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Bleaching: Das musst du wissen!

Du willst weißere Zähne und überlegst, sie dir bleichen zu lassen? Von Kosten, Schmerzen und Haltbarkeit: Was du übers Bleaching wissen musst.

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Bleaching: Das musst du wissen!
© iStockphoto

Die Zähne verfärben sich, das können wir leider nicht verhindern. Außer, wir essen nie wieder Tomaten, trinken keinen Tee oder Kaffee mehr und vermeiden auch sonst alles, was irgendwie zu Zahnverfärbungen führen kann. Ein Teil ist übrigens auch Veranlagung, die Zahnfarbe ist genetisch festgelegt. Es kann also auch ein Nichtraucher, der nie ein Glas Rotwein angerührt hat, gelblich verfärbte Zähne bekommen.

Hübsch ist das natürlich nicht. Du wünscht dir also weißere Zähne und ziehst ein Bleaching in Erwägung. Die Zähne bleichen zu lassen ist heute keine große Sache mehr, kostet auch nicht mehr so viel und ist auch wesentlich schonender als noch vor ein paar Jahren. Bevor du aber einen Bleaching-Termin buchst, haben wir noch ein paar Hinweise für dich.

1. Wie funktioniert ein Bleaching?

Eigentlich ähnlich wie das Färben von Haaren. Das "Bleaching" ist ein Bleichprozess. Zunächst wird Bleichpaste (meistens Carbamiperoxid) auf die Zähne aufgetragen. Damit das Bleichmittel nicht durch den Speichel verdünnt wird, verwendet man meistens Gel. Das Mittel dringt in die äußere Schicht des Zahnschmelz ein und hellt die dort eingelagerten Farbpigmente auf. Je länger die Bleichpaste auf den Zähnen bleibt, desto intensiver ist die Aufhellung.

2. Kann jeder seine Zähne bleichen?

Njein. Wenn du sehr empfindliche Zähne hast, etwa weil der Zahnschmelz bereits abgetragen ist, oder du unter Zahnfleischproblemen leidest, dann ist ein Bleaching eher nichts für dich. Es gibt aber mittlerweile sehr verträgliche und sanfte Home-Bleachings, die du beim Zahnarzt bekommst (hier unser Opalescence-Test). Dein Zahnarzt kann auch bestimmen, ob du dafür geeignet bist. Vorher solltest du auch abklären, ob du eine Allergie auf einen Inhaltsstoff im Bleichgel hast. Schwangere und Stillende sollten ohnedies verzichten. Füllungen, Kronen und Brücken lassen sich durch das Bleaching nicht bleichen und müssen für ein perfektes Ergebnis in den richtigen Farbton ausgetauscht werden.

3. Welche Bleaching-Methoden gibt es?

Es gibt gar nicht so wenige Bleaching-Methoden. Beim Zahnarzt kannst du dir einen Termin vereinbaren. Dir werden entweder in der Praxis die Zähne gebleicht – oder du bekommst eine an deine Zähne angepasste Schiene, mit der du deine Zähne zuhause bleacht. Die Heimbehandlung muss meist über mehrere Tage erfolgen. Dazu gibt es natürlich Zahnaufhellungsstreifen, Bleaching-Stifte und -Sets, die du im Drogeriemarkt oder Internet kaufen kannst. Zusätzlich gibt es mittlerweile etliche "Bleaching-Bars" (hier der Pure Smile-Bar-Test und der HiSmile-Test) , in denen du unter UV-Licht das Gel bis zu eine Stunde lang einwirken lässt. Die Preise dafür sind sehr günstig, die Aufhellung ist aber nicht so intensiv wie beim Zahnarzt. WICHTIG: Vor einem Bleaching solltest du zur Mundhygiene, damit der Effekt wirklich schön wird.

4. Wie lange hält ein Bleaching?

Das lässt sich nicht eindeutig sagen. Es hängt nämlich nicht nur von der Bleaching-Methode selbst, sondern vor allem von deinem Lebensstil ab. Wenn du rauchst, viel Kaffee, schwarzen Tee und Rotwein trinkst, dann werden sich deine Zähne auch schneller wieder verfärben.

5. Tut ein Bleaching weh?

Die Methode selbst nicht (es kann aber sein, dass man die Schiene oder das lange Öffnen des Mundes unter der UV-Bestrahlung etwas unangenehm findet). Was allerdings in den ersten drei Tagen nach dem Bleaching passieren kann: Deine Zähne sind empfindlicher und reagieren stärker auf Wärme, Kälte oder Süßes. Deshalb die Zähne nach dem Bleaching am besten mit einer remineralisierenden, den Zahnschmelz stärkenden Zahnpasta pflegen.

6. Was muss ich nach dem Bleaching beachten?

In den ersten drei Tagen nach der Zahnaufhellung solltest du eine "weiße Diät" halten. Verfärbende Lebensmittel (auch Curry oder Pasta-Saucen) sind tabu. Trinke am besten Wasser, Hühnchen, Reis, helles Gemüse oder Fisch sind jetzt die optimalen Lebensmittel. Nach drei Tagen kannst du wieder völlig normal essen.

7. Wie viel kostet das Zähnebleichen beim Zahnarzt?

Das kommt ganz darauf an, für welche Anwendung du dich entschieden hast. Ein Home-Bleaching mit individuell für dich angefertigten Schienen kostet je nach Aufwand der Schienen-Herstellung zwischen 300 und 500 €. Ein Office Bleaching beim Zahnarzt kostet zwischen 150 und 600 € (je nach Intensität und Dauer). In Bleaching-Bars kommt die Zahnaufhellung auf etwa 90 € für eine Stunde – meist werden aber auch sehr gute Rabatt-Aktionen angeboten.

8. Gibt es Hausmittel, die die Zähne aufhellen?

Ja. Hier beschreiben wir, wie du mit Kurkuma die Zähne aufhellst. Auch Backpulver kann helfen. Allerdings: Allzu oft solltest du diese Hausmittel nicht anwenden, denn auch durch sie können die Zähne angegriffen werden. Und: Sie sind natürlich nicht so effektiv wie ein Bleaching vom Profi.

Thema: Zähne