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Casey Affleck: Warum er seine Oscar-Rede abgesagt hat

Er sollte den Oscar für die beste Hauptdarstellerin überreichen, doch Casey Affleck hat seine Teilnahme an der Verleihung abgesagt. Mit gutem Grund:


Casey Affleck: Warum er seine Oscar-Rede abgesagt hat
© 2017 Getty Images

Es ist wohl für alle Beteiligten besser so. Casey Affleck, im Vorjahr für seine Rolle in "Manchester By The Sea" als bester Hauptdarsteller mit einem Oscar ausgezeichnet, sollte bei der diesjährigen Verleihung den Preis für die beste Hauptdarstellerin überreichen.

Doch nun teilte Affleck der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" mit, dass er nicht auf die Bühne gehen werde – mehr noch, er werde in diesem Jahr überhaupt nicht bei den Oscars (hier die Nominierten 2018) anwesend sein. Der Grund: Casey Affleck, Bruder von Ben Affleck, wurde in den letzten Monaten immer wieder der sexuellen Belästigung beschuldigt.

Casey Affleck: Vorwurf der sexuellen Belästigung

Im Jahr 2010 wurde Casey Affleck von den Schauspielerinnen Amanda White, 5, und Magdalena Gorka, 40, angezeigt. Sie warfen ihm wiederholtes Fehlverhalten am Set seines Films "I'm Still Here" vor. Gorka soll darüber gesagt haben, es sei die "traumatisierendste" Erfahrung ihrer Karriere gewesen, White sprach angeblich davon, fast täglich "sexuellen Kommentaren, Anspielungen und unwillkommenen Annäherungsversuchen" von der Crew ausgesetzt gewesen zu sein - Affleck soll dabei gewesen sein und die Mitarbeiter ermutigt haben, sagt sie weiter.

In beiden Fällen war es offenbar zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen. "Zur Zufriedenheit" aller Beteiligten habe man sich geeinigt, sagte Affleck, der alle Anschuldigungen abstritt, gegenüber der "New York Times". Genau wie er seien alle verletzt und verärgert gewesen, aber er sei darüber hinweg: "Es war eine unglückliche Situation - vor allem für die unschuldigen Zuschauer aus den Familien der Beteiligten."

Doch durch die #MeToo-Debatte wurden die Vorwürfe erneut thematisiert. Eine Petition mit 20.000 Unterschriften forderte, Affleck heuer nicht als Oscar-Präsenter auf die Bühne zu lassen. Nun hat der Schauspieler selbst die Reißleine gezogen.