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Ein Citytrip nach Antwerpen

Es fällt schwer, sich nicht in die vielseitige Stadt im belgischen Flandern zu verlieben! Wir sind es bereits und erzählen euch warum!

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Ein Citytrip nach Antwerpen
© visitflanders

Wer eine Freundin oder Freund von Mode, gutem Essen, Kunst, alter und moderner Architektur, hervorragender Schokolade, entzückenden Gässchen, großer Biervielfalt und freundlichen Menschen ist, der oder dem würden wir einen Besuch in Antwerpen empfehlen. Denn die Hafenstadt im Norden Belgiens bietet wahrlich eine überaus breite Palette an Genüssen jeglicher Art. Und ein paar derselben, teilen wir natürlich gerne mit euch.

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Eigentlich wundert man sich, warum Belgierinnen und Belgier allesamt so schlanke Menschen sind. Aber scheins radeln sie sich all die zartschmelzende Schokolade, das süffige Bier, die sündigen Waffeln und die einmaligen - und ja schließlich in diesem Land erfundenen - Pommes Frites gleich wieder ab. Aber es wird allgemein viel Wert auf gutes Essen gelegt und so überrascht es nicht, dass es kaum ein Land gibt, dass so viele Gourmetrestaurants im Vergleich mit der Einwohnerzahl aufweist. Und zu all dem kommen auch noch all die charmanten Straßencafés an jeder Ecke in der Innenstadt hinzu. Kein Wunder also, dass das Wort "lekker" im Flämischen im Gegensatz zur deutschen Version auch gut, schön oder angenehm bedeutet.

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Sonntags zahlt sich ein Besuch am Flohmarkt vor dem Sint-Annatunnel aus. Denn inmitten des alten Trödels lassen sich wahre Schätze relativ günstig entdecken und zwischendurch auch immer wieder Selbstgefertigtes und Gemälde. Hat man genug gestöbert kann man entweder mit einer aus den 1930er Jahren stammenden, hölzernen Rolltreppe hinab in die Tiefen zum Sint-Annatunnel, einem denkmalgeschützten Fußgängertunnel, der die beiden Uferseiten des Flusses Schelde verbindet. Oder man flaniert weiter zur nahen Kloosterstraat, wo ebenso sonntags die Läden geöffnet haben, um Antiquitäten, Kunst und Ramsch zu verkaufen.

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Sogar die Müllabfuhr trägt in Antwerpen Designeranzüge von Walter Van Beirendonck, gleichsam wurde eine Marienstatue von Ann Demeulemeester ausgestattet - die Stadt schätzt einfach Mode und Design und dementsprechend vielfältig sind die Shopping-Möglichkeiten. Natürlich findet man hier alle internationalen Ketten sowie Labels, aber viel spannender ist es natürlich die heimischen Designer und Designerinnen zu entdecken. Und auch dazu gehören große Namen, wie Martin Margiela oder die legendären Antwerp Six (Walter Van Beirendonck, Ann Demeulemeester, Dries Van Noten, Dirk Van Saene, Dirk Bikkembergs, Marina Yee), die der Stadt in den 80er Jahren ihren Stempel aufgedrückt haben und sicherlich ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass nun die Antwerp's Royal Academy of Fine Arts zu den berühmtesten und begehrtesten Modeschulen der Welt gehört.

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Das Druckereimuseum Plantin-Moretus gehört zum UNESCO-Welterbe und ist allemal eine Besichtigung wert. Aber wir haben uns vor allem in dessen malerischen Garten im Innenhof verliebt, der kaum touristisch entdeckt ist und wo man durchaus ein romantisches Date verbringen könnte.

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Kaum angekommen, ist man schon in der ersten Sehenswürdigkeit gelandet: im prächtigen Bahnhof aus dem Jahre 1905, der allein durch seine schiere Größe, als auch durch imposante Stahlkonstruktionen beeindruckt.

Bahnhof Antwerpen
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Ein gutes Beispiel für moderne Architektur ist das Museum aan de Stroom (übersetzt "Museum am Fluss“), kurz MAS genannt, das sich thematisch der Stadt, dem Hafen von Antwerpen und der Schifffahrt widmet. Im Mai 2011 wurde der Entwurf der Architekten Willem Jan Neutelings und Michiel Riedijk eröffnet und bietet neben einem großartigen Ausblick aufs Zentrum, die Sammlungen des „Etnografisch Museum“, des „Nationaal Scheepvaartmuseum“ und des „Volkskundemuseums“.

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Darüber hinaus, können wir einfach nur ans Herz legen, durch die beschaulichen Gassen zu wandeln, vielleicht einen Tipp der stets herzlichen Bewohnerinnen und Bewohner einzuholen und sich in der an so vielen Dingen reichen Stadt treiben zu lassen.

Thema: City-Trips