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Bomberjacke: ein Trend, wo Skinheads auf Blumenmuster treffen?

Die Bomberjacke: ein Trend, der mich anfangs erschaudern ließ und nun Begeisterung auslöst. Aber aus anderen Gründen, als man vielleicht vermutet!

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Bomberjacken
© Zara/ Asos / Bershka

Trends sind schon etwas Eigenartiges: Beim ersten Anblick schüttelt man oft irritiert den Kopf, aber dann sieht man immer wieder, immer neue Bilder, Outfits und Modelle der neuen (oder einfach neu aufgelegten) Modeidee und auf einmal hat sich im Kopf etwas verschoben und man kann dem einst belächelten Trend auf einmal nicht mehr widerstehen. So ähnlich erging es mir beim Bomberjacken-Trend. Demselben entkommt man derzeit kaum und dank all der blumigen und frühlingshaften Modelle, will ich jetzt auf einmal auch unbedingt eine!

Warum ich der Bomberjacke jedoch zuvor nichts abgewinnen konnte

Viele Kleidungsstücke verbindet man mit bestimmten gesellschaftlichen oder politischen Strömungen: So wurde diese Art der Fliegerjacke noch bis in die 90er Jahre vornehmlich mit rechtsradikalen Skinheads assoziiert, gemeinsam mit kahl rasiertem Kopf sowie Springerstiefeln. Und das war bisher eben stets mein erster Gedanke beim Anblick einer Bomberjacke.

Aber umso schöner ist es nun eigentlich, dass dieses Sinnbild der tumben Männlichkeit komplett feminisiert und neu interpretiert wird. Denn die Bomberjacke feiert ihren trendigen Siegeszug ja aufgrund der fröhlichen Prints und der sanften Pastellfarben. Und warum sollten wir ein ja überaus praktisches Kleidungsstück einfach mehr als fragwürdigen Gruppierungen überlassen?

Thema: Trends