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Hilfe: Chlamydien Infektion!

Sex ist bekanntlich die schönste Nebensache der Welt, doch leider können beim Liebesspiel auch Krankheiten übertragen werden. Die Chlamydien Infektion ist die in Österreich am häufigsten sexuell übertragene Krankheit.

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Hilfe: Chlamydien Infektion!
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Die Statistiken der letzten Jahre haben leider gezeigt, dass die Zahl von Neuansteckungen bei Geschlechtskrankheiten in Österreich stetig steigt. Ursachen für diese Tatsache ist die wachsende Sorglosigkeit beim Thema Verhütung und eine größere Risikobereitschaft vieler Menschen. Dabei geht es längst nicht mehr nur darum sich vor HIV zu schützen, sondern um viele andere sexuell übertragbaren Krankheiten.

Ganz vorne bei der Statistik liegen Chlamydien-Infektionen, welche in Österreich die am stärksten wachsenden sind. Die Infektion gehört wetlweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Kranheiten bei Männern und Frauen. Übertragen werden die kugelförmigen Bakterien ("Chlamydia trachomatis") meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Das Bakterium Chlamydia trachomatis (c) Dr. David Phillips/Visuals Unlimited, Inc.

Die ersten Symptome:
Etwa ein bis drei Wochen nach der Ansteckung setzen Juckreiz, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen ein. Häufig ist Ausfluss aus dem Genitalbereich bemerkbar. In diesem Zeitraum spürt man noch keine Schmerzen.

»Menschen, die häufig ihre Sexualpartner wechseln, sollten daher ständig mit Kondomen verhüten und sich regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen.«

Typische Symptome bei der Frau:
Neben den ersten Symptomen, leidet eine mit Chlamydien infizierte Frau sehr häufig unter einem dünnflüssigen, geblichen oder eitrigen Ausfluss aus der Scheide. Da bei Frauen ansonsten keinerlei Symptome in Form von Schmerzen auftreten, können die infizierten Frauen die Chlamydien unwissend an ihren Partner übertragen. Wird die Chlamydien-Infektion nicht behandelt, kann diese zur Unfruchtbarkeit führen.

Typische Symptome beim Mann: Neben den ersten Symptomen, leidet ein mit Chlamydien infizierter Mann auch sehr häufig an Ausfluss aus dem Genitalbereich. Dies ist wohl das sichtbarste Anzeichen für die Infektion. Ansonsten kann eine Chlamydien-Infektion lange unentdeckt bleiben und der infizierte Mann kann ohne sein Wissen seine Partnerin anstecken. Wird die Infektion nicht behandelt, kann dies in den Spätfolgen zur Unfruchtbarkeit führen.

Die Folgen der Infektion:
Bei Männern treten nach einer Zeit neben den oben beschriebenen Symptomen auch ziehende Schmerzen in der Harnröhre auf. Außerdem kann eine Chlamydien-Infektion beim Mann eine Entzündung der Prostata und der Nebenhoden verursachen.

Bei Frauen kann die Infektion zu eitrigen Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Eierstöcke und der Eileiter führen. Diese gehen meist mit Fieber, Durchfall und starken Bauchschmerzen einher. Bleibt die Infektion weiter unbehandelt, kann es zur Vernarbung und Verklebung der Eileiter und damit zu einem hohen Risiko von Unfruchtbarkeit und Eileiter-Schwangerschaften kommen. In Deutschland sind nach Schätzungen ungefähr 100.000 Frauen wegen einer Chlamydien-Infektion unfruchtbar.

Schwanger Frauen erleiden bei einer Chlamydien-Infektion häufiger einen Fruchtblasensprung oder eine Früh- bzw. Fehlgeburt. Außerdem können die Babys bei der Geburt mit Chlamydien angesteckt werden.

Behandlung einer Chlamydien-Infektion:
Die Behandlung gegen die Krankheit erfolgt mit Antibiotika, die ein bis zwei Wochen eingenomnen werden müssen. Es gibt auch Präparate, die nur einmal genommen werden.

Mehr Infos und Hilfe zum Thema Chlamydien-Infektion findest du unter: www.medizinpopulaer.at