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Blogger-Porträt: Collected by Katja

Erst seit November des Vorjahres bloggt Werberin Katja unter Fashion. Wir plauderten mit ihr über Stil – und die Trends 2012.


  • Seit November unter CollectedbyKatja.com aktiv: Modebloggerin Katja.

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Die 33-jährige Wienerin Katja zählt zu den Newcomern der österreichischen Modeblogger-Szene. Erst vor wenigen Monaten hat sie ihren Blog gestartet, um jede Woche neue Fashion-Themen (Katja nennt sie "collections") vorzustellen. "Viele Bloggerinnen sind in den 20ern, was sich in ihrem Stil und in ihren Outfits widerspiegelt. Ich bin knapp 34 Jahre alt – da interpretiert man Mode anders." Das möchte sie mit Fashionistas aus Österreich und der ganzen Welt teilen (deshalb sind die Blog-Beiträge sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfasst).

Wir plauderten mit Katja über das Bloggen, Stilgefühl und Trends, die 2013 für Furore in ihrem Kleiderschrank sorgen werden.

WOMAN: Woher kommt dein großes Interesse für Mode?

Katja: Mode und Ästhetik haben bereits in meiner Kindheit eine große Rolle gespielt. Bei drei Frauen in der Familie liegt das auf der Hand. So habe ich bereits als kleines Mädchen Mode- und Lifestylezeitschriften verschlungen. Meine Mama nähte uns die Kleidung oftmals selbst – Inspirationsquelle waren die Zeitschriften. Das Interesse für Mode ist geblieben, der Mutter-Töchter-Partnerlook zum Glück nicht...

WOMAN: Hast du Stil-Vorbilder, die dich beeinflussen?

Katja: Vorbilder sind zeitlose Fashion-Ikonen wie Jacky Kennedy und modemutige Avantgardisten wie Anna Dello Russo . Menschen, die ihren ganz persönlichen und authentischen Stil gefunden haben. Aber auch die Natur, Kunst, Architektur, Andersartiges, Überraschendes, Formen & Farben inspirieren mich. Dies ist mitunter ein Grund, meinen Blog „collected by Katja“ zu nennen. Ich poste Outfits, die ich über Jahre gesammelt habe und ergänze sie mit Neuem. Denn Stil hat für mich nichts mit dem sinnlosen Aufkaufen sämtlicher Trends zu tun, sondern dem bewussten Kombinieren von Alt & Neu und dem Erstellen seiner ganz persönlichen „Kollektion“.

WOMAN: Du arbeitest in der Werbebranche. Bist du im Job auch immer perfekt gekleidet – oder dürfen es auch mal Jeans und Schlabber-Shirt sein?

Katja: Der Vorteil an der Werbebranche ist, dass es keine strikten Dresscodes gibt. Meine Looks sind daher sehr unterschiedlich – je nach Stimmung, aber auch angepasst an den jeweiligen Tagesplan. Wenn ich einen Workshop mit einem Kunden aus dem NGO-Bereich habe kleide ich mich anders, als bei einer Presseveranstaltung für einen Konzern. Wenn ich keine Termine habe, kleide ich mich auch mal leger, aber in Jeans und Schlabbershirt sitze ich trotzdem nie im Büro.

WOMAN: Wie würdest du deinen Style beschreiben?

Katja: Moderne Eleganz gemischt mit urbanen Trends – ein stylischer Wiener Look. Ich probiere gerne Neues aus, bleibe mir aber immer treu. Ich mag Stilbrüche und unerwartete Kombinationen, aber in meinen Outfits findet sich immer ein „roter Faden“. Denn abgestimmte Farben und Accessoires veredeln jedes Outfit. Wenn ich Jeans trage, dann kombiniere ich dazu elegante und auffällige Accessoires. Wenn ich eine klassische Hose trage, darf es auch ein Ledertop dazu sein.

WOMAN: Wenn du dich für EIN Outfit entscheiden müsstest – welches wäre das?

Katja: Ich habe mal einen Satz gelesen, den ich sehr passend finde: „My room was clean. But then I had to decide what to wear.“

WOMAN: Das perfekte Outfit für ein Date?

Katja: Ein Outfit ist für mich perfekt, wenn es die eigene Persönlichkeit unterstreicht, wenn man sich darin wohl fühlt und dadurch Zufriedenheit und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Je nach Location und Anlass würde ich bei einem Date ein schlichtes peplum dress (Schößchenkleid) tragen, dazu High Heels und Clutch – oder eine Lederröhre mit Booties, langer Chiffonbluse und oversized Blazer. Fürs Büro einen Bleistiftrock aus Leder, dazu einen dünnen Pullover und eine (fake) Fur-Weste.

WOMAN: Welche Teile gehören deiner Ansicht nach in jeden Kleiderschrank?

Katja: All time favourites, die nie aus der Mode kommen, sind für mich ein kleines Schwarzes , Jeans (straight leg, keine Waschung), Zigarettenhose, weiße Bluse, weißes T-shirt, schwarzer Blazer, Bleistiftrock, Rollkragenbody – und natürlich schwarze High Heels und eine Clutch.

WOMAN: Wenn du wählen müsstest: Designer –oder H&M?

Katja: Ich mixe nicht nur die unterschiedlichsten Trends, sondern auch Designer und Marken. Bei den gängigen Modeketten wie Zara , Mango , H&M oder Forever21 kaufe ich genau so gerne ein, wie in unbekannten Boutiquen oder bei Designern. Prinzipiell halte ich mich an die altbewährte Regel, bei langlebigen Klassikern und zeitlosen Accessoires vordergründig auf Qualität und nicht den Preis zu achten. Daher investiere ich in Klassiker wie Handtaschen von Prada oder Furla, einen Trenchcoat von Burberry oder Schmuck von Swarovski.

WOMAN: Du hast deinen Stil bereits gefunden. Welchen Tipp würdest du Frauen geben, die noch immer nicht genau wissen, welcher Look am besten zu ihnen passt?

Katja: Danke für das Kompliment! Am besten mit offenen Augen durch die Welt gehen, sich Inspirationen und Stilvorbilder in Zeitschriften und Blogs suchen. Meine konkreten Tipps: Entweder mit einer ehrlichen Freundin, die ein gutes Stilempfinden besitzt, shoppen gehen und sich beraten lassen. Oder: Sich an stilvollen Frauen orientieren, die dem eigenen Alter und der Figur nahe sind.

WOMAN: Auf welches Teil in deinem Kleiderschrank könntest du nicht verzichten?

Katja: Da gibt es einiges – wie meinen Burberry -Trenchcoat, aber auch Schmuck oder Kleidung mit hoher immaterieller Bedeutung. Beispielsweise Schmuck aus dem Gold-Souk von Dubai, den ich von meinem verstorbenen Papa vor ca. 20 Jahren geschenkt bekommen habe.

WOMAN: Abschließend: Auf welche Trends 2013 freust du dich – und was wirst du auslassen?

Katja: 2013 freue ich mich wieder mal besonders auf die Pastellfarben, Blumen und den 60er Trend im Frühling. Aber auch auf die Farbe Weiß und Knallfarben wie Tangerine im Sommer, die Fortsetzung des Schößchen-Hypes und grafische Muster bzw. Prints wie Tapetenmuster – letzteres aber nicht all over. Trends wie Metallicfarben , Neon, Rüschen oder transparente Stoffe werde ich nur sehr reduziert einsetzen. Den überdimensionierten Volume-Mänteln von Miu Miu oder Prada kann ich nichts abgewinnen, auch den PVC-Trend werde ich wohl komplett auslassen und stattdessen lieber ins Fitnesscenter gehen, um zu schwitzen ...

Mehr von Katja gibt es unter Streetstyle WOMAN oder unter collected by Katja .

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