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Jungbrunnen, Entzündungshemmer, Immunsystem-Booster: Wir trinken jetzt Chaga-Pilz-Tee

Stars wie Kim Kardashian, Katy Perry oder Kelly Osbourne schwören auf den Vitalpilz namens Chaga. Wir haben einen Experten befragt und den Tee getestet.

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Jungbrunnen, Entzündungshemmer, Immunsystem-Booster: Wir trinken jetzt Chaga-Pilz-Tee

Das Super-Antioxidans: WoodKPlus an der TU Wien ist bereits fleißig am Forschen...

© www.victoriaschaffer.com

Unser Immunsystem ist schwach, unser Energie-Level niedrig, die Haut ist fahl, wir sind gestresst und unserer Verdauung geht’s so lala ... Besonders im Winter haben wir oft das Gefühl unser Körper kämpft eher gegen als mit uns. Vitalpilze sind schon seit Längerem auf dem Vormarsch und versprechen uns zu stärken und mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Stars wie Kim Kardashian, Katy Perry oder Kelly Osbourne schwören auf den Chaga-Pilz und hypen ihn als Jungbrunnen. Der Grund: Der Pilz, der auf Birken im kalten Russland wächst, enthält eine besonders hohe Anzahl an Antioxidantien. Und mit hoch, meinen wir hoch. Der Heilpilz hat einen Orac-Wert (die Fähigkeit eines Lebensmittels, Sauerstoffradikale unschädlich zu machen) von über 36,5 Millionen. Zum Vergleich: Der Orac-Wert von Traubenkern-Extrakt hat einen Wert von 100.000, Goji-Beeren haben einen Wert von 40.000. Chaga enthält zudem B-Vitamine (B3, B5 und B2) und Mineralstoffe wie Kalium, Mangan, Natrium, Calcium, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer.

5 Fakten über Chaga:

  • In Ötzis Gürteltasche fand man zwei Chaga-Pilzbrocken. Der Pilz ist also eigentlich ein uraltes Heilmittel.
  • In der asiatischen Volksmedizin wird Chaga seit mehr als fünf Jahrtausenden in der Heilmedizin eingesetzt.
  • 1955 hat das russische Gesundheitsministerium den Pilz offiziell als Heilmittel anerkannt und zugelassen.
  • Ein Chaga-Pilz braucht in der Regel ca. 15 Jahre bevor er als reif bezeichnet werden kann.
  • Um zu gedeihen braucht er minus 30 Grad und darunter. Als Schutz gegen die Kälte bildet der Pilz diese einzigartige Zusammensetzung.


Die Eigenschaften von Chaga:

  • Chaga hat eine große Ähnlichkeit mit der menschlichen DNA (liegt uns um 30% näher, als die jeder anderen Pflanze auf dieser Welt).
  • Der Pilz ist ein herausragendes, pflanzliches Adaptogen – er reguliert den Stress-Level.
  • Durch die vielen Antioxidantien wirkt Chaga extrem entzündungshemmend.
  • Oxidativer Stress beschleunigt den Alterungsprozess. Dieser wird durch die Antioxidantien ebenfalls verlangsamt.
  • Enthält 50-Mal mehr Superoxid Dismutase (SOD) als jeder andere medizinische Pilz. Das Antioxidant spielt beim Schutz unseres Körpers vor freien Radikalen eine wichtige Rolle.
  • Chaga enthält 215 gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe
  • Stärkt und stimuliert unser Immunsystem.
  • Wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.
  • Erhält die Hautelastizität (kann auch bei der Behandlung von Schuppenflechte, Akne oder Neurodermitis helfen).
  • Kann das Energie-Level und die Leistungsfähigkeit steigern.
  • Der Tee wird auch als Kaffeeersatz verwendet.
  • Kann den Blutdruck regulieren und den Blutzuckerspiegel bei Diabetes senken.
  • Reguliert die Verdauung, wirkt unterstützend auf die Darmflora, entgiftet und hilft bei Gastritis.
  • Wird begleitend zu Krebstherapien eingesetzt.

Ich habe 4 Wochen lang Chaga-Tee getrunken – das ist passiert:

Es ist denkbar einfach: Jeden Tag ein Gläschen Tee und man ist für den Tag gewappnet. Grundsätzlich bin ich bei solchen Versprechungen recht skeptisch. Der Chaga-Tee hat mich allerdings überzeugt. Und dafür gibt es zwei wirklich triftige Gründe: Mein Energie-Level ist deutlich gestiegen, das Stresslevel gesunken. Dass sich mein Immunsystem außerdem über die Nährstoff-Zufuhr gefreut hat, kann ich ebenso bestätigen. Allerdings bin ich sehr selten krank, deshalb kann ich hier nur zu meiner Kollegin rüberzwinkern, die schon die ganze Woche kränkelt, aber irgendwie nicht richtig Fieber bekommt. Ich hab sie nämlich die letzten Tage mit Chaga-Tee versorgt und sie ist noch immer da. „Es geht mir ein bisschen besser“, lässt sie mich gerade wissen. Was ich sagen kann, ist, dass man die Wirkung zwar nicht sofort bemerkt, aber nach einer ca. dreiwöchigen Pause konnte ich feststellen, wie ich plötzlich wieder gerädert in die Arbeit kam. Das bedeutet für mich: Es gibt jetzt weiterhin mein Gläschen Chaga-Tee auf nüchternen Magen.

Mein Hautbild hat sich ebenfalls verbessert – allerdings minimal, aber immerhin. Meine Unreinheiten sind allerdings hormonell bedingt und verschlimmern sich je nachdem, wie ich mich gerade ernähre. Zaubern kann der Pilz natürlich auch nicht. Die Verdauung bringt er allerdings ordentlich in Schwung! Vom Geschmack ähnelt der Chaga übrigens Schwarztee, Rooibostee oder leichtem Filterkaffee. Er hat einen leicht herben Geschmack, schmeckt sogar ein wenig nach Vanille. Wer den Geschmack nicht mag, kann den Tee nach dem Kochen noch später mit heißem Wasser „strecken“.

Zubereitung:
Chaga kann als Tinktur in Form von Tropfen eingenommen werden. Gewöhnlich wird er aber als Tee getrunken. Dazu ist der Chaga-Pilz in Form eines wassergelösten und alkoholfreien Trocken- sowie Flüssigextraktes oder als Granulat erhältlich. Wie WoodKPlus an der TU Wien herausgefunden hat, erreicht der Chaga den höchsten ORAC-Wert, wenn er mindestens 15 Minuten, im besten Fall 60 Minuten oder länger gekocht wird (ORAC 36,5 – 80 Mio. nach 6 Stunden). Das heißt: Der Chaga-Tee sollte eine Stunde lang gekocht werden (100°Grad). Man fand heraus, dass die Antioxidantien sowie der Ballaststoff Beta-Glucan nicht hitzeempfindlich sind! Nach der Zubereitung kann der Tee mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Trockenextrakt einfach in heißes Wasser einrühren. Der Flüssig-Extrakt muss nicht erhitzt werden und kann auch in kaltes Wasser einrührt oder direkt unter die Zunge (sublingual) eingenommen werden.

3 Fragen an an die Chaga-Experten:

Gregor Staudner, Inhaber vom Wiener Shop "The Art of Raw" und Max Brandl beschäftigen sich schon lange Zeit mit Chaga. Sie lassen den Pilz nun in Zusammenarbeit mit WoodKPlus an der TU Wien erforschen und geben das Wissen an die Kundinnen und Kunden stetig weiter.

Gregor Staudner (links) und Max Brandl (rechts)


Die Wirkung des Chaga wird in Wien nun erforscht. Gibt es auch Experimente am Menschen?
"Wir wollen demnächst mittels Blutabnahme testen lassen, wie der Chaga auf den Menschen wirkt. Das Reaktionsvermögen der Antioxidantien soll getestet werden. Und zwar wird hier das oxidative Stresslevel gemessen: Wie sieht das Blut aus, wenn die Probanden zwei Wochen Chaga getrunken haben und wie nach zwei Wochen ohne den Pilz. Ein Mediziner aus Wien wird mit uns gemeinsam die antioxidative Kapazität im Blut vermessen, um die Unterschiede zu belegen. Aber grundsätzlich gibt es zu Chaga schon zahlreiche Studien weltweit. Zu den Adaptogenen gibt es aber beispielsweise noch wenige Studien."

Was sind Adaptogene?
"Das sind sekundäre Nährstoffe im Chaga, die den Hormonhaushalt regulieren. Zum Beispiel das Cortisol, das sogenannte „Stresshormon“ – davon sollte man nicht zu viel haben. Ein gewisses Level braucht man allerdings. Bei Hormonen ist die Balance einfach unglaublich wichtig – sie spielen schließlich zusammen wie ein Fußballteam. Serotonin, Dopamin, Adrenalin: Das richtige Zusammenspiel dieser Hormone ist immens wichtig. Adaptogene können dabei helfen, sie zu regulieren. Beeindruckend ist am Chaga ebenfalls der Melanin-Gehalt. Melanin ist in der schwarzen Kruste des Pilzes enthalten und wird von der Zirbeldrüse (im Gehirn) in Melatonin umgewandelt. Durch schlechte Ernährung, Stress, Luftverschmutzung etc. kann die Zirbeldrüse verkalken. Mit Melanin lässt sich diese Verkalkung aufheben. Das Melanin hat aber noch einen weiteren wichtigen Vorteil: Es verbessert unseren Schlaf."


Welche wichtigen Stoffe sind noch enthalten?
"Neben den Antioxidantien ist der Beta-Glucan-Wert im Chaga besonders beeindruckend. Beta-Glucan ist ein Ballaststoff, der beispielsweise im Hafer enthalten ist. 15 Prozent des Chaga-Pilzes bestehen aus diesem Nährstoff. Man müsste schon sehr viele Haferflocken essen, um diesen Wert zu erreichen. Und wenn man das tut, würde einem ein Enzym fehlen, dass diese Menge an Ballaststoffen aufnehmen und bioverfügbar machen würde. Das Geniale am Chaga ist, dass er von Vornherein diese Enzyme hat. Die Synergie zwischen den Enyzmen im Pilz machen das Beta-Glucan für uns verfügbar. Was man auch noch erwähnen sollte: Chaga regt den Stoffwechsel an und dient als Fatburner. Und wirkt sogar blutdruck-regulierend. Ein echter Alleskönner!"

Mehr Infos und Produkte findet ihr auf theartofraw.at.