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Warum ein Campingbus gar nicht so romantisch ist, wie es auf Instagram wirkt

Wir wollen ja eure Illusionen nicht zerstören, aber ... die Roadtrips mit dem Campingbus, von denen derzeit alle Influencer schwärmen – die sind gar nicht so romantisch...

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Warum ein Campingbus gar nicht so romantisch ist, wie es auf Instagram wirkt
© Clarisse Meyer on Unsplash

Campingbusse boomen. Unter dem Hashtag "Vanlife" zeigen tausende Influencerinnen ihre romantischen Roadtrips mit dem (selbst umgebauten) Campervan, fast alle Bilder sind dabei in warme, softe Töne getaucht – sämtliche Zeichen stehen auf Young, Wild and Free und irgendwie wird man beim Anblick der Fotos dann doch neidisch.

Weil irgendwie verkörpern sie das Leben, das sich viele von uns nie getraut haben einzuschlagen. In den Tag leben, kreativ sein, sein Ding machen, ein bisserl auf die Konventionen pfeifen. Dort Urlaub machen, wo es einem gerade taugt - und das ist für die Instagram-Hippies dieser Welt ganz sicher nicht im 5-Sterne-All-Inclusive-Resort am Roten Meer.

Und es stimmt schon. So ein Campingurlaub hat seine unfassbar romantischen Seiten. Man besinnt sich auf die Basics, genießt abgeschiedene Idylle fernab von TouristInnen, wärmt sich mit dem Liebsten gemeinsam am Lagerfeuer und schläft bei gutem Wetter direkt unterm funkelnden Sternenhimmel. Geweckt wird man dann von den ersten Sonnenstrahlen, kuschelt sich mit dem selbst gebrühten Kaffee nochmal ins Bett - im Bestfall mit Traumpanoroma. Wer sich dann noch Lichterketten und LED-Kerzen mit auf die Reise nimmt und einen Platz findet, an dem Wildcampen tatsächlich noch erlaubt ist, hat überhaupt den Jackpot geknackt. Kitsch galore. Liebe, Funken, Freiheit.

Was ist glamouröser als Camping? GLAMPING!

Aber wie es eben so ist auf Instagram, werden gekonnt die Dinge verschwiegen, die nicht so schön sind. Camping ist nämlich auch all das: schmutzig, stressig ... und manchmal ziemlich ungemütlich. Die Chancen, dass du am Ende verletzt und unausgeschlafen wieder heimkommst, stehen gar nicht mal so schlecht.

Wir haben deshalb eine Liste für all jene erstellt, denen die Camping-Bilder auf Social Media regelmäßig einen Stich ins Herz versetzen. Weil sie eben auch von einem unkoventionelleren Leben träumen, gerne auch von ihrem Parnter auf einen Roadtrip zum Geburtstag entführt werden wollen oder noch immer auf den Traum-Camper sparen.

Warum Camping gar nicht so super ist, wie immer alles tun

Eine (unvollständige) Aufzählung:

  • Es ist dreckig - es ist de facto unmöglich den Bus oder Van sauber zu halten.
  • Es ist stressig - es gibt nur wenig Platz und es muss täglich aufs Neue ein geeigneter Stellplatz gefunden werden.
  • Viel Glück dabei, gemütlich zu schlafen.
  • Das Wetter ist unverlässlich - sei froh, wenn das Regenwasser nicht irgendwo reintröpfelt.
  • Dementsprechend kann es auch in der Nacht ziemlich kalt werden - gerade in den Bergen.
  • Zwei Worte: Lagerfeuer. Rauch.
  • Insekten. So. Viele. Insekten.
  • Die Klo-Situation - im Bestfall kannst du deine Notdurft in einem versifften Campingplatz-Klo verrichten.
  • Die Dusch-Situation - schau, dass ein See in der Nähe ist.
  • Du wirst dich verbrennen - entweder an der Sonne oder am Lagerfeuer.
  • Am Campingplatz bist du nicht allein ... und die NachbarInnen kannst du dir nicht aussuchen.
  • Campen mit Kindern? Wir wollen gar nicht näher darauf eingehen...
  • Kochen ist schwierig - und der Abwasch danach noch mühsamer.
  • Gute Ausrüstung ist verdammt teuer.
  • Überhaupt ist Camping eine recht teure Angelegenheit - du zahlst ein Vermögen, damit du es dann unbequemer hast als daheim.
Themen: Reise, Instagram