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Stammzellen: Vermutlich wird das Bohren beim Zahnarzt bald der Vergangenheit angehören

Bleibt uns künftig das Bohren beim Zahnarzt / der Zahnärztin erspart? Wie es aussieht, dürften Stammzellen bald unser aller Rettung sein.

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Stammzellen: Vermutlich wird das Bohren beim Zahnarzt bald der Vergangenheit angehören
© iStock

Ich glaube recht zu haben, wenn ich sage: Es ist der Horror – der Zahnbohrer versetzt uns bereits im Warteraum in Angst und Schrecken. Was für ein erleichterndes Gefühl, wenn der Arzt oder die Ärztin den Satz "Sie können gehen, alles in Ordnung" ausspricht und man dieses Mal vom Bohren verschont bleibt. Das könnte aber bald unser aller Zukunft sein. Forschende haben nun Untersuchungen unternommen, um mit Hilfe von Stammzellen das Zahngewebe zu erneuern. Mit Erfolg, wie die Versuche bei Mäusen zeigten.

Zahnreparatur: Einsatz von Stammzellen erprobt

Das ForscherInnen-Team des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden und ein internationales ForscherInnen-Team machten sich die Stammzellen der Frontzähne von Mäusen zunutze. Diese wachsen im Laufe des Lebens der Mäuse immer weiter und tragen zur Bildung von Dentin bei, dem Hartgewebe des Zahns. Karies oder auch Verletzungen der Zähne könnten durch die Bildung neuer Zellen bzw. durch die Regeneration des Zahns wieder geheilt werden.

Stammzellen der Mäuse im Labor vermehrt

Die Zellen, die die Forschenden entdeckt haben, nennen sich Stromazellen. "Die Entdeckung dieser neuen Population von Stromazellen war sehr spannend und hat enormes Potenzial in der regenerativen Medizin", erklärt Denis Corbeil, einer der AutorInnen der Studie. Für die Anwendung am Menschen sind jedoch weitere Studien nötig.