst. Oder sogar ein paar Tage ohne ihn verreist. Diese Auszeit sorgt dafür, dass ihr einander wieder mehr zu erzählen habt. Und merke: du kannst nur vermissen, was nicht da ist.

2

Tauscht euer Leben aus. Euer Leben besteht aus Arbeit und Wohnung? Bucht mal für ein Wochenende ein toller Airbnb-Apartment in eurer Stadt. Oder geht ins Theater, obwohl ihr sonst eher die TV-Junkies seid. Besucht ein Konzert einer Band, die ihr bis zu dem Zeitpunkt nicht kanntet. Besucht einen Töpferkurs oder wagt eine Mountainbike-Tour, obwohl weder das eine noch das andere eure Interessen trifft. Warum? Es bringt Abwechslung in den Alltag, es stärkt eure Bindung, ihr habt wieder mehr zu besprechen (und dafür reicht es schon, wenn ihr gemeinsam über die anderen Teilnehmer lästert...)

3

Raus aus der Negativ-Spirale. Heute war ein mieser Tag. Ich bin so verdammt müde. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie die mich alle stressen. Ich habe keine Lust mehr. Probleme Probleme Probleme. Natürlich ist der Partner die Person, bei der man sich öffnen kann. Leider führt das oft dazu, dass man all den Alltagsfrust, alle Jammrigkeit, an ihm auslässt. Aber mit jedem negativen Satz – selbst wenn er nicht auf den Partner gemünzt ist - vergiftet man die Atmosphäre. Pack' dich am Schopf und zieh' dich selbst aus der Negativ-Spirale. Und versuche, wieder positive Gedanken und Sätze zu formulieren.

4

Baut einen neuen Freundeskreis auf. Meistens ist es ja in einer Beziehung auch so, dass der alte Freundeskreis verschwindet und man sich verstärkt nur mehr mit jenen Paaren trifft, die mit beiden kompatibel sind. Es ist aber auch wichtig, immer neue Leute ins Leben zu lassen, damit man frische Inputs und Gedanken bekommt. Ladet doch auch mal Leute zum Essen ein, die euch nicht so nahe stehen. Die Nachbarn, die Arbeitskollegin und ihren Mann. Vielleicht entstehen neue Freunde – Redestoff liefert es aber auf jeden Fall.

5

Stell' dir vor, ihr wärt kein Paar. Dieses Spiel klappt natürlich nicht oft, aber es bringt zumindest einmal ein neues Mindset in die eingeschlafene Liebe. Ihr verabredet euch an einem Ort und tut einfach einmal so, als wärt ihr kein Paar. Sondern begegnet euch zum ersten Mal. Du wirst merken: auch wenn es wie ein albernes Rollenspiel klingt, macht diese kleine Veränderung etwas mit euch...

6

Sex-Pause. Eigentlich schlafen wir kaum mehr miteinander. Wir schlüpfen in den Pyjama und jeder rollt sich in seine Ecke. Wenn dir das bekannt vorkommt, dann hilft nur mehr die Notbremse. Ihr sprecht ein Sex-Verbot aus. Massagen, Küssen, Streicheleinheiten. Alles wunderbar und erlaubt. Aber echter Sex darf über einen bestimmten Zeitraum nicht stattfinden. Die auferlegte Pause nimmt den Druck aus der Sache. Ihr könnt euch einander ohne Stress auch körperlich wieder annähern.

7

Verändere dich. Erwarte nicht, dass sich die Umstände von außen ändern. Wer etwas bewegen will, der muss bei sich anfangen. Ändere etwas an dir, um die Beziehung zu ändern. Manchmal reichen schon Kleinigkeiten wie eine neue Frisur oder der neue Fitness- oder Sprachkurs, um auch das Gleichgewicht in eurer Liebe zu ändern.

8

Liebe ist nicht Anstrengung, sondern Spaß. Es gibt schlimme Zeiten, in jeder Beziehung. Dauerharmonie wäre gefährlich, denn diese Partnerschaften zerbrechen, ohne dass jemals über Probleme gesprochen wurde. Es ist aber eigentlich der Alltag, der das Feuer und die Leidenschaft unterdrückt. Für alles haben wir Zeit, um alles müssen wir uns kümmern – nur nicht um den Menschen, der uns liebt und der uns wichtig sein sollte. Ändere die Perspektive: deine Liebe ist keine zusätzliche Anstrengung, sondern mit so viel Spaß wie ein Hobby verbunden.