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Zwischen Spaß & Horror: Clown Motel in Tonopah

Würdest du es schaffen, eine Nacht im verfluchten Clown Motel in Nevada zu überstehen? Und dabei einen Blick auf den Tonopah-Friedhof zu werfen?

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Clown Motel Tonopah
© flickr.com

Stephen King sagte schon ganz treffend: "Niemand mag einen Clown um Mitternacht." Doch in dem winzigen Örtchen Tonopah wird man nicht nur einen, sondern ziemlich viele Clowns treffen - egal, zu welcher Tageszeit. Denn der kleine Durchfahrtsort im amerikanischen Bundesstaat Nevada lebt von zwei Dingen: Dem verlassenen Friedhof und dem Clown Motel.

Letzteres wird bei all jenen eine Gänsehaut verursachen, die einen Clown nicht einmal bei einem Kindergeburtstag ertragen können. Geschweige denn tausende Abbildungen und Figuren der lustigen Gesellen. Denn genau damit rühmt sich das Clown Motel: Ihr namensgebender Patron ist in allen Räumlichkeiten vorhanden.

Und wenn man die Berichte auf Tripadvisor liest, sind es wirklich die Clowns, die den Reiz der Übernachtung ausmachen. Denn außer dem Preis der Zimmer und der Freundlichkeit der Angestellten, ist dieses Motel nicht wirklich was Besonderes. Vor allem ist es ja ziemlich alt und das scheint man auch an der Einrichtung, dem mangelnden WLAN und dem bröckelnden Putz zu bemerken.

Clown Motel Tonopah
(c) flickr.com/Will Keightley

Doch auf Sauberkeit wird wertgelegt! Das scheint dem Besitzerpärchen Bob und Deborah Perchetti sehr wichtig zu sein und wird auch in jeder Bewertung eigens erwähnt. Ihre Liebe zu Clowns ist vor allem in der Lounge des Motels zu spüren, wo wirklich jeder Zentimeter mit Figuren, Bildern und Puppen gefüllt ist. Zum Glück, schauen die Zimmer nicht ganz so extrem aus, doch ein Bild hier, ein Foto dort, erhalten den Spirit am Leben.

Clown Motel Tonopah
(c) flickr.com/Will Keightley

Tonopah ist eine typisch amerikanische Boomtown, also ein Ort, der rapide aus dem Boden gestampft wurde. 1901 wurde das Örtchen von einem gewissen James Butler aufgrund von einem Silberfund gegründet. Die Stadt profitierte enorm von den Einnahmen durch die Minen. Doch schon in den 1910er Jahren war das Ende der Gold- und Silber-Ader zu spüren und die Investoren verließen die Stadt.

Von jener Zeit ist ein stillgelegter Friedhof geblieben, auf dem rund 300 Menschen liegen. Viele von ihnen starben wegen der mysteriösen Tonopah-Plage, deren genaue Umstände man bis heute nicht kennt. Andere starben wegen Minenunglücken.

Clown Motel Tonopah
(c) flickr.com/Will Keightley
Clown Motel Tonopah
(c) flickr.com/Will Keightley

Grusel-Fans und GeisterjägerInnen wird es besonders freuen, dass das Clown Motel genau neben dem Tonopah-Friedhof liegt. Wie in jeder kleinen (fast schon Geister-)Stadt, ranken auch um Tonopah Mythen und Gespenstergeschichten.

Mizpah Hotel
(c) themizpahhotel.com

Ort, in denen es aktiv spuken soll, sind das zuerst verlassene und dann neueröffnete Mizpah Hotel und die Silver Rim Elementary School. Das Hotel haben die Besitzer in dem Stil der Goldgräberzeiten belassen. Spuken sollen eine Frau im roten Kleid (die angeblich im Zimmer 512 umgebracht worden ist), mehrere Kinder und einige Minenarbeiter, besonders im Keller.

Als USA-Reisender kann man Tonopah besonders gut anvisieren, wenn man sowieso rund um Las Vegas und Reno unterwegs ist. Für Grusel-Fans lohnt es sich sicher, eine Nacht im Hotel oder im Clown Motel zu verbringen!

Thema: Reise