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Österreichs feschester Songwriter

Wenn man als Musiker die Bühne schon mit Eric Clapton und Mans Zelmerlöw geteilt hat, hat man musikalisch wohl einiges zu bieten! Der Mödlinger Chris Emray veröffentlicht am 2. Oktober seine EP: Acoustic Pop-Rock vom Feinsten!

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Österreichs feschester Songwriter
© Chris Emray 2014

Fesch ist er, soviel steht mal fest. Und Talent hat er offensichtlich auch, ansonsten würden ihn Legenden wie Eric Clapton wohl nicht als Vorband auftreten lassen. Vergangenen Sonntag hat er sogar den ESC-Gewinner Mans Zelmerlöw in der Ottakringer Brauerei supportet: Somit hat der Singer/Songwriter Chris Emray wohl alles, was man für eine erfolgreiche Musikerkarriere so braucht. Jetzt muss eigentlich nur noch die EP richtig gut sein! Wir haben den 27-Jährigen zum Interview getroffen.

Chris, am 2.10 erscheint deine neue EP: Was darf man als Hörer erwarten?

Die EP war ein sehr zeitaufwändiges Projekt, in das die Band und ich viel Herzblut gesteckt haben. Nächtelanges Aufnahmen und Proben, bis hin zum Design und der Produktion der EP: Das war eine sehr intensive Zeit! Ich bin aber extrem stolz auf das, was da entstanden ist, eh klar. Auf der EP sind fünf Songs von mir, bei den meisten Liedern spiele ich selbst Gitarre und werde von der Band am Schlagzeug, Bass, Klavier und der E-Gitarre begleitet. Die Stimme steht definitiv im Vordergrund, sie ist auch mein wichtigstes Instrument. So generell würde ich meine Musik als „Acoustic Pop-Rock“ beschreiben: Meine Musik soll berühren und ich hoffe, dass sich die Leute meine Songs anhören und versuchen, ihre individuelle Geschichte zu jedem Song zu finden. Emotionen auszulösen: Darum geht’s mir!

Was inspiriert dich beim Schreiben?

Mich inspirieren Geschichten aus dem Alltag und natürlich Emotionen. Aber ich liebe es auch, zu reisen und mich von neuen Kulturen und Menschen inspirieren zu lassen. Jeder meiner Songs beschreibt eine persönliche Erfahrung oder Situation in meinem Leben, Songs zu schreiben ist für mich generell etwas sehr Persönliches: Ich versuche, diese Emotionen so zu transportieren, dass die Hörer sich selber darin wiederfinden und mit meiner Musik identifizieren können. „Changes & Chances“ hab ich zu einer Zeit geschrieben, in der ich einige, nicht sehr angenehme Veränderungen durchgemacht habe. Und der Song erzählt eben genau das.

Du hast ja schon einige große Künstler als Vorband supportet: Was waren die coolsten Erfahrungen?

Ich durfte in der Wiener Stadthalle für den Großmeister Eric Clapton eröffnen, das war auf jeden Fall ein überwältigender Moment! Das Gefühl, wenn kurz vor dem Auftritt das Licht ausgeht, die Leute zu schreien beginnen und dir jemand mit der Taschenlampe den Weg zur Bühne leuchtet... Unglaublich! Die Anspannung und die Vorfreude, die du in so einem Moment erlebst, ist einfach großartig. Ich würde am liebsten jeden Tag auf so einer Riesenbühne stehen!

Die Mädels stehen bei dir doch sicher Schlange, oder?

Nicht wirklich eigentlich. Ich bin grundsätzlich ein total offener, kommunikativer Typ, aber wenn es um Mädels geht, bin ich nicht unbedingt der „Aufreisser“. Es macht mir einfach Spaß mit Leuten nach einem Auftritt zu plaudern und ins Gespräch zu kommen, da ist es mir aber eigentlich egal ob männlich oder weiblich.

Hast du deine Seelenverwandte schon gefunden?

Ich glaube nicht so recht an „die eine“ Seelenverwandte. Ich denke es gibt für jeden Menschen mehrere Leute da draußen mit denen man ein glückliches, erfülltes Leben führen kann. Ich habe glücklicherweise so jemanden gefunden und bin darüber sehr froh!

Chris Emray

Wie gehst du damit um, wenn du von Fans angeflirtet wirst?

Die Fans müssen da schon recht offensiv flirten, ich hab’ da eine ziemlich lange Leitung! Wenn das passiert, versuch’ ich dann aber eher als Wingman aufzutreten und die Mädels meinen Singlefreunden oder Bandkollegen vorzustellen.

Sehr nobel von dir! Bist du denn ein romantischer Typ?

Ich würde schon sagen, dass ich ein Romantiker bin. Ich glaube, dass man, wenn man Musik macht, ein großes Stück von sich offenbart und deswegen sicher bis zu einem gewissen Grad ein gefühlsbetonter Typ sein muss. Emotionen zeigen ist bei der Musik genauso wichtig wie in der Liebe!

Was sind denn deine Lieblingskünstler?

Über die Jahre haben mich verschiedene Künstler aus ganz unterschiedlichen Genres beeinflusst. Dave Grohl von den Foo Fighters, zum Beispiel, oder Myles Kennedy von Alter Bridge, John Mayer, Newton Faulkner, Matt Corby oder James Hersey – cooler Typ!

Wie stehst du zur Musikszene in Österreich? Da hat sich ja in letzter Zeit auch einiges entwickelt...

Ich glaube, dass speziell die junge, österreichische Musikszene sehr stark wird! Sieht man an Bands wie Bilderbuch oder Wanda, die hauchen der Szene wieder Leben ein und fördern auch das generelle Interesse an österreichischer Musik – was ich als Künstler natürlich auch super finde!

Wie ist es überhaupt, als österreichischer Künstler in Österreich aufzutreten?  Wie ist das Publikum drauf?

Das ist schwer zu sagen und hängt stark davon ab, wo, mit wem und vor wem man spielt! Konzerte im letzten Jahr wie beim Skiwelt Cup in Sölden oder Schladming haben ein ganz anderes Publikum als zum Beispiel Festivals wie Nova Rock oder das New Sound Festival. Ich versuche, das im Vorfeld bei den Konzerten zu berücksichtigen, weil ich glaube, dass man so einen ganz anderen Eindruck hinterlassen kann, wenn man sich da ein bisschen einfühlt.

Was sind deine Pläne fürs kommende Jahr?

In den nächsten Monaten sind einige Konzerte in Wien und Niederösterreich geplant. Ich will meine neue EP promoten, also werde ich auch ein-, zwei Gigs in den anderen Bundesländern spielen. Für nächstes Jahr ist dann auch eine komplette Österreich-Tour geplant, das wird richtig gut. Außerdem werde ich Musikvideos zu zwei Songs der EP produzieren, das erste wird beim EP Release Gig am 2.10. für den neuen Song „Drown With Me“ gedreht und ich freu’ mich auch schon extrem drauf!

Die EP „Chris Emray“ wird am 2. Oktober im Wiener Aera veröffentlicht, Konzertbeginn ist um 20.00. Die EP wird außerdem auf Amazon, iTunes und Spotify erhältlich sein.

Themen: Musik, Society