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Was tun bei Blasenentzündung?

Leider leiden wir Frauen allzu oft an dieser unangenehmen Entzündung, die sich durch ständiges Toilette-Aufsuchen sowie Brennen beim Wasserlassen bemerkbar macht. Wir verraten wieso und was du dagegen tun kannst!

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Blasenentzündung
© gpointstudio/ iStock/ Thinkstock

Hatte man sie einmal, erkennt man sie bei erneutem ungebetenen Besuch bedauerlicherweise sofort wieder: die Blasenentzündung. Dauernd hat man das Gefühl, auf die Toilette zu müssen, aber es tröpfelt dann nur aus einem heraus. Und jeder Tropfen brennt und ist schmerzhaft. Herzlichen Glückwunsch! Auch du gehörst zu den Personen, die damit "gesegnet" sind - wie übrigens fast jede Frau mehrfach im Leben.

Männer bleiben oftmals davon verschont - außer im fortgeschrittenem Alter. Aber warum ist das so? Der häufigste Auslöser für einen Harnwegsinfekt sind Bakterien, die wir bereits mit uns herumschleppen: Diese gelangen manchmal vom Darmausgang in die Harnwege, vermehren sich dort und so entstehen die unangenehmen Symptome. Bei Frauen sind Darmausgang und Harnwege anatomisch weitaus näher als bei den Herren und damit ist die Häufigkeit zu erklären.

Was kann ich tun, um eine Blasenentzündung zu verhindern?

Eine gesunde Scheidenflora sorgt dafür, dass unerwünschte Bakterien nicht wandern oder sich ausbreiten können. Übertriebene Hygiene und vor allem die Anwendung von Seifen oder Waschgels im Genitalbereich können den natürlichen Schutzmantel aus dem Gleichgewicht bringen und so die Erkrankung begünstigen.

Eine regelmäßige Durchspülung der Blase sowie der Harnwege verringert die Gefahr der Vermehrung von Keimen. Zwei Liter Flüssigkeit am Tag helfen dabei.

Auf der Toilette sollte frau sich immer von der Scheide in Richtung After abtrocknen und säubern.

Nach dem Geschlechtsverkehr sollte die Blase ebenso geleert werden, um die sogenannte Honeymoon-Cystitis zu verhindern, die nach sexueller Aktivität auftreten kann.

Was kann ich tun, um eine Blasenentzündung los zu werden?

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Das Wichtigste: Trinken, trinken und nochmals trinken: 2 bis 3 Liter, wobei es im Prinzip egal ist, welche Flüssigkeit. So können die Keime relativ rasch wieder ausgespült werden.

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Die Ausnahme von der Regel: Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee oder stark zuckerhaltige Getränke können die Blase reizen und sollen besser gemieden werden.

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Ideal ist hingegen ein sogenannter Blasentee aus der Apotheke. Dessen natürliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Brennnessel, Hagebutte, Bärentrauben- oder Birkenblätter haben zusätzlich eine desinfizierende Wirkung.

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Zusammenzwicken ist nicht "erlaubt", da die Blase sooft wie möglich entleert werden soll.

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Die Körpermitte sollte warm gehalten werden, etwa durch speziellen Nierenschutz oder durch Wärmeflasche am Bauch.

Dauern die Beschwerden länger als 4 Tage an, kommt Fieber hinzu oder Verfärbungen des Urins, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.