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Oh no! So schädlich ist Binge-Watching!

Wiewaswo? Acht Stunden "Suits" am Stück soll schädlich sein? Tatsache: 5 wissenschaftlich geprüfte Gründe, warum Binge-Watching gar nicht gut für dich ist.


Oh no! So schädlich ist Binge-Watching!
© iStockphoto

Du kennst das. Und, hey, wenn du es nicht kennst: Dann fang' mal an einem Sonntag Nachmittag mit "Suits" auf Netflix an. Oder mit "Narcos", oder "Ray Donovan" oder "Orange is the new Black" oder "House of Cards" oder .... Gott. Warum gibt es so viele tolle Serien? Auf die man so richtig reinkippt? Nicht mehr aufhören kann, sechs bis sieben Stunden vergehen im Nu, wenn der Plot spannend und/oder der Hauptdarsteller ansehnlich ist.

Nur leider, leider: Binge-Watching ist gar nicht gut für dich. Nicht, weil deine Augen viereckig vom vielen Fernsehen werden (auch wenn dir deine Mama das früher immer erzählt hat). Aber tatsächlich gibt es fünf wissenschaftlich verifizierte Gründe, warum das Dauerglotzen schädlich ist.

Binge-Watching schadet deinem Schlaf

Aber nicht, weil du bis in die Puppen vor dem Kastl hängst und deswegen zu wenig Schlaf bekommst (oder besser: nicht nur!). Eine Studie der Universität von Ohio ergab, dass mehr als ein Drittel der befragten Binge-Watcher nach einem langen Serienabend unter Schlafstörungen litten. Und mehr noch: Je häufiger sie dem Binge-Watching fröhnten, desto schlechter war ihr Schlaf generell.

Binge-Watching macht frustriert

Dinge, die wir eigentlich nicht wissen wollen. Weil, meine Lieben: wie oft haben wir uns bereits im Falle von Liebeskummer mit einer Familienpackung Oreos vor dem Fernseher geparkt, geheult und geschluchzt und gehofft, dass uns irgendeine Serie aus unserem mentalen Elend erlöst? Eben. Und jetzt erklären Forscher, dass Binge-Watching sich gar nicht gut auswirkt. Kathrin Weeler von der Georgia Southern State Universität konnte in einer Studie nachweisen, dass Menschen, die Binge-Watching lieben, eher unter Depressionen und Angstzuständen leiden.

Es wird nicht lustiger, je länger du schaust

"Es macht aber viel mehr Spaß, je länger ich schaue!" – Ha! Bildest du dir das auch ein? Odeer nutzt es als Argument, um deine Serien-Sucht zu rechtfertigen? Sorry, leider liegst du damit falsch. Binge-Watching macht sogar erwiesenermaßen weniger Freude, wenn wir uns viele Staffeln einer Serie hintereinander ansehen. Das zumindest erforschten die Psychologen Matthew Pittman und Kim Sheehan von der Universität Oregon in dieser Studie: Jede neue Folge ist wie eine Goodie für unser Belohnungszentrum unseres Gehirns. Wenn das Goodie aber gleich bleibt, jedoch die Frequenz erhöht wird, dann kommt es zu einem Abstumpfungseffekt. Es ist dann nicht mehr "DIE" Serie, sondern halt einfach nur mehr eine Serie. Was hilft? Serien-Diät.

Du verknallst dich in den Helden

Äh, das soll Wissenschaft sein? Ja. Raj Devasagayam vom Siena College in New York untersuchte unseren Serienkonsum. Und kam in seiner Befragung zu dem Schluß, dass bereits 60% aller Binge-Watcher bereits einmal eine emotional einseitige Beziehung zu einer Serienfigur geführt haben. Na sowas. PS: ICH LIEBE DICH, Harvey Specter!

Binge-Watching hält dich von deiner Arbeit ab

Dafür bräuchten wir eigentlich keine Wissenschaft, das war uns längst klar. Weil aber alles erforscht wird, liefern wir dir auch hier den Nachweis: in einer Studie der Florida State University gaben 60% der Studierenden an, dass sie wegen ihres Netflix- oder Amazon-Prime-Konsums weniger Zeit für ihre Aufgaben hätten.

Thema: Kino & TV

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