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Biologisch, logisch? Ö3-Weckerlady Daniela Zeller im WOMAN-Gesund-Interview

Ö3-Weckerlady und Kommunikationstrainerin Daniela Zeller spricht im Interview über ihr erstes Mal bei Bio-Produkten und die Gradwanderung zwischen gesund und ungesund.


Biologisch, logisch? Ö3-Weckerlady Daniela Zeller im WOMAN-Gesund-Interview
© privat

Bio ist in, das weiß auch Ö3-Moderatorin Daniele Zeller. Die 33-Jährige gehört schon lange zur Fangemeinde. Warum verrät sie im WOMAN-Interview.

WOMAN: Können Sie sich noch an Ihr erstes Mal Bio erinnern?

Zeller: Ja! Das waren Bio Äpfel vom Bauernmarkt! Auch als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, gab es oft Bio-Käse, Bio-Fleisch, Brot vom Biobauernhof,…

WOMAN: Warum greifen Sie beim Einkaufen zu Bio-Ware?

Zeller: Ich bin der festen Überzeugung, dass die Natur nur dann gut zu uns ist, wenn wir gut zur Natur sind. Wir sind nicht die letzten Menschen auf der Erde, also ist es unsere Pflicht, darauf zu achten, dass auch diejenigen nach uns einen gesunden und prachtvollen Planeten vorfinden. Außerdem möchte ich – ganz banal ausgedrückt kein Gift über meine Lebensmittel aufnehmen und es ist mir wichtig zu wissen, dass mein Essen ohne Gentechnik gewachsen ist. Und: Bio – Obst und Gemüse schmeckt wesentlich besser!

WOMAN: Muss bei Ihnen alles Bio sein?

Zeller: Wenn ich die Wahl zwischen einem herkömmlichen (Nicht Bio-) Produkt und einem Bio-Produkt habe, greife ich immer zum Bio-Produkt. Ist diese Option nicht vorhanden, kaufe ich auch andere Lebensmittel und Dinge für den Haushalt. Beispiel Waschmittel: ich bevorzuge ökologische Waschmittel, komme aber manchmal nicht in einen Supermarkt, der diese anbietet…

WOMAN: Was, wenn Sie zum Essen eingeladen sind und das servierte Essen ist alles andere als Bio?

Zeller: Dann esse ich es, lasse aber zum Beispiel das Hühnerfleisch weg. Ich finde die Vorstellung, ein Huhn, das in einer Legebatterie aufgewachsen ist, zu essen, schlichtweg ekelhaft. Dasselbe gilt für Schweinefleisch.

WOMAN: Merken Sie, ob Sie Bio gegessen haben oder nicht?

Zeller: Nicht direkt, ob ich Bio oder nicht Bio gegessen haben. Ich merke aber sehr wohl, ob ich frische Sachen gegessen habe oder konservierte.

WOMAN: Sie moderieren den Ö3 Wecker – wann müssen Sie täglich dafür aufstehen?

Zeller: Um Punkt 3.20 läutet mein Wecker. Um 3.25 krieche ich aus dem Bett.

WOMAN: Sie verstoßen damit gegen sämtliche Regeln der Chronobiologie, also der inneren Uhr des Körpers. Wie machen Sie das wieder gut?

Zeller: Ich rauche nicht, trinke fast keinen Alkohol - vielleicht mal ein Achterl Wein im Monat, das war es. Ich esse maximal zwei Mal in der Woche zu Abend, esse kein weißes Mehl, trinke jeden Tag ein ziemlich teures Brausepräparat, welches das Immunsystem unterstützt, gehe zwei bis drei Mal in der Woche zum Yoga, esse Obst und Gemüse und gehe um spätestens 21 Uhr schlafen. Und: Ich habe einen Riesenspaß bei der Arbeit und habe an den meisten Tagen das Gefühl, einen erfüllten und guten Tag hinter mir zu haben. Ich habe mittlerweile auch gelernt, mich nicht über Dinge zu ärgern, die ich ohnehin nicht ändern kann. Es geht nämlich nicht nur darum, was wir essen, sondern vielmehr auch darum, was uns auffrisst!!

WOMAN: Hört sich gut an. Wie dürfen wir uns dann einen klassischen Tag im Leben von Daniela Zeller vorstellen?

Zeller: Ich stehe um 3.25 auf, treffe um 4.45 am Sender ein. Von 4.45 bis 5 Uhr haben wir Sitzung und besprechen noch einmal grob die Sendung. Während dieser Sitzung frühstücke ich: Es gibt Roggenbrot mit Butter und Marmelade oder Roggenbrot mit Tartex, einem Aufstrich. Danach Obst und eine Tasse Ingwertee. Von 5 Uhr bis 9 Uhr ist die Sendung. Ich trinke während der Sendung ca. einen Liter stilles Wasser.

WOMAN: Wie geht es weiter?

Zeller: Von 9.45 bis ca. 11 Uhr gibt es Feedback zur Sendung des Tages und die des nächsten Tages wird besprochen. Danach fahre ich in mein zweites Büro, ich arbeite ja auch als Trainerin für Stimme, Sprechen und Präsentation. Meistens kommen ab Mittag meine KundInnen zum Training. Manchmal halte ich am späten Nachmittag oder am Abend Vorträge und Workshops und dazwischen erledige ich meine E-Mails, arbeite an Skripten, und denke über Projekte nach. Mein Arbeitstag endet selten vor 18 Uhr. Nach der Arbeit gehe ich zum Yoga, danach falle ich erst in die Badewanne und letztendlich ins Bett. Freunde treffe ich hauptsächlich am Wochenende oder in der Mittagspause oder bei der Arbeit.

Redaktion: Eva Jankl