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Die 5 häufigsten Beziehungsprobleme - und wie man sie löst

Beziehungsprobleme tauchen immer auf. Es braucht dann nur auch Lösungen. Die 5 häufigsten Reibungspunkte. Und wie ihr sie am besten bewältigt.

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Die 5 häufigsten Beziehungsprobleme - und wie man sie löst
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Es wäre naiv zu glauben, dass eine Beziehung ein ewig andauernder Spaziergang im Sonnenschein ist. Irgendwann tauchen Wolken auf. Und egal wie unterschiedlich Paare auch ticken und agieren - die Reibungspunkte und Konfliktherde sind in den meisten Beziehungen ähnlich.

Wir verraten euch, welches die 5 häufigsten Beziehungsprobleme sind. Aber eben auch, wie ihr eine Lösung dafür findet oder (noch besser!) sie komplett vermeidet.

Das sind die häufigsten Beziehungsprobleme und ihre Lösung:

1. Finanzielle Sorgen

Warum: Es klingt so wahnsinnig unromantisch, es hat so wenig mit Gefühlen zu tun. Trotzdem sind Finanzen ein echtes Konfliktthema in Beziehungen. Wofür wird wie viel Geld ausgegeben, wer trägt mehr zum Haushalt bei, wer fühlt sich übervorteilt oder wer sieht seine Träume vom Eigenheim schwinden, weil der Partner in finanziellen Dingen einfach unfassbar ungeschickt ist...

Die Lösung: Es braucht klare Regeln, an die sich beide halten und die den Rahmen vorgeben. Dann entsteht kein Gefühl von Ungerechtigkeit. Vor allem große Ausgaben sollten langfristig geplant und ausgiebig besprochen werden, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Macht einen Plan, welche Ausgaben wann anstehen und wie ihr damit umgehen wollt. Wie sieht euer Monatsbudget aus? Teilt ihr Miete und Strom gerecht? Wie sieht es mit den Einkäufen im Supermarkt aus? Zahlt immer nur einer das Essen? Es hilft Diskussionen zu vermeiden, indem man hier ein wenig Gerechtigkeit und Übersicht schafft. Außerdem sollte jeder Partner auch bei einer gemeinsamen Haushaltskasse noch seinen eigenen finanziellen Spielraum behalten, über den er verfügen kann. Ohne Rechenschaft ablegen zu müssen.

2. Eifersucht

Warum: Das Warum muss man fast nicht erklären. Eifersüchtige Menschen wissen, wie sehr sie dieses Gefühl martert und welchen Keil es in eine Beziehung treibt. Partner, die mit einem chronisch Eifersüchtigen zusammen sind, leiden darunter, dass man ihnen nicht vertraut.

Die Lösung: Eifersucht hat oft mit einem geringen Selbstwertgefühl zu tun. Oft geht es auch darum, mehr Anerkennung oder die Sicherheit zu bekommen, dass man eine Alleinstellung hat. Wenn dein Partner furchtbar eifersüchtig ist, musst du ihn also in erster Linie in seinem Selbstbewusstsein stärken und deine Liebe zeigen. Auch der eifersüchtige Partner muss gegen das krankhafte Gefühl ankämpfen. Das gelingt am besten, wenn man die hässlichen Emotionen thematisiert, ehe man das Handy kontrolliert oder den Social Media-Account hackt. Erkläre deinem Partner, was und warum du es fühlst, anstatt ihn zu kontrollieren oder sonst etwas Argwöhnisches zu tun. Nur im Gespräch hat der Partner die Möglichkeit euch die Sorge zu nehmen und die Beziehung die Chance wieder ins Reine zu kommen.

3. Unlust

Warum: Nein, man kann nicht immer voller Leidenschaft übereinander herfallen. Irgendwann kommt der Alltag, irgendwann ist eine neue Netflix-Folge attraktiver als der eigene Partner. Wenn es aber zu sehr langen Pausen ohne Sex kommt, gibt es Probleme. Ein Partner hat Angst, nicht mehr zu genügen. Der andere vermisst die Streicheleinheiten.

Die Lösung: Versucht, die Stimmung wieder anzuheizen, indem ihr im Bett mal etwas anderes probiert. Wirklich: Schon alleine die Tatsache, dass man heute schönere Dessous trägt, macht etwas mit der eigenen Lust. Oder verabredet euch fix zum Sex. Ehrlich. Klingt technisch, schafft aber den Raum und die Zeit, sich wirklich einander zu widmen. Und vor allem: Sprecht darüber. Nicht vorwurfsvoll. Sondern ruhig und ohne zu dramatisieren. Vielleicht muss man das Thema nicht höher hängen, als nötig. Möglicherweise könnt ihr über die Qualität die fehlende Quantität wieder wettmachen.

4. Kommunikationslosigkeit

Warum: Über Gefühle zu sprechen ist nicht einfach. Man macht sich verletzlich, man weiß, dass auch Konfliktpotential darin steckt. Aber eine Beziehung ist vor allem auf Gefühlen aufgebaut, man darf also den Kontakt nicht verlieren. Forscher haben festgestellt, dass Beziehungen, in denen wenig miteinander gesprochen wird, am schnellsten scheitern.

Die Lösung: Wenn euch Sprechen schwer fällt: Versucht es einmal mit Schreiben. Manche Gefühle und Emotionen, die zum Beispiel im Rahmen eines Streits hochkochen und in destruktivem Angriff und Gegenangriff enden, lassen sich auf Blatt Papier überlegter zusammenfassen. Das kann ein guter Anfang sein, um einen emotionalen Input in die Beziehung zu bringen.

5. Haushalt

Warum: Er bringt den Müll nicht runter, sie ordnet ihre Unterlagen nicht. Er lässt seine Socken liegen, sie muss immer den Einkauf machen. Kleinigkeiten. Aber irgendwann nerven sie. Irgendwann will man, dass der Partner mehr macht. Oder Dinge anders macht.

Die Lösung: Es ist völlig normal, dass zwei Menschen ein unterschiedliches Verständnis von Sauberkeit und Ordnung haben. Die gute Nachricht: Das muss zu keinem Wahnsinns-Problem werden. Denn oft geht es gar nicht so sehr um die Sauberkeit selbst, als viel mehr um das Gefühl von Wertschätzung und Dankbarkeit. Ein paar freundliche Worte des Danks (und zwar regelmässig und ernst gemeint) können den Stressfaktor Haushalt oft schon entschärfen. Außerdem könnt ihr einfach eine Pflichtenliste führen. Dann weiß jeder, was seine Aufgabe ist.