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7 Dinge, die du für deine Beziehung tun solltest

Beziehung bedeutet Arbeit. Nur sollte man die gerne machen. 7 Dinge, die du deiner Liebe zuliebe tun solltest (aber vermutlich oft einfach vergisst).

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7 Dinge, die du für deine Beziehung tun solltest
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Wer auch immer schon mal eine Beziehung hatte, die über einen Zeitraum länger als ein paar Monate gehalten hat, der wird bestätigen: Liebe bedeutet Arbeit. Nur sollte die natürlich nicht mühsam, unangenehm und verzweifelt sein. Sondern ein Job, den man gerne macht (und Durststrecken sind dabei erlaubt, ehrlich).

Trotzdem scheitern die meisten Beziehungen. Dazu gibt es keine Erhebungen. Bei Ehen natürlich schon: Jede zweite wird geschieden, bestätigt Statistik Austria . Die Liebe geht flöten, irgendwo auf dem Weg. Alltag, Desillusionierung darüber, dass der andere Mensch doch nicht so perfekt ist, wie man ihn sich anfangs schön gemalt hat, Unehrlichkeit, Vorwürfe, Respektlosigkeit. Und das Aus.

Die meisten Paare führen keine ehrlichen Gespräche über ihre Beziehungsprobleme. Es hagelt entweder Vorwürfe mit anschließender Eskalation. Oder man schweigt bis zu dem Punkt, wo der Leidensdruck so hoch ist, dass einer von beiden ausbricht.

Deprimierend? Oh ja. Und dennoch stellen wir uns der Herausforderung immer wieder aufs Neue. Beim nächsten Mal, so suggerieren wir uns, wird alles besser. Dafür müssen wir aber handeln. Und ein paar Dinge tun, damit die Liebe bleibt, wenn der erste Glanz abperlt.

So belebst du deine Beziehung

1

Schätze deinen Partner. SEHR! Es geht so schnell, dass man seinen Partner als selbstverständlich hinnimmt. Ehrlich. Und traurigerweise ist dies auch eine der Antworten, die Paartherapeuten von Frauen am häufigsten hören, wenn es um das Ende ihrer Liebe geht: "Ich war so selbstverständlich für ihn." Menschen wollen sich wertgeschätzt fühlen – und selbst wenn alles, was sie aus Liebe tun, natürlich "selbstverständlich" ist, wollen sie nicht, dass es vom Partner so hingenommen wird. Zeig' dem Menschen deines Herzens also, dass du ihn wahrnimmst, dass du schätzt, was er macht. Durch eine anerkennende Bemerkung. Durch eine Umarmung. Indem du ihm sein Lieblings-Eis mitbringst. Es kann so leicht sein, Zuneigung verstärkt zu zeigen. Und so wahnsinnig viel bringen. Ehrlich.

2

Was sich zwischen euch abspielt, bleibt unter euch. Im Fachmagazin Psychology Today schrieb die Psychologin Randi Gunther neulich ein Essay darüber, wie wichtig es ist, das Privatleben zweier Menschen auch genauso zu betrachten: Als privat. Es kann so verlockend sein, seine Problemchen oder Details über den Partner mit Freundinnen zu bequatschen oder auf einer Party als lockeren Scherz auszuplaudern – doch die Wirkung auf die Beziehung ist ausschließlich negativ. Gunther: "Es ist eine Frage des Respekts, dass Paare die Privatsphäre ihres Gegenübers aber auch die der Beziehung zueinander für sich behalten. Das festigt das Vertrauen und die Liebe."

3

Besprich' deine Gefühle - aber im richtigen Moment. Manchmal ärgert uns etwas. Oder verstört uns. Wichtig, so Gunther, ist es, diese Gefühle nicht zu unterdrücken und in sich reinzufressen. "Man muss darüber sprechen, was bitter aufstößt. Sonst bricht es sich irgendwann später Damm - dann aber umso explosiver." Sie rät aber dazu, nicht aus der Emotion heraus zu agieren. Besser sei es, sich nochmals selbst ein Bild zu machen, wie man heikle Themen mit dem Partner besprechen möchte. Und was man damit bezwecken oder erreichen will. "Das Gespräch muss nüchtern geführt werden. In einem ruhigen Moment, in dem beide aufnahmefähig und nicht im Kampf-Modus sind."

4

"Ich fühle" statt "Du hast". Der Grund, warum Streits so oft eskalieren liegt in der falschen Kommunikation. Argumente werden besonders gerne falsch verstanden, wenn sie auf anklagende Weise vorgetragen werden. "Nie denkst du über meine Bedürfnisse nach" wird Gegenwehr erzeugen (ein zutiefst menschlicher Reflex). Besser fährst du, wenn du es mit "Wenn du für uns Pläne machst, ohne mit mir darüber zu sprechen, dann gibt mir das das Gefühl, es zählt nicht, was ich möchte." Auch dann wird dein Gegenüber vermutlich in Verteidigungshaltung gehen – aber es kann leichter Verständnis für deinen Ärger aufbringen.

5

Schaut Beziehungsfilme. Klingt kurios, nicht wahr? Tatsächlich hat aber eine Untersuchung der Universität von Rochester ergeben, dass Paare, die einmal pro Woche eine romantische Komödie oder einen Beziehungs-Movie sahen, ihre eigene Liebe wesentlich positiver betrachteten als jene Paare, die selten oder nie diese Genre-Filme sahen. Auch die Scheidungsrate lag bei den Beziehungs-Film-Sehern nach drei Jahren um die Hälfte niedriger. Die These der Forscher. Aus Filmen über andere Partnerschaften leiten wir Beziehungsmuster ab und können genauer abstecken, wie wir handeln oder auch zukünftig handeln wollen.

6

Unternehmt etwas. Studien zeigen, dass Paare, die gemeinsam reisen, Sport machen oder auch einen Kurs belegen, wesentlich stabilere Beziehungen führen als jene, die ihre Interessen getrennt ausleben. Das soll kein Plädoyer dafür sein, jede Minute des Alltags miteinander zu verbringen – aber geteilte Hobbys und Erlebnisse sind nicht nur Energietank, sondern echter Kitt für die Liebe.

7

Es geht um die Extra-Stunden. Die klinische Psychologin und Bloggerin Emma Higgins (Fishy Bowl) verweist in einem Eintrag auf eine interessante Erkenntnis: Paare, die unter der Woche auf sechs wirklich qualitativ miteinander verbrachte Stunden kommen, haben eine weit höhere Chance auf Erhalt der Liebe. Dazu zählt nicht das hastig runtergeschlungene gemeinsame Frühstück, sondern ein gemeinsames Abendessen, während dem nicht das Handy läutet, der Kinobesuch ohne die Kinder, die Kuscheleinheit vor dem Schlafengehen.

Warum sind Beziehungen so schwierig?

Sie sind vielleicht kompliziert. Aber wer hat es in der Hand, das zu ändern? Wir. Oft kümmern wir uns einfach nicht pro-aktiv um unseren Partner, sondern sitzen in der Ecke und erwarten, dass uns jemand glücklich macht. Und selbst das formulieren wir nicht, sondern hoffen, dass der Andere es spürt, riecht ... was auch immer. Was also tun? Diese 7 Tipps beherzigen. Nicht alle auf einmal, nicht zwanghaft. Aber immer wieder den Blick dafür schärfen, dass auch wir unseren Anteil am Glück haben.