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Brigitte Ederer: "Ich war immer die zweite Wahl"

Einst mächtige Managerin, wurde sie vor einem Jahr geschasst. Heute tut ihr das wenig leid. Ein Gespräch, mit einer Frau, die am Boden geblieben ist – und das trotz 5,6 Millionen Euro Abfindung.

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Brigitte Ederer
© WOMAN/ Ian Ehm

"Wenn es mich gar nicht freut, sage ich einfach ab. Ich bin niemandem mehr verpflichtet“, lacht Brigitte Ederer und führt uns in ihr Büro in Wien-Leopoldstadt. Hier hat sich die 58-Jährige eingerichtet, seit sie vergangenen September frühzeitig aus dem Siemens-Vorstand abberufen wurde. „Den Ausstieg hatte ich mir anders vorgestellt. Ich weiß bis heute nicht, warum man mich gebeten hat, den Vertrag aufzulösen. Das hat mich eine Zeit lang beschäftigt. Aber ab November war die Welt wieder in Ordnung.“ Jetzt hält die frühere SP- Politikerin Referate, sitzt in sieben Aufsichtsräten und beteiligt sich an österreichischen Start-up-Unternehmen. Was sich ebenfalls geändert hat: der Beziehungsstatus von Brigitte Ederer. Zwar ist die Wienerin seit 35 Jahren mit Hannes Swoboda liiert, seit neun Jahren auch verheiratet, „doch haben wir nie eine richtig enge Beziehung gelebt. Das ist für uns beide eine absolute Umstellung.

Früher hat jeder von uns von Montag bis Freitag seines gemacht.“ Er zuletzt als EU-Spitzenpolitiker in Brüssel, sie als Personalchefin in München. „Jetzt müssen wir plötzlich Termine koordinieren. Eine neue Lebensphase beginnt.“ Wie die aussieht, erzählt die frühere Topmanagerin in WOMAN. Und spricht darüber, warum sie von Machosprüchen verschont blieb, eine Rückkehr in die Politik keine Option war und Selbstzweifel nicht zu ihrem Repertoire zählen.

Das komplette Interview findet du in der aktuellen WOMAN-Ausgabe 17/2014.

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