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Was können chemische Peelings?

Sie sorgen für einen schönen Glow und bekämpfen ganz nebenbei Akne, Unreinheiten, Falten: Chemische Peelings sind der Beauty-Renner. Alles, was du über die Anwendung wissen musst!

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Chemische Peelings sind bei den Skincare-Enthusiasten längst in aller Munde. Aber es lohnt sich tatsächlich, mal einen genaueren Blick darauf zu werfen. Tatsächlich handelt es sich hierbei um ein Hautpflege-Tool, das sich auf jeden Fall lohnt, zu verwenden. Du wirst es nicht bereuen!

Was ist der Unterschied zwischen chemischen und "normalen" Peelings?

In klassischen Peelings, auch mechanische oder physikalische Peelings genannt, sind kleine Kügelchen enthalten. Abgestorbene Hautschuppen werden dadurch mittels Reibung entfernt. Bei chemischen Peelings werden diese Hautschuppen abgetragen, indem sie den "Kleber" lösen, der sie zusammenhält.

Für wen ist was geeignet?

Ölige sowie trockene Hauttypen können von mechanischen Peelings profitieren, für Menschen mit empfindlicher Haut, Akne oder Rosacea sind sie eher nicht geeignet. Oft sind die Texturen sehr grob und auch zu starkes Peelen kann zu Mikroverletzungen in der Haut führen. Chemische sind für alle Typen geeignet, hierbei ist es jedoch wichtig, sich langsam heranzutasten. Als Beginner sollte man mit einer niedrigen Konzentration starten - generell wird eine Anwendung von 1-3 Mal pro Woche empfohlen. Der optimale PH-Wert liegt bei 3-4.

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Warum sind chemische Peelings gut?

Neben dem Exfolieren, also der sanften Entfernung abgestorbener Hautzellen, haben sie noch eine Reihe von anderen Benefits: Sie regen sie die Zellerneuerung an, wodurch Falten und Linien feiner werden können. Sie erhöhen die Produktion von positiven hauteigenen Stoffen wie Ceramide oder Kollagen. Außerdem helfen sie gegen Unreinheiten, weil sie Schmutz aus den Poren lösen.

Welche chemischen Peelings gibt es?

Man unterscheidet zwischen AHA, BHA und PHA. Hierbei handelt es sich einfach um verschiedene Säurearten. (AHA = Alpha-Hydroxysäure, BHA = Beta-Hydroxysäure, PHA = Polyhydroxysäure.) Alle drei sind für empfindliche oder dehydrierte Haut geeignet - ein paar Unterschiede gibt es trotzdem. Nicht immer muss man sich nur für einen Wirkstoff entscheiden - oft sind auch mehrere in einem Produkt kombiniert.

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AHA-Peeling (z.B. Glykol-, Milch-, Mandel-, Wein- und Apfelsäure): Sie können Pigmentflecken, Pickelmale etc. mildern und regen die Kollagenproduktion an. Milch- und Glykolsäure entfernen Schuppen besonders effektiv. Milchsäure stärkt zusätzlich die Hautbarriere, weil sie die Ceramideproduktion anregt. (Ceramide sind stärkende, körpereigene Fette.) Wer empfindliche Haut hat, sollte nicht unbedingt zur Glykolsäure greifen, da sie tiefer in die Haut eindringt. Lieber mit der etwas milderen Milchsäure starten.

BHA-Peeling (Salicylsäure): Kann gut in die Poren eindringen, reinigt diese von innen und entfernt überschüssigen Talg. Außerdem wirkt sie beruhigend. Sie ist besonders gut für ölige Haut geeignet, hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann so Unreinheiten vorbeugen.

PHA-Peeling (z.B. Gluconolacton): PHA hat größere Moleküle, weshalb es langsamer und weniger tief in die Haut eindringt. Daher ist es besonders mild und auch für empfindlichere Typen geeignet. Außerdem hat es antioxidative Eigenschaften und eine barrierestärkende Wirkung.