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Christoph Feurstein im WOMAN-Interview

Morgen (20.15, ORF eins) feiert der umstrittene Dokumentarfilm "Am Anfang war das Licht" seine TV-Premiere. Anschließend wird zum Thema unter Leitung von Christoph Feurstein diskutiert - wir trafen ihn zum Talk.

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Christoph Feurstein im WOMAN-Interview
© ORF

Am 06. März (20.15, ORF eins) feiert der umstrittene Dokumentarfilm "Am Anfang war das Licht" seine TV-Premiere. In der Doku begibt sich der Regisseur Peter-Arthur Straubinger auf die Suche nach dem Phänomen "Lichtnahrung" und interviewt Menschen rund um den Globus, die behaupten, sich allein von Licht ernähren zu können. Gleich danach findet eine Diskussionsrunde mit Experten unter der Leitung von Christoph Feurstein statt. WOMAN wollte es genau wissen und fragte nach, was der "Thema"-Moderator eigentlich von diesem Thema hält.

WOMAN: Normalerweise sieht man Sie allein in der Sendung "Thema" moderieren. In der Diskussionsrunde "Der Talk" müssen Sie jedoch mit Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen sprechen. Ist das eine neue Herausforderung für Sie?

Feurstein: Mit ExpertInnen aus verschiedensten Fachbereichen zu sprechen gehört zu meinem Alltagsgeschäft als Journalist, das mache ich ja auch in meinen Dokumentationen oder Reportagen für Thema. Nur das Setting ist hier ein anderes. Ich freue mich auf die Diskussion.

WOMAN: Was ist dabei das Schwierige bei Diskussionsrunden?

Feurstein: Ich bin als Moderator für die Dramaturgie des Gesprächs verantwortlich, ich muss darauf achten, dass jede Diskutantin, jeder Diskutant ausreichend und ausgewogen zu Wort kommt. Als Anwalt des Publikums muss ich darauf achten, dass die Diskussion für die ZuseherInnen verständlich bleibt, ohne dass es langweilig wird. Eine große Herausforderung.

WOMAN: Glauben Sie, ist es möglich, sich allein von Licht ernähren zu können?

Feurstein: Ich wäre ein schlechter Diskussionsleiter, würde ich hier meine Meinung zu dem Thema sagen. Ich erfrage von Gegnern und Befürwortern ihre Positionen, damit sich die ZuseherInnen selbst ein Bild machen können.

WOMAN: Würden Sie so etwas einmal ausprobieren wollen?

Feurstein: Ich koche und esse für mein Leben gerne. Ich möchte darauf nicht verzichten.

WOMAN: Ist es zugleich nicht lebensgefährlich auf Nahrung zu verzichten?

Feurstein: Es sind weltweit mehrere Menschen während dem Lichtnahrungsprozess gestorben, andrerseits behaupten Menschen, teilweise schon jahrelang ohne Essen und Trinken zu leben. Ob das wirklich wahr sein kann, werden wir diskutieren.

WOMAN: Wird es zukünftig weitere Diskussionsrunden auf ORF eins mit Ihnen geben.

Feurstein: Vorerst ist noch eine weitere Diskussion geplant zum Thema Rassismus und Polizeiübergriffe.

Johann Baczak