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Christiane Wassertheurer im Mutterglück

Beruflich bringt die ORF-Moderatorin harte Facts auf den Bildschirm, privat schwebt sie mit Mann Dieter und Adoptivsohn Moritz im Glück.


Christiane Wassertheurer im Mutterglück
© Mani Hausler

Fläschchen geben, Windeln wechseln und Gute-Nacht-Geschichten vorlesen – das gehört seit rund eineinhalb Jahren zum Alltag von ORF-Moderatorin Christiane Wassertheurer, 36. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Dieter, 35, einem Grafiker, entschied sie sich dazu, Moritz, 16 Monate, aus Wien zu adoptieren. Und ganz nebenbei schrieb die gebürtige Kärntnerin ihr drittes Kinderbuch, „Verflixt, verdachst & zugenäht“, das im September erscheint.

Im Interview mit WOMAN spricht die „ZiB Flash“-Moderatorin, seit vier Jahren verheiratet, über ihre Mutterrolle, Adoptionen und wie sie alles unter einen Hut bringt.

Woman:  Im April 2007 haben Sie gemeinsam mit Ihrem Mann einen Buben adoptiert. Wie war es, von einem Tag auf den anderen Mutter zu werden?
Wassertheurer:  Das Ganze war sehr aufregend und vor allem spontan! Ich war gerade auf dem Weg in die Arbeit, als ich den Anruf bekam, dass „unser Kind“ jetzt da ist.

Woman:  Dann die erste Begegnung – wann haben Sie Ihren Sohn erstmals gesehen?
Wassertheurer:  Mein Mann und ich sind sofort ins Krankenhaus gefahren. Dort hat uns die Ärztin das neugeborene Baby gezeigt, wir durften mit ihm spazieren gehen und mussten dann eine Entscheidung treffen.

Woman:  Haben Sie gezögert?
Wassertheurer:  Nein, keine Sekunde! Für mich war von Anfang an klar, dass das jetzt unser Kind ist.

Woman:  Wollten Sie schon immer Kinder haben?
Wassertheurer:  Na ja, mit Anfang 30 habe ich den Wunsch nach Kindern verspürt. In meinem Leben hat einfach alles gepasst, und ich habe mir gedacht: Jetzt wäre es schön! Aber auf natürlichem Wege hat es dann leider nicht mit einem Baby geklappt.

Woman:  Wann haben Sie sich zu einer Adoption entschlossen?
Wassertheurer:  Das war vor ca. zwei Jahren. Manche versuchen es zigmal mit künstlicher Befruchtung – wir haben uns für eine Adoption entschieden, und ich bereue es keine Sekunde!

Woman:  Aber ein Kind zu adoptieren ist ja meist mit sehr vielen Formularen und langer Wartezeit verbunden.
Wassertheurer:  Das stimmt. Der Prozess war sehr langwierig. Vorgespräche, Wohnungsbesichtigungen, Amtsarzt … es dauerte insgesamt zwei Jahre. Ich dachte eigentlich, dass es sich noch länger hinzieht.

Woman:  Eine Auslandsadoption kam nicht infrage?
Wassertheurer:  Nein, nicht wirklich. In ein fremdes Land zu fahren und ein Kind aus seiner Kultur herauszureißen ist nicht meins. Außerdem gibt es Fälle von Menschenhandel, wo Babys ihren Müttern weg­genommen werden, und die Adoptiveltern wissen’s gar nicht.

Woman:  Wie war es für Sie, dann so plötzlich die Mutterrolle zu übernehmen?
Wassertheurer:  Klar, das war eine ganz neue Situation. Aber andere Mütter haben mich da beruhigt und gemeint: Auch wenn sie das Kind neun Monate im Bauch getragen haben, waren sie
danach genauso unvorbereitet. Das ist beim ersten Kind einfach so.

Lesen Sie das ganze Interview im aktuellen WOMAN