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Cellulite: Ja oder nein?

Sechs WOMAN-Redakteurinnen sagen offen, wie ihre Haut unter der Hose aussieht. Plus: Wie du die fiesen Dellen mit Sport, Ernährung und Behandlungen wegkriegst.

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Cellulite: Ja oder nein?

Kampf der Orangenhaut.

© Oliver Topf

Wir haben in unserer Redaktion nachgefragt und kommen auf 80 Prozent Orangenhaut-Anteil! Das ist dieselbe Zahl, die in Studien über alle Frauen weltweit genannt wird. Der Grund für Cellulite: Unser Bindegewebe! Es ist nämlich viel elastischer als das der Männer! Plus: In der weiblichen Unterhaut befinden sich mehr Fettzellen, die sich durchs Gewebe an die Oberfläche drücken. Wir gehen diesem Problem auf den Grund und lassen vier Redakteurinnen Profi-Behandlungen testen. Das Resultat erfährst du in der übernächsten WOMAN-Ausgabe!

Cellulite: Ja oder nein?

Sechs WOMAN-Redakteurinnen sagen offen, wie ihre Haut unter der Hose aussieht.

Barbara Beltram, 33, Leitung Trends (1. v. l.): "Nachdem ich keinen Sport mache, mich oft ungesund ernähre und den ganzen Tag im Büro sitze, ist es wohl kein Wunder, dass sich auf meinen hinteren Oberschenkeln Dellen gebildet haben!“

Barbara Schaumberger, 28, Beauty & Gesund (2. v. l.): "Mit 18 Jahren ist mir die Orangenhaut an meinen Oberschenkeln zum ersten Mal aufgefallen. Es stört mich nicht sehr, aber ich creme mich trotzdem täglich mit einer Bodylotion ein und mache oft Pilates."

Claudia Köhle, 31, Lifestyle (3. v. l.): "Ich mache fast nie Sport und achte auch kaum auf meine Ernährung, esse aber nur selten Süßes! Trotzdem: ich will den Dellen vorbeugen und verwende dann hie und da auch Cellu-Pflege."

Sermin Kaya, 28, Stv. Leitung Beauty (4. v. l.): "Obwohl ich im letzten Jahr sehr viel abgenommen habe, hat sich die Cellu an meinen Oberschenkeln nicht verabschiedet. Jetzt mache ich regelmäßig Sport und ernähre mich gesund, um sie loszuwerden."

Claudia Macal, 46, Fotochefin (2. v. r.): "Ich hatte nie Cellulite - das verdanke ich wohl den guten Genen meiner Mutter. Ich trinke aber sehr viel Wasser, esse und koche nur Frisches. Je nach Saison gehe ich Radfahren und mache gerne Yoga.“

Pia Kruckenhauser, 36, Leitung Gesund (1. v. r.): "Ich ernähre mich ausgewogen, esse wenig Fleisch und mache viel Sport. Außerdem entgifte ich meinen Körper jedes Jahr mit einer Detox-Kur. Danach merke ich einen deutlichen Unterschied."

Kampf der Orangenhaut.

Keine Cellulite.

Ernährung. Du hast keine Cellulite? Gratulation! Damit das auch weiterhin so bleibt, solltest du säurebildende Lebensmittel meiden und besser basisch essen. Als säurebildend gelten Nahrungsmittel wie Zucker, tierische Produkte wie Fleisch und Wurst, Alkohol sowie Brot, Nudeln und schwarzer Tee. Basisch und ideal für den Körper: Obst, Gemüse (besonders Kartoffeln), Knoblauch, Zitrone und Cayennepfeffer.

Pflege. Das tägliche Eincremen mit einer Bodylotion (direkt nach dem Duschen) ist ein Garant für glatte Haut. Tipp: Beim Eincremen von unten, also den Füßen, beginnen und langsam sowie mit wenig Druck nach oben hin streichen – das aktiviert den Lymphfluss und hilft gegen Wassereinlagerungen!

Sport. Joggen würden wir bei einem schwachen Bindegewebe eigentlich nicht empfehlen, da die Haut währenddessen stark gedehnt wird. Wer aber keine Cellulite hat, kann getrost mehrmals pro Woche Laufen. Das sorgt schließlich auch für eine gute Durchblutung des Körpers und die Haut bleibt so jugendlich, rosig und straff. Übrigens: Wer ein paar Pfunde zunimmt, könnte dann doch etwas Orangenhaut bekommen, deshalb ist regelmäßiger Sport tatsächlich die beste Vorsorge dagegen!

Profi-Behandlungen. Spezielle Treatments gegen Orangenhaut kannst du dir sparen. Trotzdem gut für den Body: Regelmäßige Dampfbad- und Saunabesuche, die für eine bessere Blutzirkulation sorgen. Somit bleibt die Haut prall und geschmeidig. Monatliche, kostengünstige Wickel-Einheiten zuhause sind ebenso top! Algenwickel beispielsweise, wirken entschlackend und lösen Stauungen im Gewebe. Dieses Programm versichert einen umwerfenden Auftritt im Bikini!

Leichte Cellulite.

Ernährung. Wenn du nur leichte Cellulite hast, kannst du locker daran arbeiten. Fange einfach mit der Ernährung an! Dafür müssen wir diraber erst mal leider Fastfood, Salziges und auch Süßes verbieten. Als leckeren Ersatz gibt es nun basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse – mit ihnen kann man sich nämlich glattere Haut einfach anessen!

Pflege. Liegen Sisalhandschuhe und Massagebürsten nutzlos in Ihrem Badezimmer herum? Jetzt kommen sie zum Einsatz! Tipp: Einfach täglich während dem Duschen den Körper schnell damit abrubbeln – das ist perfekt für die Durchblutung und macht glatte Haut! Danach kommt deine neue Cellu-Creme zum Einsatz. Tipp: Jene mit Koffein oder Tigergras sind extrem effektiv, achte beim Kauf darauf! Damit deine Haut bis zum Sommer superglatt wird, die Pflege morgens und abends auftragen.

Sport. Du magst eigentlich kein Krafttraining? Sorry, damit musst du dich jetzt anfreunden! Also ab in die Kraft-Kammer und ran an die Geräte! Was das mit Orangenhaut zu tun hat? Ganz einfach: Muskeln vertreiben Cellulite, da sie sich von innen aufbauen und so die Oberhaut glätten. Das Ergebnis ist schon nach wenigen Wochen konsequenten Trainings sichtbar – du wirst rundum knackig!

Profi-Behandlungen. Sie ist schon seit Jahren der Dauerbrenner bei Cellu-Beschwerden und daher unser Tipp: Die Lipomassage bei der Kosmetikerin. Dabei wird die Haut durch ein Gerät mit unterschiedlichen Rollenbewegungen "durchgeknetet" – jede erwünschte Zone ist übrigens möglich. Der Effekt: Nach mehrmaliger Behandlung lösen sich die Pölsterchen auf. Kostenpunkt: ab € 60,– pro Behandlung.

Mittlere Cellulite.

Ernährung. Dass zuviel salziges, süßes und fettes Essen keine glatte Haut macht, weißt du bereits Aber wieviel trinkst du eigentlich? Damit meinen wir keine Aperol-Spritzer (die leider wegen des Alkohol-Gehalts jetzt zu meiden sind), sondern Wasser. Man kann es einfach nicht oft genug sagen: Zwei bis drei Liter stilles (!) Wasser pro Tag helfen definitiv, schönere Haut zu bekommen. Tipp: Wenn Sie sich dabei schwer tun, oder einfach darauf vergessen, einen Trink-Wecker am Handy stellen. Der erinnert verlässlich daran, zum Glas zu greifen!

Pflege. Spezielle Cellulite-Cremes helfen natürlich. Wichtig ist aber vor allem, dass sie zweimal täglich aufgetragen werden. Dabei ist die Art und Weise entscheidend: Trage die Pflege großzügig in kreisenden Bewegungen auf. Danach geht's ans Eingemachte, besser gesagt zum Angriff aufs Bindegewebe! Besonders stimuliert wird dieses, wenn du die Haut an den Problemzonen mit zwei Fingern regelrecht hochzupfst. Kann teils etwas unangenehm sein, ist aber wirklich hilfreich.

Sport. Bei mittelstarker Cellulite ist nicht nur Kraft-, sondern auch Ausdauer-Training gefragt! Finde deine Lieblings-Sportart – die machst du nämlich bestimmt öfters. Unser Fitness-Tipp: Inline-Skating macht nicht nur riesig Spaß, sondern schon in kurzer Zeit superfit und die Haut schön glatt!

Profi-Behandlungen. Besonders schnell und verlässlich wirkt eine Radiofrequenz-Therapie beim Experten. Während dieses Treatments wird das Gewebe durch Radiowellen kontrolliert erhitzt und somit der Aufbau von Kollagen stark angeregt. Die Behandlung ist meist schmerzfrei. Kosten: Je nach Zone ab € 200,–.

Starke Cellulite.

Ernährung. Bei starker Cellulite führt leider kein Weg am gesund Fasten vorbei. Streiche für ein paar Wochen Kohlenhydrate gänzlich aus deiner Liste weg. Dazu gehört auch Zucker! Ab jetzt gilt außerdem Alkohol-Verbot sowie generell fettes Essen. Auch heißgeliebter Kaffee und schwarzer Tee sind ein No-Go. Obst, Gemüse und Fisch stehen ab nun auf dem Speiseplan. Besonders Disziplinierte versuchen es mit einer Detox-Woche, während der man leichte Suppen und mehrere Liter Tee zu sich nimmt. Tipp: Bei Heißhunger nach Süßem eine Tasse Roibusch-Tee trinken.

Pflege. Was wir bisher anderen Cellulite-Typen geraten haben, gilt auch für dich! Das Massieren mit der Bürste beim Duschen wirkt Wunder, danach ist das Eincremen dran. Tipp: Einmal pro Woche ein Meersalz-Bad nehmen. Das entschlackt und bekämpft Wassereinlagerungen. Außerdem kannst du zuhause Wickel machen – sie reduzieren hartnäckige Dellen. Unser Favorit: Algenfango-Packungen (aus der Apotheke).

Sport. Hast du je eine Profi-Schwimmerin mit Orangenhaut gesehen? Wir nicht – liegt wohl daran, dass Schwimmen das beste Mittel gegen die fiesen Pölsterchen ist. Wir empfehlen dir bei einem schwachen Bindegewebe daher besonders eine Jahreskarte im Schwimmbad deines Vertrauens. Der Grund: Durch die Bewegung und den ständigen Gegendruck des Wassers wird auch tieferes Gewebe massiert. Das glättet die Haut langfristig und du verbrennst dabei besonders viele Kalorien!

Profi-Behandlungen. Lipomassage, Ultraschall- oder Radiofrequenz-Treatments sind in diesem Stadium natürlich hilfreich. Bei sehr hartnäckigen Fällen ist man bei einem Besuch beim Beauty-Doc aber doch besser aufgehoben. Dieser wendet neue Lasertherapien an, bei denen die Fettpölsterchen gezielt angegriffen und zerstört werden. Die Laser-Methoden, Geräte und Preise unterscheiden sich, so gibt es Block-Angebote z.B. ab € 700,– oder OP-Möglichkeiten ab € 2.900,–.

Thema: Cellulite