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Serientipp auf Netflix: Christiane Amanpour: Sex und Liebe in aller Welt

Du hast das Gefühl, Netflix bereits durchgespielt zu haben? Sieh dir unbedingt die Dokureihe Sex & Liebe in aller Welt mit Christiane Amanpour an! Die Show folgt Amanpour, wie sie um die Welt reist, um mit Frauen über Beziehungen und Sexualität zu sprechen - insbesondere unter nicht idealen kulturellen und politischen Umständen.

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Serientipp auf Netflix: Christiane Amanpour: Sex und Liebe in aller Welt
© Photo by Ryan Holloway on Unsplash

Am Ende des Tages wollen wir manchmal einfach nur noch faul auf der Couch fläzen und uns in eine neue Serie tigern. Mit der Dokumentation Sex und Liebe in aller Welt schlägt man dabei aber zwei Fliegen mit einer Klappe - die Serie mit Journalistin Christiane Amanpour ist nämlich nicht nur unfassbar spannend und catchy, sondern auch noch faszinierend ... und erweitert den eigenen Horizont!

Die Show folgt Amanpour, wie sie um die Welt reist, um mit Frauen über Beziehungen und Sexualität zu sprechen - insbesondere unter nicht idealen kulturellen und politischen Umständen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe wurde von Frauen inszeniert und zeigt dem Publikum ganz normale Frauen, die definieren, was Liebe im 21. Jahrhundert für sie bedeutet. Themen wie die sich (zum Glück) ändernden Rollen von Frauen und Männern in Bezug auf Sex, Ehe, Familie und Scheidung werden überraschend ehrlich angesprochen - auch in Ländern, in denen man das eher weniger erwarten würde.

Sex & Liebe: Auf Spurensuche der heutigen Sexualität

Amanpour sagte in einem Interview der Daily Show , dass sie die Idee zu dieser Serie am frühen Morgen hatte: Sie hörte einen Radiobericht über syrische Flüchtlinge, die gezwungen wurden, in ein Grenzlager zu fliehen. Sie fragte sich, wie diese Menschen in so einer Ausnahmesituation, einer derartigen Krise, ihre Beziehungen aufrechterhalten: "Warum habe ich das in den 27 Jahren, in denen ich über Kriege und Krisen auf der ganzen Welt berichtet habe, noch nie untersucht?"

Das sexlose 21. Jahrhundert?

Genau diese Frage war es dann, die Amanpour an Orte wie Tokio, Dehli, Beirut, Berlin, Accra und Shanghai führte: "Meine Suche führte mich zu Frauen und Mädchen, die wir so oft als Opfer unserer patriarchalischen, misogynistischen, hypersexualisierten Kultur abtun, die jede Gelegenheit zur Befriedigung und zum persönlichen Genuss nutzen würden", führt sie im Interview weiter aus. "Ich fand aber auch ihr trauriges Gegenteil: sexlose Ehen, Untreue im industriellen Maßstab und viel Einsamkeit."

Jedes neue Abenteuer führte zu einer eigenen Entdeckung. Amanpour legt Wert darauf, mit Einzelpersonen und Paaren jeder Rasse, sexuellen Identität und Klasse zu sprechen: "Wir haben heterosexuelle Paare und homosexuelle Paare getroffen, einen Transgender-Superstar in Shanghai, eine rein weibliche Motorragang aus Neu-Delhi, die allesamt ihre Grenzen ausloten und herausfinden wollen, was es bedeutet in jeder Hinsicht glücklich und erfüllt zu leben." Und ganz im Einklang mit dem gegenwärtigen Klima wurde die Dokureihe so ein Portrait von Frauen, die sich zunehmend nehmen, was ihnen zusteht!

Die Kraft hinter der #MeToo-Bewegung hat Berichten zufolge die Arbeit von Amanpour nur noch mehr beeinflusst und angetrieben. Die weitverbreitete Verurteilung von sexuellen Übergriffen und Belästigungen spielt eine Rolle bei der Erforschung von Themen wie Macht und Intimität: "Insbesondere in Schule müssen Kindern und Jugendlichen mehr als der rein körperliche Aspekt des Sexualunterrichts unterrichtet werden“, sagt sie. "Wir müssen darüber reden, was es bedeutet zu lieben, was es bedeutet, intim zu sein und deinen Partner in jeder Hinsicht emotional und sexuell zu respektieren. Wir müssen darüber sprechen, wie Menschen in all diesen Aspekten zusammenkommen!" Überzeugt? Überzeugt.

Das ganze Interview findet ihr hier:

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