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Das traurige Schicksal dieser Braut

Anna Swabey (25): Eine junge, lebensfrohe Frau, die in Kürze den schönsten Tag ihres Lebens feiern wollte. Doch das Schicksal zerstörte das Glück der Braut.

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Das traurige Schicksal dieser Braut

"Mein Verlobter ist ein Hottie!" steht auf dem Schild, das Anna Swabey (25) in ihre Selfie-Cam hält. Ein anderes Foto zeigt die junge, schöne Frau mit witzigen Sonnenbrillen und Schleier im Haar: "Bride-to-be", also "zukünftige Braut" postete Anna unter das Bild.

Wer die Facebook-Fotos von Anna aus dem englischen Portsmouth betrachtet, sieht eine lebensfrohe Frau, eine Frau, die sich wie wild auf den schönsten Tag ihres Lebens freut. Auf ihre Hochzeit mit Andy, der "Liebe meines Lebens", wie sie schreibt.

Anna war eine glückliche Frau, eloquent, beliebt, Studentin der Sprachwissenschaften. Doch der 3. Februar 2015 änderte alles. Es war der Tag, an dem Anna die tödliche Diagnose bekam: Anaplastisches Astrozytom – ein bösartiger Hirntumor.

Anna starb an einem Hirntumor, am Tag vor ihrer Hochzeit

Anna wollte den Kopf nicht in den Sand stecken, sich der Krankheit nicht kampflos ergeben. Sie gründete den Blog "Inside My Head", ein virtuelles Tagebuch, in dem sie über den Hirntumor, ihre Ängste und ihre Therapie schrieb.

Aber auch über ihre Pläne: sie wollte einen Marathon laufen, Britney Spears in Las Vegas erleben, vor allem aber mit ihrem Andy vor den Traualtar treten. Ihn hatte sie 2015 über die Dating-App Tinder kennengelernt, zu einem Zeitpunkt, als ihre Krankheit bereits bekannt war. Für Andy machte es keinen Unterschied. Beide wurden ein Paar.

Am 5. Dezember 2015 machte Andy ihr den Antrag. „Er ging auf die Knie und fragte mich, ob ich seine Frau werden wolle. Natürlich habe ich Ja gesagt! Er hat mich zur glücklichsten Frau der Welt gemacht.“ Die Hochzeit sollte am 17. September 2016 stattfinden.

Doch am 16. September, einen Tag vor ihrer Hochzeit, verlor Anna den Kampf gegen den heimtückischen Krebs.

Und noch eines ihrer Ziele konnte Anna nicht mehr erleben. Über ihren Blog hatte sie Spenden für die Gehirntumor-Forschung gesammelt. Nach dem Bekanntwerden ihres Todes wurden in wenigen Tagen mehr als 100.000 Euro gespendet. Ihre Familie in einem Statement: "Annas Tod ist sinnlos, schmerzhaft und furchtbar für alle, die sie liebten. Unser Ziel ist es, andere Menschen durch diese Spenden vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren."

Themen: Report, Hochzeit