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Coronakrise: Du bist ständig müde und könntest nur noch schlafen? Das kannst du tun!

Eigentlich sitzt du seit Wochen eh nur noch daheim, arbeitest wegen der Corona-Maßnahmen weniger, bist aber trotzdem ständig müde? Das kannst du tun!

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Coronakrise: Du bist ständig müde und könntest nur noch schlafen? Das kannst du tun!

Bist du auch so erschöpft wie lange nicht?

© iStock

"Wah! Bist du derzeit auch so fertig und ständig müde?" Diese Frage stellen sich so ziemlich alle Menschen dieser Welt gerade gegenseitig – zumindest via Houseparty, Microsoft Teams oder FaceTime . Es scheint, als würde Social Distancing das Murmeltier in uns erwecken. Menschen – glaubt man den Memes und Beiträgen auf Social Media –, fühlen sich seit der Corona-Krise und den damit einhergehenden Quarantäne-Maßnahmen dauer-erschöpft. Und das, obwohl unsere To-Do-Liste gerade ja eher überschaubar ist.

Ich spreche dabei auch für mich selbst. Dass ich während der Selbstisolation mit dem Fehlen sozialer Kontakte zu kämpfen haben werde, war mir klar. Und auch mit der dauernden unterschwelligen Angst, die im Solarplexus pocht, habe ich gerechnet. Dass ich aber selbst nach 10 Stunden Schlaf nur schwer aus dem Bett komme? Noch vor ein paar Wochen undenkbar. Gerade weil ich damit nicht alleine zu sein scheine, haben wir bei WOMAN uns jetzt gefragt, was wir gegen die Quarantäne-Erschöpfung tun können – und warum wir uns überhaupt so überfahren fühlen. Der Versuch einer Erklärung:

Warum fühle ich mich seit der Quarantäne so unfassbar müde?

Dass Menschen eigentlich nichts anderes als Zimmerpflanzen mit ein bisserl komplexeren Emotionen sind? An diesem Schmäh ist tatsächlich etwas dran. Wir verbringen derzeit viel weniger Zeit im Tageslicht, was einen negativen Effekt auf unseren Körper hat. Weniger Sonnenlicht hat nämlich einen Einfluss auf unseren circadianen Rhythmus. Dabei geht es um unseren Schlaf-/Wach-Rhythmus. Weniger Vitamin D für unseren Körper bedeutet nämlich auch, dass unsere innere Uhr durcheinander kommt.Das kann dazu führen, dass wir uns nicht mehr so gut fokussieren können und irgendwie durcheinander sind.

Weiter mit dem Beispiel der Zimmerpflanze. Wir Menschen brauchen Energie. Die holen wir uns von verschiedenen Quellen. Manche schöpfen neue Energie bei ausgedehnten Wanderungen in der Natur, andere brauchen den Kontakt und Austausch mit anderen Menschen. Das alles sind Dinge, die derzeit aufgrund der Coronakrise flach fallen.

Und auch ständige negative Nachrichten haben einen negativen Effekt auf unser Gehirn und führen zu Erschöpfung. Die ständige Frage, wie es weitergeht, etwaige Existenzängste oder die ganz allgemeine Angst um unsere Gesundheit, sind irgendwann zu viel für uns. Wir brauchen eine Pause – und unser Hirn macht zu.

Was kann ich gegen diese Dauermüdigkeit tun?

Schau genau darauf, was dir derzeit deine Energie raubt. Klar ist es wichtig, sich derzeit zu informieren, versuche aber, nicht ständig auf Social Media unterwegs zu sein oder die neuesten Nachrichten zu schauen. Limitiere deine Zeit im Internet. So kannst du weiter up-to-date bleiben, ohne zu sehr zu verzweifeln.

Auch eine Art Routine hilft. Versuche, deinen Tag zu strukturieren und leg dich immer zur selben Zeit schlafen. Stimuliere dein Gehirn mit positiven Dinge – besorge dir eine Instrument, lerne eine neue Sprache, fang an zu stricken oder zu backen, kaufe dir ein Puzzle oder versuche dich in einem aufwändigem Glam-Make-up mithilfe eines YouTube-Tutorials. Auch Meditation kann helfen. Diese HIER können wir schwer empfehlen.

Du arbeitest im Homeoffice? Nur, weil du jetzt sozusagen eh im Büro lebst, heißt das nicht, dass du ständig erreichbar sein musst. Nimm dir Pausen, gehe eine Runde um den Block spazieren oder koche dir ein gutes Mittagessen. Versuche, dir einen Arbeitsplatz einzurichten und nicht im Bett zu arbeiten oder beim Computer zu essen. Das alles hilft, Energie zu sparen.

Auch physische Aktivität ist gerade jetzt wichtig – auch, wenn du dich so gar nicht nach Sport fühlst. Mach ein kurzes Workout zuhause (Diese Trainer machen mit dir Sport - kostenlos!) oder gehe eine Runde Joggen, wenn du dich dabei wohl fühlst – ein bisserl Bewegung wirkt Wunder.

Und auch wenn wir weiter auf Abstand gehen müssen, um dem Coronavirus gehörig in den Allerwertesten zu treten, solltest du weiter Kontakt mit FreundInnen und Familie halten - virtuell. Wir sind in der glücklichen Position, dass wir dank der Technologie weiter zusammen sein können. Mach dir eine Wein-Date mit deinen besten Freundinnen aus, ruf deine Oma an und frag sie nach ihrem legendären Kuchen-Rezept oder koche gemeinsam mit deiner Mama - via FaceTime.

Ansonsten gilt: Denke immer daran, dass diese wahnsinnige Zeit kein Dauerzustand ist. Alles wird gut!

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