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Risikofaktoren für Brustkrebs sind selbst beeinflussbar

Durch einen gesunden Lebensstil bezüglich Gewicht, Ernährung, Alkohol und Familienplanung lässt sich das persönliche Brustkrebsrisiko deutlich reduzieren.

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Brustkrebs rechtzeitig erkennen

Brustkrebs rechtzeitig erkennen - mit Eigenuntersuchungen

© Beau Lark/ Fuse/ Thinkstock

Das Brustkrebsrisiko jeder einzelnen Frau wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Zu den Risiken, die sich nicht beeinflussen lassen, zählen Alter, wann die erste Regelblutung erfolgte, wann die Menopause einsetzt sowie genetische Belastung. Zusätzlich gibt es aber noch eine Vielzahl von Faktoren, die jede einzelne tagtäglich sehr wohl beeinflussen kann! Dazu zählen unter anderem Fitness, Gewicht, Ernährung, Alkoholkonsum und Familienplanung sowie Hormontherapien und Chemoprävention.

Regelmäßige Bewegung und Gewichtsabnahme senken Brustkrebsrisiko massiv

Studien belegen, dass übergewichtige Frauen nach dem Wechsel ein weitaus höheres Brustkrebsrisiko als normalgewichtige Frauen haben. „Durch eine Gewichtsabnahme um nur 4,5 kg kann das Risiko bereits um 45% reduziert werden. Regelmäßige Bewegung, starke körperliche Aktivität und die richtige Ernährungsstrategie tragen zu einer weiteren deutlichen Reduktion des Risikos bei“, so Prof. Dr. Widhalm, Präsident des Österreichischen Akademischen Instituts für Ernährungsmedizin.

Besonders negative Auswirkungen hat der Konsum von Alkohol, der die Konzentration von Östrogen im Blut beeinflusst. Jedes Glas Alkohol, täglich konsumiert, steigert das Brustkrebsrisiko um 7 Prozent.

Ebenfalls aus brustgesundheitlicher Sicht abgeraten wird von Hormonersatztherapien (HRT). Frauen, die aktuell HRT verwenden, haben ein um 66% höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

"Brustkrebsgen"-Mutationen erhöhen Brustkrebsrisiko auf über 80%

Ein bedauerlicherweise nicht beeinflussbarer Risikofaktor sind die „Brustkrebsgene“ BRCA 1 und 2. Ist deren Funktion gestört, steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken auf über 80% und das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken auf rund 50%.

BRCA 1 und 2 Mutationen treten familiär gehäuft auf und können mittels spezifischer Untersuchungen frühzeitig erkannt werden. "Wir empfehlen daher allen Frauen, in deren Familien vermehrt Brust- und Eierstockkrebsfälle auftreten, sich in einer der 60 österreichweiten Beratungsstellen beraten zu lassen", so Univ.-Prof. Dr. Christian Singer, Leiter der Senologie an der Universitätsfrauenklinik Wien. Informationen zu den Beratungsstellen findest du unter brustgenberatung.at.

Prävention rettet Leben

"Früherkennung ist absolut entscheidend für Patientinnen. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Wenn Frauen regelmäßig zur Früherkennung gehen, könnten 4 von 5 der dann entdeckten Karzinome aufgrund ihrer Kleinheit brusterhaltend operiert werden", rät Singer allen Frauen ab 45, der Einladung zum Brustkrebs-Screening-Programm, das seit Jänner 2014 österreichweit läuft, Folge zu leisten.

Persönliche Beratung, Kurzvorträge, Infostände und Gewinnspiel

Beim "Brustgesundheitstag" der Universitätsklinik für Frauenheilkunde des AKH Wien wird am 3. Oktober 2014 von 15 bis 19.30 Uhr im Wiener Palais Ferstel über Möglichkeiten, das persönliche Brustkrebsrisiko durch einen gesunden Lebensstil zu verringern, informiert.

Auf die Besucherinnen des Brustgesundheitstags warten Kurzvorträge zahlreicher Expertinnen und Experten zu Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs sowie die Möglichkeit, persönlich Fragen zu stellen. Darüber hinaus sind Unternehmen aus den Bereichen Ernährungsberatung, Fitness sowie Kosmetik mit Infoständen vertreten und informieren über Produkte und Dienstleistungen rund ums Thema Brustgesundheit. Zum Abschluss der Informationsveranstaltung werden attraktive Preise unter allen Besucherinnen verlost.

Der Eintritt ist frei - Anmeldung per E-Mail wird erbeten unter anmeldung@brustgesundheitstag.at.
Weitere Informationen sowie Programm unter brustgesundheitstag.at.

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Jasmin Lebeda

Tolles, empfehlenswertes Video:
http://www.europadonna.at/index.php/information/videos-zum-thema-brustkrebs/selbstuntersuchung-der-brust