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Brustkrebs-Früherkennung: Discovering Hands

"Discovering Hands" ist ein System, bei dem blinde und sehbehinderte Frauen Knoten in der Brust von Patientinnen ertasten. In Deutschland ist diese Methode bereits weit verbreitet und nun soll sie auch in Österreich umgesetzt werden.

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Brustkrebs-Früherkennung: Discovering Hands
© Photo by Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock

Schon bald soll eine neue Brustkrebs-Früherkennungsmethode auch in Österreich zum Zug kommen und zwar durch das so genannte "Discovering Hands"-Projekt! Hierbei werden ausgebildete, blinde und sehbehinderte Frauen durch ihren geschulten Tastsinn für das Ertasten von Knoten in der Brust von Patientinnen herangezogen.
Mit Hilfe von aufgeklebten Orientierungsstreifen tasten die blinden Frauen systematisch das gesamte Brustgewebe ab und sollen somit wesentlichen Beitrag zur Früherkennung und Brustkrebs-Vorsorge leisten.

Die Frauen werden im Rahmen einer neunmonatigen Fortbildung zu "Medizinischen Tastuntersucherinnen" (MTU) ausgebildet. Dabei wird speziell auf das Training des Tastsinns geachtet, damit dieser Knoten in der Brust erkennen kann. Derartige Vorsorge-Untersuchungen soll allerdings kein Ersatz für schulmedizinische Methoden wie etwa die gut Ultraschall-Behandlung oder Mammografie sein, sondern lediglich eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, etwas aktiv gegen das Brustkrebs-Risiko zu tun.

In Deutschland wird diese Methode bereits in etwa 20 Arztpraxen aktiv durch MTUs umgesetzt. Außerdem übernehmen hier manche Krankenkassen die kompletten Kosten der Tastuntersuchung. (Kosten pro 30 Minuten: Zwischen 40 und 50 Euro!)

Diese Initiative wurde vom Gynäkologen Frank Hoffmann im Jahr 2006 ins Leben gerufen und durch die Puls 4-Start-Up TV-Show "2 Minuten 2 Millionen" konnte nun eine Investorengruppe gefunden werden, die das System auch in Österreich einführen und fördern möchte.

Thema: Brustkrebs