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Warum sie sich nicht mehr „Conchita Wurst“ nennt …

Wenn sich selbst Reporter beim Song Contest untereinander das Mikro, die Kamera oder (uff..) den Ellbogen reinrammen, dann sind wir wohl bei der Pressekonferenz von Conchita Wurst. Wir waren dabei. Und das sprach Frau Wurst - oder ähm... nicht mehr Wurst?


Conchita Wurst nennt sich nicht mehr Conchita

Conchita mit Platin-Award!

© Gerald Mayer-Rohrmoser

Wer an Interviews mit den ESC-Teilnehmern kommen möchte, muss sich im Pressezentrum in einer Mappe anmelden. Bei den meisten ist die Liste der Journalistenanfragen überschaubar, bei Conchita stapeln sich seitenweise Anfragen. Und auch bei der Pressekonferenz selbst, da geht es dann so richtig zu. Achtung! Ellbogen-Einsatz! Wir waren dabei und hier nun das Interview mit Conchita Wurst:

Warum interessieren sich so viele Menschen für Conchita?
Keine Ahnung! Jedes Mal, wenn ich ein Konzert oder einen Auftritt habe, jedes Mal, wenn mein Name irgendwo gerufen wird, überrascht es mich aufs Neue! Ich bin erstaunt darüber, dass überhaupt Leute zu meiner Pressekonferenz kommen. Und schon gar nicht, dass ich außerhalb von Österreich so bekannt bin. Das ist noch immer Etwas, wofür ich sehr dankbar bin.

Dein Buch wurde sogar in sechs Sprachen veröffentlicht…
Das ist Wahnsinn! Ich hätte gern noch eine spanische Version – also falls jemand daran interessiert es, ruft mich an! Und es wäre schön, wenn wir es in Russland und Asien vertreiben können. Das Interesse ist schon enorm. Anfangs war ich skeptisch: Ich bin 26, das ist viel zu früh, um seine Memoiren zu schreiben. Dann hab ich mir gedacht: Wenn wir ein Buch über mich rausbringen, dann muss es eines sein, das auch ich kaufen würde. Und in Büchern, die ich kaufe, sind viele Bilder – die gibt’s jetzt also auch in meinem Buch!

Dein Debütalbum ist auch gerade erschienen. Worauf darf man sich freuen?
Oh, ich konnte mich für keine spezielle Musikrichtung entscheiden, also hab ich einfach alles gemacht. Ich habe das Album eigentlich mit einem sehr eigensinnigen Hintergrund kreiert, in erster Linie wollte ich mich selbst unterhalten. Deshalb gibt es darauf langsame, nachdenkliche Songs genauso wie schnelle Musik. Es ist ein Soundtrack für sämtliche Gefühlszustände. Und dass ich dafür jetzt die Platin-Auszeichnung bekomme ist unglaublich! Es bedeutet mir so viel…

Kurz zusammengefasst: Wie hat sich dein Leben in den vergangenen Jahren verändert?
Mein Leben hat sich komplett verändert – in jeder Weise, die man sich vorstellen kann. Ich kann meinen Traum leben, das schätze ich sehr!

Es gibt ja sogar Conchita-Doubles ...
Da fühle ich mich sehr geschmeichelt, die meisten tummeln sich rund um den Karneval. Es ist für Männer ja auch einfach sich als Conchita zu verkleiden. Da müssen sie sich nicht rasieren. Hin und wieder fordere ich meine Fans auch dazu auf mir Fotos von ihnen als Conchita zu senden ... Auch weil ich sehr neugierig bin. Und wenn es jemand besser macht, schau ich mir ihre Looks ab (lacht).

In deinem Buch und auf deinem Album nennst du dich nur noch Conchita – warum?
Es war eigentlich keine Absicht, wir wollte es einfach ein bisschen simpler gestalten. Und ich habe gehört, dass man nur einen Oscar bekommt, wenn man seinen Nachnamen weglässt – schauen wir mal … (lacht)

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