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Film-Fantasien aus Karton

Benötigt man viel Geld, um das Leben in einen Film zu verwandeln? Nein. Lilly und Leon beweisen auf ihrem Blog, dass es ein paar Kartons braucht – vor allem aber Fantasie.

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Film-Fantasien aus Karton

"Star Wars" in der Version von Leon, Lilly & Orson: "Wah Wars"

© Cardboxoffice.com

Nach der Übersiedlung stehen sie nutzlos in der Ecke, bis man sich irgendwann dazu durchringt und sie dem Altpapier-Container zuführt: Umzugskartons. Dass man mit den Kartonbergen mit viel Fantasie und jeder Menge Kreativität eine Menge mehr anstellen kann, beweisen Leon und Lilly auf ihrem wunderbaren Blog "Cardboard Box Office".

In stundenlanger Feinarbeit basteln die beiden Film-Fans und Jung-Eltern gigantische Blockbuster-Szenerien aus den Umzugskartons, verballhornen mit ihren Kulissen Klassiker der Filmgeschichte wie Stars Wars oder Der weiße Hai . Heimlicher Star der detailverliebten Papp-Inszenierungen: Baby Orson. Wir haben mit Lilly (die ein Jahr lang in Graz studiert hat) über das wundervolle Projekt gesprochen – und zeigen die schönsten Karton-Kulissen.

"Der weiße Hai" mit Baby Orson als wackerem Kapitän

WOMAN: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, aus Umzugskartons Film-Kulissen zu schnippseln?
Lilly: Leon und ich lieben Filme und haben schon immer gerne lustige Fotos inszeniert. An einem Samstagabend, kurz nach unserem Umzug, sind wir auf die Idee gekommen, eine Szene aus dem Film "The Domestic Life" aus den in der Ecke stehenden Kartons zu basteln und nachzustellen. Das Bild haben wir dann an Bekannte geschickt - doch die haben es weitergeschickt und plötzlich war es ein Internet-Hype. Plötzlich haben Leute Vorschläge gemacht, welchen Movie wir als nächstes inszenieren sollen ... Tja. Und so ist der Blog entstanden.

Der Western "The Good, the Bad and the Ugly" in der Variante von "Cardboard Box Office"

WOMAN: Wie lange braucht ihr für ein Film-Set?
Lilly: Im Schnitt basteln wir ewa drei bis fünf Stunden. Das hängt natürlich ganz davon ab, was wir außer den Karton-Kulissen noch an Material finden müssen. Wir haben nämlich noch nie ein Kostüm oder eine Requisite extra gekauft. Wir verwenden nur Sachen, die bei uns im Haushalt rumliegen. Da braucht es einiges an Vorstellungskraft und Ideenreichtum.

"Alien": Leon ersäuft im Woll-Blut

WOMAN: Wie viele Umzugskartons habt ihr mittlerweile schon zerschnippelt?
Lilly: Gar nicht mal so viele. Etwa 20 unterschiedlich große Kartons bislang. Wenn sie nicht völlig zerkleinert sind, dann schneiden und kleben wir sie einfach neu zusammen. Wir haben leider auch keinen Platz, um die Kulissen aufzuheben. Wir müssen sie also jedesmal wieder abbauen. Betrachtet man es so, dann ist das Ganze eigentlich ist es ein einziges Recycling-Projekt...

Welcher Film? Na klar: "Jurassic Park", der Angriff des Tyrannosaurus Rex

WOMAN: Was war die bislang anspruchsvollste Kulisse für euch?
Lilly: Ganz klar der Batman-Film "The Dark Knight". Um Gotham City nachzubauen, mussten wir winzige Löcher in die kleinen Kartons schnitzen und diese dann mit Weihnachtsbeleuchtung ausstopfen. Es war höllisch und hat Stunden gedauert, zumal die Kartons dauernd umgefallen sind.

"The Dark Knight", starring Baby-Bat Orson

WOMAN: Noch ist euer Sohn Orson zu klein – aber wollt' ihr ihn später mitbasteln lassen?
Lilly: Haha! Auf jeden Fall. Wir hoffen inbrünstig, dass Orson später ebenfalls Filme vorschlägt und mitarbeitet. Im Moment liebt er es aber noch, durch die Kulissen zu krabbeln und kleine Teile runterzureißen.

Orson, das Floss und die Kokosnuss: "Castaway"

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