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Botox gegen Schwitzen

Ob wegen Hitze oder Seelenstress: Spritzen mit Botox (Botulinumtoxin) gelten als neuer Hit, der übermäßiges Schwitzen stoppen kann. Alles über die Injektion gegen Transpiration.

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Frau hebt ihren Arm und zeigt ihre Achsel

Monatelang "trocken" – das verspricht eine Botox-Injektion

© Thinkstock

Ein paar Spritzen in die betroffenen Zonen, wie beispielsweise die Achselhöhlen und schon ist Schluss mit übermäßigem Schweißfluss und vor allem Schluss mit Schweißflecken. Dies meinen jedenfalls Experten, die von großen Erfolgen mit Botulinumtoxin gegen primäre – also nicht durch Krankheiten wie Tumore oder Hormonstörungen zurückzuführende – Hyperhidrose (krankhaft starke Schweißproduktion ) berichten.

Die in der Schönheitsmedizin als Faltenglätter längst omnipräsente Substanz hält derzeit auch als begehrte Waffe gegen Schwitzflecken - gut bekannt jene Schweißflecken, die an den Achselhöhlen bzw. im Achselbereich auftauchen - Einzug ins gesellschaftliche Leben. Stefan Bauer, Geschäftsführer des Aestomed Ambulatoriums , erklärt sich die Wirkung so: "Das Toxin bindet sich hochselektiv an Nervenendungen, die Acetylcholin als Übertragungsstoff verwenden. Solche findet man an Übertragungsstellen zu Schweißdrüsen, aber auch zu Muskeln. Durch Botox wird die Acetylcholinfreisetzung blockiert. Dies führt zur Blockade der Impulsübertragung und verhindert so die Schweißproduktion an der Schweißdrüse."

Gute Erfahrungen mit Botox gegens Schwitzen

Die Wiener Hautärztin und Beauty-Spezialistin Christine Hoffmann ist überzeugt: "Ich habe in meiner Praxis beste Erfahrungen mit dieser Behandlung. Die Patienten sind absolut glücklich mit dem Ergebnis. Vor allem jene, die bisher im Alltag und beruflich ständig unter starker Schweißproduktion, Schweißflecken im Achselbereich & Co gelitten haben. Im Vergleich zu älteren Methoden wie der Schweißdrüsenabsaugung oder iontophore Fuß- und Handbäder, die mit Gleichstrom arbeiten, sind Botoxinjektionen deutlich effektiver und mit weniger Komplikationsrisken verbunden."

Hoffmann, die in ihrer Ordination viele Achseln behandelt, empfiehlt die Spritzkuren gar als "Mit Abstand effektivste und sicherste Methode" gegen angeborenes übermäßiges Schwitzen.

Ablauf und Kosten

Die Methode sei, so Hoffmann, für jeden geeignet und könne praktisch überall am Körper angewendet werden – also auch an den Handflächen, den Fußsohlen, am Kopf oder Rücken. Vor allem macht die Ärztin die Behandlung aber im Achselbereich bzw. den Achselhöhlen in ihrer Ordination. Die oberflächlichen Injektionen seien dank einer sehr stark anästhesierenden Creme, die vor dem Eingriff aufgetragen wird, nahezu schmerzfrei.

"Der Effekt hält rund vier bis sechs Monate lang an," berichtet die Expertin. Ihr Rat: Zwei- bis dreimalige Widerholng der Behandlung pro Jahr. Denn nach einigen Monaten sprießen an den Schweißdrüsen neue Nervenenden nach und die Schweißproduktion beginnt wieder anzusteigen.

Die Kosten der "trocknenden" Botox-Behandlung liegen bei zirka 650 Euro und werden in manchen Fällen von der Privatkrankenkasse übernommen.

Tschüss Schweißflecken, hallo schöne, saubere und trockene Achseln!

Thema: Beauty-OP