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Beziehungskiller Facebook

Die exzessive Nutzung von Facebook kann böse Folgen für die Beziehung haben. Vor allem das Gefühl der Eifersucht wird durch Facebook massiv verstärkt.


Ein junges Paar liegt am Bett. Der Mann starrt in seinen Laptop, sie beugt sich zu ihm.
© Corbis

"Du bist nur mehr auf Facebook ! Kannst du den Mist nicht einfach auch mal abschalten und dich mit mir beschäftigen?" Schon mal gehört? Oder kommt euch das bekannt vor: "Wer ist denn dieser XY, der da dein Foto kommentiert hat?"

Fakt ist: Soziale Netzwerke, allen voran Facebook , können zum ernsten Beziehungskiller werden. Das ist nun auch wissenschaftlich bewiesen, wie eine im amerikanischen "Journal of Cyberpsychology, Behavior and Social Networking" veröffentlichte Studie des Beziehungsforschers Russell Clayton (Universität Missouri) belegt.

Für die Untersuchung bat das Forschungsteam Facebook -User zwischen 18 und 82 Jahren um ihr persönliches Nutzungsverhalten - und ihre ehrliche Einschätzung, wie sich dieses auf ihre Liebe auswirkt. Das Ergebnis: je intensiver und häufiger eine Person in einer Partnerschaft Facebook nutzt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie auch die Facebook -Aktivitäten ihres Partners strenger beobachtet. Das Resultat: verstärkte Eifersucht.

Als besonders kritisch wird die Kontaktaufnahme mit Ex-Freunden bewertet – und, getreu dem Motto "Gelegenheit macht Liebe", die dank Social Network vereinfachten Möglichkeiten zum Seitensprung (verbal via Chat oder tatsächlich virtuell vereinbart und realiter ausgeübt).

Studienleiter Clayton: "Angesichts dieser Ergebnisse sollte man Paaren eher raten, von Facebook Abstand zu nehmen. Das gilt allerdings nur für Paare, die noch keine drei Jahre zusammen sind." Denn gefestigte, reife und langjährige Beziehungen, so das Ergebnis der Forscher, geraten durch Facebook weit weniger häufig ins Wanken.