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Corona-Impfung: Warum unbedingt 2 Impfungen im Abstand von 2-3 Wochen nötig sind

Könnte nächstes Jahr der Corona-Spuk endlich vorbei sein? Zwei neue Impfstoffe verschiedener Firmen geben Hoffnung. Bei beiden ist jedoch immens wichtig, dass man das Medikament in zwei Dosen im Abstand von 2-3 Wochen erhält.

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Corona-Impfung: Warum unbedingt 2 Impfungen im Abstand von 2-3 Wochen nötig sind
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Wenige Wochen ist es hier, dass die Pharmafirmen Pfizer sowie Moderna ihren Corona-Impfstoff präsentierten. Und nun arbeiten zahlreiche Länder bereits daran, dass möglichst rasch, möglichst viele Menschen geimpft werden können, um endlich das heißersehnte Ende der Pandemie und all ihrer Einschränkungen zu forcieren.

Beide Impfstoffe sind zu über 90% wirksam und wurden in jeder Studie als sicher eingestuft. Beide erfordern zudem eine zweifache Stufe der Impfung in einem Abstand von 2-3 Wochen. Geht man nicht zur 2. Impfung, dann hält der Schutz nicht das ganze Jahr.

Corona-Impfung: Warum du die 2. Impfung nicht auslassen solltest

Und das ist genau die Angst, die viele Ärztinnen und Ärzte nun haben. Dass Menschen nur die erste Dosis erhalten und sich nicht mehr um die zweite kümmern, weil sie es entweder nicht wissen oder Angst haben, nachdem sie Nebenwirkungen nach der ersten Spritze hatten.

Denn einige Probandinnen und Probanden, die den Impfstoff getestet haben, berichteten von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Während die Symptome zwar unangenehm und manchmal intensiv waren, gaben die Teilnehmenden an, dass diese oft nach einem Tag, manchmal auch früher, wieder verschwanden.

Beide Unternehmen erkannten demnach offiziell an, dass ihre Impfstoffe Nebenwirkungen hervorrufen können, die dem mildem Covid-19-Verlauf ähneln.

So wirkt der Corona-Impfstoff: Eine Teilnehmerin der Studie erzählt

So sagte beispielsweise eine Frau aus North Carolina in der Moderna-Studie, die über 50 Jahre alt ist, sie habe kein Fieber gehabt, sondern eine Migräne erlitten, die sie einen Tag lang ausgelaugt und unfähig gemacht habe, sich zu konzentrieren. Sie ergänzte, sie sei am nächsten Tag aufgewacht und habe sich wieder besser gefühlt.

Und genau das muss klar kommuniziert werden, damit keinerlei Unsicherheiten entstehen, die eine komplette Immunisierung der Bevölkerung verhindern könnten. Denn bei all diesen unangenehmen Nebenwirkungen handelt es sich um Reaktionen des Immunsystems.

Dr. Sandra Fryhofer von der American Medical Association dazu: „Wir müssen den Menschen wirklich bewusst machen, dass dies vielleicht nicht angenehm wird. Sie werden vielleicht spüren, dass sie eine Impfung erhalten haben. Aber sie müssen für diese zweite Dosis zurückkommen." Denn kurze, kontrollierte Nebenwirkungen sind immer noch weitaus besser, als tatsächlich an Covid-19 zu erkranken.

Quellen: The New England Journal of Medicine, pfizer.com, investors.modernatx.com

Thema: Coronavirus