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Ausgeglichener durch den Alltag dank "Coorie"

Du gehst gern im Wald spazieren und liebst es zu kuscheln? Dann solltest du Ahnenforschung betreiben, denn das ist die Essenz des schottischen Lifestyle-Trends "Coorie".

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coorie
© Photo by Paula Perez on Unsplash

Kennt ihr das angenehm melancholische Gefühl, wenn ihr durch einen herbstlichen Wald spaziert und die Luft angenehm kühl ist? Für dieses Gefühl haben die Schotten ein eigenes Wort: "Coorie". Und das ist auch gleichzeitig der Name eines Lifestyle-Trends, der gerne in dieselbe Kerbe wie Lagom, Hygge oder Päntsdrunk schlagen möchte. Scheinbar stehen wir heutzutage darauf, unsere ganz normalen Freizeitbeschäftigungen zu kategorisieren. Wenn du also in Unterhose mit einem Glas Wein am Sofa sitzt, bist du nicht faul, sondern Päntsdrunk. Und wenn du das Treffen mit einer Studienkollegin absagst und stattdessen in die Badewanne steigst, dann ist das wohl ziemlich Lagom.

Coorie heißt auf Schottisch kuscheln, hat aber im Laufe der Jahre noch eine andere Bedeutung angenommen: Es wird allgemein für das Gefühl verwendet, wenn man zufrieden mit sich und seinem Leben ist. Vor allem in Verbindung mit der Natur. Wenn man also zufrieden durch einen herbstlichen Wald latscht und dabei endlich mal die Sorgen des Alltags vergisst, dann ist das ziemlich Coorie. Zum Glück ist diese Tätigkeit nicht nur fürs schottischen Hochland gemacht, sondern kann auch ganz leicht an unsere Breitengraden adaptiert werden.

Warum braucht man überhaupt Worte für diese Lebensgefühle? Eine Erklärung wäre, dass in der heutigen Zeit alles rationalisiert und pragmatisch vor sich hin läuft. Ich kann von überall immer arbeiten, E-Mails lesen und Nachrichten beantworten. Wenn ich also mal bewusst den Stecker ziehe, das Handy auf Nachtmodus stelle oder einfach nicht drauf schaue, dann kann sich schon mal ein leichtes schlechtes Gewissen einstellen. Und da kommt dann die Rechtfertigung ins Spiel. Wenn ich quasi aktiv mit dem Kopf dabei bin und mir sage "Hey, dieser Waldspaziergang ohne Handy ist jetzt voll gut für mich; das ist sogar ein Trend in Schottland", dann ist es vielleicht leichter, abzuschalten.

Im Endeffekt ist es ganz klar, dass es gut tut, wenn man sich bewusst entspannt. Und vor allem der Herbst bietet sich an, die Natur noch aktiv zu erleben. Und wer nicht so gerne spazieren geht, sondern lieber vor Netflix sitzt, der sagt halt Hygge dazu und ist damit auch zufrieden. Der Sinn all dieser Lifestyle-Trends ist, dass man was für sich tut!

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