Ressort
Du befindest dich hier:

Bio? Logisch? Gut für die Haare

Die Haare mit pflanzlichen Farben colorieren, eine Frisur mit Zucker festigen und die Mähne mit Tonerde auswaschen - all das macht Naturkosmetik möglich. Im Gegensatz zu konventioneller Pflege wird hier auf Silikone, Weichmacher und andere chemische Zutaten verzichtet.

von

Natürlich schön: Haare
© iStockphoto.com

Wer von einer gängigen Hair-Care zum Natur-Programm umsteigt, merkt es oft gleich am Anfang: Da sich Silikone wie ein Film über das strapazierte Haar legen und es sofort weicher und leichter kämmbar machen, ist dieser Effekt leider plötzlich futsch! Die Mähne fühlt sich in den ersten Wochen des Umstiegs doch etwas rauer an und wirkt total glanzlos. Daher heißt es nun: Ruhe bewahren und weiter am Ball bleiben - nach einiger Zeit ist das Haar auch mit Bio-Haircare seidig.

Wer vor allem mit wenig Volumen zu kämpfen hat, könnte mit einem "grünen" Shampoo sogar die ersehnte Lösung finden, da sich manche chemische Weichmacher auf dem Haar festsetzen und es beschweren können. Aber Achtung, wenn du eine Gluten-Unverträglichkeit hast: Auch in Green-Beauty kann Klebereiweiß vorhanden sein, etwa als Weizenprotein in der Spülung oder in Duschgels & Lipsticks.

Wie bei einem Shampoo, Conditioner oder der Haarkur gibt es auch beim Styling genügend natürliche Alternativen. In Haarwachs, -Sprays oder -Lack sind in gängigen Produkten die sogenannten "Polymere" (Kunstharze) die Hauptakteure. Beim natürlichen Pendant sind diese ersetzt durch Zucker, Salz oder Schellack und fixieren so jede Hochsteckfrisur prima. Für eine glänzende Mähne massiert man einfach Mandel- oder Jojobaöl in die Haarlängen.

Falls du neugierig geworden bist und Naturkosmetik erst einmal testen willst: Wirf einfach einen Blick in dein Küchenregal (siehe dazu auch unsere DIY-Story im aktuellen WOMAN-Magazin Nr. 16/2016 auf Seite 70). Nuss-, Pflanzen- und vor allem Kokosöl sind ideal, um trockenem Haar eine Extrapflege zu gönnen. Diese leicht erwärmen, einmassieren und - in ein schützendes Handtuch gewickelt - damit schlafen (am Morgen ausspülen). Der Hitze-Effekt sorgt dafür, dass die Öl-Wirkstoffe besser eindringen und die Mähne genährt ist.

Sehr gut geeignete Pflege-Kuren sind außerdem zerdrückte Avocados oder Mangos und Bananen - die machen seidig-weiches Haar und kosten fast nix! Na, Lust auf Natur pur bekommen?

Thema: Haare