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Test soll Brustkrebs in Tränen erkennen

Medizinischer Durchbruch? Ein Test mit Tränenflüssigkeit soll in Zukunft schnell und einfach Auskunft geben, ob man Brustkrebs hat oder nicht.

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Test soll Brustkrebs in Tränen erkennen
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Entscheidend im Kampf gegen Krebs ist, wie früh man einen Tumor entdeckt. Denn je kleiner dieser noch ist, desto leichter lässt sich die Krankheit bekämpfen und desto höher sind die Überlebenschancen. Daher ist auch eine regelmäßige Vorsorge so immens wichtig.

Brustkrebs kommt da eine besondere Bedeutung zu, weil es sich um die häufigste Krebsart bei Frauen (in den westlichen Staaten) handelt. Und an Brustkrebs sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. Daher ist das regelmäßige Abtasten der eigenen Brust ebenso wichtig, wie ein regelmäßiges Mammographiescreening ab 45 Jahren. Allerdings empfinden diese Untersuchung sehr viele Frauen auch als unangenehm. Weitaus weniger Schmerzen dürfte nun eine neue Methode der Frühdiagnostik bescheren: Denn dafür muss man nur ein paar Tränen verdrücken.


Ein Forschungsteam aus Japan rund um Toshiume Takeuchi an der Kobe Universität hat einen Test entwickelt, der Brustkrebs in der Tränenflüssigkeit feststellen kann. Dieser Test soll auf Zellbestandteile reagieren, die von den Krebszellen abgegeben werden und ebenso in Tränen nachweisbar sind. Somit kann dieser sowohl für Früherkennung als auch für das frühzeitige Erkennen von Rückfällen einsetzbar sein. Und das sogar innerhalb von nur 10 Minuten.

Allerdings ist der Schnelltest noch nicht am Markt - zuvor wird es noch größere, wissenschaftliche Studien dazu geben.