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Das gebrochene Herz gibt es wirklich

Tödlicher Liebeskummer? Starke emotionale Belastung kann sich auch massiv auf den Körper auswirken und tatsächlich Herzen brechen: Das "Broken Heart Syndrome" tritt vor allem bei Frauen auf.

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Broken Heart Syndrome
© istockphoto.com

Wir alle kennen den Begriff eines gebrochenen Herzens und die meisten von uns haben den so gar nicht schönen Zustand bereits einmal am eigenen Leibe erlebt. Aber bei manchen wird dieser sogar von einer Ärztin oder einem Arzt diagnostiziert: Das "Broken Heart Syndrome" betrifft immer mehr Menschen und vor allem Frauen über 65 Jahren.

Und all jene, die darunter leiden, erleben die Krankheit kurz nach einem emotional belastenden Ereignis, wie beispielsweise einer Trennung, dem Tod einer nahestehenden Person, einem Unfall, einem Überfall, einem heftigen Streit oder Ähnlichem.

Symptome wie bei einem Herzinfarkt

Oftmals wird beim Auftreten der auch als Stress-Kardiomyopathie bezeichneten Krankheit ein Herzinfarkt vermutet. Denn die Symptome sind überaus ähnlich: Plötzliche heftige Brustschmerzen und Atemnot.

Grund dafür ist jedoch nicht wie beim Infarkt ein Verschluss eines Herzkranzgefäßes, sondern quasi eine Überdosis Adrenalin und anderer Stresshormone, welche die Herzkranzgefäße verengen und somit das Blut nicht mehr richtig durch den Körper zirkulieren lassen.

Die Unterscheidung zum Herzinfarkt kann also erst im Krankenhaus mit Hilfe eines Katheters getroffen werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Broken Heart Syndrome nicht ungefährlich ist - vor allem in der Akutphase, worin es sogar zu einem tödlichen, kardiogenen Schock kommen kann.
Die Sterblichkeitsrate ist allerdings weitaus geringer als beim Infarkt, an dem ungefähr die Hälfte aller Patientinnen und Patienten sterben (vor allem aufgrund von zu später Behandlung - hieran erkennst du beispielsweise die bisweilen untypischen Symptome eines Herzinfarktes bei Frauen). Nur 3,2 Prozent aller behandelten Fälle starben tatsächlich an gebrochenem Herzen.

Vor allem Frauen leiden am Broken Heart Syndrome

Erschreckende 90 Prozent aller Betroffenen sind Frauen - warum ist noch nicht erforscht, man vermutet jedoch hormonelle Einflüsse vor allem nach den Wechseljahren. Scheins lässt vor allem in steigenden Jahren auch die Stressbelastbarkeit nach und die Widerstandsfähigkeit wird gesenkt - vor allem bei längerer, psychischer Belastung - was bisweilen verheerende Folgen haben kann.

gebrochenes Herz

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