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Diese kleine Stadt in Italien bezahlt dich, wenn du hinziehst

Träumst du auch manchmal vom einfachen Leben in einer kleinen italienischen Stadt? Der Bürgermeister dieses Dorfs will dich dafür sogar bezahlen...

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Diese kleine Stadt in Italien bezahlt dich, wenn du hinziehst
© Instagram/MargoandMe

Manchmal stellen wir uns vor, dass es vielleicht da draußen ein besseres Leben gäbe. Ohne diesen Stress, ohne diese Hektik, abseits des extremen Konsums. Nur wir, unser Liebster, vielleicht ein paar Tiere in einem kleinen Dorf an der italienischen Küste. Keine Shoppingcenter, kein Verkehr, ein Rückzug an einen malerischen Ort, wo das Leben einfacher und beschaulicher ist...

Und just, als wir gerade wieder ein wenig unsere Ausstiegsszenarien wälzen und idealisieren, unterbreitet uns der Bürgermeister des kleinen Dorfes Bormida im Nordwesten Italiens ein verlockendes Angebot: Er zahlt jedem Menschen, der sich neu in dem Ort in Ligurien ansiedelt, eine Prämie von 2.100,- Euro!

2.100 Euro dafür, dass du in ein Mini-Dorf in Italien ziehst

Das Bare ist aber nicht das einzige Lockmittel: Bormida bietet Häuser um eine läppische Miete von 50,- bis 130,- Euro pro Monat an. Jetzt haben wir zwar eine ziemliche Matheschwäche, aber unsere Berechnungen ergeben: Bei diesem Preis kannst du in dem 349-Seelen-Örtchen alleine von der Umsiedelungs-Prämie für 42 Monate deine Miete zahlen.

Wenn du dich jetzt fragst: "Wie lange kann ich es in Bormida aushalten?", dann haben wir folgende Infos für dich: Der Ort liegt auf einer Anhöhe rund 1.000 Meter Luftlinie vom Meer entfernt, die Durchschnittstemperatur beträgt 26 Grad. Dazu ist Bormida von Berggipfeln wie dem Settipani (1.386 Meter) oder dem Ronco di Maglio (1.108 Meter) umgeben.

Es gibt Ziegen, Wälder, eine Kirche und vier Restaurants und "sehr gute Luft", wie der Bürgermeister dem britischen Guardian gegenüber anpreist.

Nur: In Bormida gibt es weder Männer noch junge Leute. Denn genau das ist das Problem des ligurischen Örtchens. Die Jungen zieht es zum Studium oder zur Arbeit in die Stadt. Wenn es so weiter geht, leben bald gar keine Menschen mehr in Bormida, so die Befürchtung des Bürgermeisters. Es könnte also ein wenig langweilig werden, zumal es auch keine Jobs gibt. "Bei uns gibt es keinen Stress," formuliert es der Bürgermeister Daniele Galliano positiver – und fast hätten wir zu weinen begonnen und unsere Taschen gepackt. Aber nur fast....

Denn nach dem riesigen Medien-Echo (und vermutlich einem Anpfiff durch die Provinzverwaltung Liguriens) korrigiert Galliano seine Aussage und schreibt nun auf Facebook: „Dies wird mein letzter Post sein und ich hoffe, dass ich Klarheit schaffen kann. Mein Angebot war an die Liguria-Region gerichtet, mit der ich im Kontakt stehe und sollte nur auf nationale Ebene ausgeweitet werden.“

„Die Nachricht wurde falsch berichtet und hat ein weltweites Publikum erreicht. Italien ist ein wunderschönes Land, aber leider befinden wir uns in einer Wirtschaftskrise. Derzeit folgen mir über 17.000 Menschen und es ist leider nicht möglich, allen zu helfen. Trotzdem vielen Dank für euer Interesse.“ Der anpreisende Post ist mittlerweile gelöscht.

Thema: Reise

Kommentare

Mara Ezzat

i would like to know which is the age range to be accepted? should we speak italian? there are jobs there?