Ressort
Du befindest dich hier:

Bruststraffung (fast) ohne Narben

Eine Bruststraffung hebt an, was nuckelnde Babys oder schneller Gewichtsverlust aus dem Lot gebracht haben. Eine neue Technik verspricht weniger Narben.


Bruststraffung (fast) ohne Narben

Wir trotzen der Schwerkraft

© iStockphoto

Sorry, aber seien wir ehrlich: nach einer Schwangerschaft und nuckelnden Babys sitzen die Brüste einer Frau selten dort, wo sie mal waren. So ein weicher, butterzarter Busen übersteht einmal Milcheinschuss und zurück eben nicht gänzlich unbeschadet. Die Brüste verlieren im oberen Drittel Volumen, sind schlaffer, sie ergeben sich der Schwerkraft.

Oder nehmen wir einen raschen Gewichtsverlust. Nicht nur die Fettdepots an den Hüften und am Bauch schrumpfen, auch die Brüste können zusammensacken. Es fehlt Volumen, was einst rund und prall war rutscht nun eine Etage tiefer.

Jetzt ist der Busen einer Frau aber nicht ganz unwesentlich für ihr Weiblichkeits-Gefühl. Was tun? Nur mehr im BH zum Sex? Die Hände vor der Brust verschränken, damit nix baumelt, wenn wir uns über den Liebsten beugen? Ein straffer, fester Busen gilt immer noch als Idealbild. Kein Wunder, dass Brustvergrößerungen und -Straffungen neben Botox-Unterspritzungen zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen in Österreich zählt. Etwa 2.500 Frauen lassen sich hierzulande jedes Jahr "am Busen etwas machen".

Neben den Kosten bislang für viele Frauen ein Hinderungsgrund: bei einer Bruststraffung (Mastopexie) verläuft die Schnittführung in der Regel rund um den Warzenvorhof sowie von dessen unterem Rand bis zur unteren Brustfalte. Wenn die Brüste besonders stark erschlafft sind, verläuft der Schnitt zusätzlich waagrecht entlang der natürlichen Brustfalte zur Seite ("L-Schnitt"). Manchmal ist auch ein weiterer Schnitt nach innen nötig.

Was bleibt: relativ auffällige Narben, die zwar mit der Zeit verblassen, aber trotzdem noch lange Zeit sichtbar bleiben.

Bruststraffung (fast) ohne Narben

Eine neue Technik verspricht nun Bruststraffung nahezu ohne Narben. Wir haben mit Dr. Thomas Aigner, einem der führenden heimischen Fachärzte für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie mit Fokus auf Brust-Operationen, über die Methode gesprochen. Für wen ist sie geeignet, welche Risken gibt es – und wie viel kostet die narbenvermeidende Straffung?

WOMAN: Wie funktioniert diese neue. narbenvermeidende Methode zur Bruststraffung?
Dr. Thomas Aigner: Mittlerweile kann dank der neuesten Techniken besonders gewebeschonend gearbeitet werden. Der Chirurg macht dabei so wenige und kleine Schnitte wie notwendig. Vorrangig um den Warzenhof (sodass auch der Warzenhof verkleinert werden kann) und in der Brustumschlagsfalte. Durch eine spezielle Nahttechnik wird der Drüsenkörper innen am Brustmuskel fixiert, damit die Brust nach oben verschoben wird ohne zusätzliche äußere sichtbare Narben zu setzen. Der Volumenausgleich erfolgt mit einem Implantat. Auch hier gibt es mittlerweile so viele Formen, dass das Ergebnis wirklich natürlich ausfällt. Die meisten meiner Patientinnen wünschen sich je nach Körpertyp ein volles B- bis hin zu einem vollen C-Körbchen mit leichtem Dekolleté-Ansatz.

WOMAN: Eignet sich diese Methode für jede Frau?
Aigner: Für besonders große und stark hängende Brüste sind diese minimalen Naht-Techniken leider nicht geeignet. Man muss in Beratungsgesprächen im Vorfeld natürlich die individuelle Ausgangslage bewerten.

WOMAN: Was sind die Risiken bei einer Bruststraffung?
Aigner: Eine Brustvergrößerung oder -Straffung ist nicht einfach ein Besuch im Beauty-Salon. Aber natürlich auch nicht so schwerwiegend wie eine Herz-OP. Brustoperationen sind Oberflächeneingriffe. Mögliche Komplikationen wie beispielsweise Blutergüsse, Schmerzen oder in seltenen Fällen Infektionen können in jeglichem operativen Eingriff vorkommen. Alle Patientinnen werden umfassend vor einer OP über die möglichen Risiken aufgeklärt.

WOMAN: Wie hoch sind die Kosten für eine Brust-OP?Hat sich hier etwas geändert?
Aigner: Eine Brustvergrößerung kostet etwa € 4.960,-. Bei einer kleinen Straffung kann man mit circa € 5260,- und einer Brustvergrößerung mit großer Straffung (T-Schnitt) mit etwa € 5460,- rechnen.

Infos zum Experten: Dr. Thomas Aigner ist Mitglied der Österreichischen und Deutschen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Adresse: Neustiftgasse 17, 1070 Wien, Tel +43 (0) 664 226 49 29, Fax +43 (0)1 489 2611, E-Mail: ordination <AT> dr-aigner.com , Website: www.dr-aigner.com

Thema: Beauty-OP