Ressort
Du befindest dich hier:

Ja, es gibt jetzt auch schon Coronavirus-Pornos...

Eigentlich sollten wir uns ja über gar nichts mehr wirklich wundern. Doch die Kreativität der Pornobranche ist einfach faszinierend. Auf Pornhub gehen jetzt nämlich Coronavirus-Clips viral...

von

coronavirus pornos
© iStock

Laut aktuellen Nachrichten (Stand 6. März 2020) gibt es in Österreich 47 Coronavirus-Fälle. Und während wir – also Menschen mit "stinknormalen" Bürojobs – in der Arbeit sitzen und mit halbem Auge immer wieder die neuesten Medienberichte nachlesen, werden am anderen Ende der Welt Pornos gedreht. Und zwar Coronavirus-Pornos.

Auf Pornhub sind die wohlklingenden Clips ("Bekämpfe CORONAVIRUS - Sex und Creampie in einem verlassenen Haus") seit einigen Tagen eine virale Sensation. Und uns drängt sich dabei ein Gedanke auf: Die Porno- und die Medienbranche haben heutzutage wohl einiges gemeinsam. Denn JournalistInnen sollten in ihrer täglichen Arbeit versuchen, für die LeserInnen relevante (sei es thematischer und/oder zeitlicher Natur) Inhalte zu produzieren. Und ebendieser Ansatz scheint nun auch für die PornoregisseurInnen zu gelten.

Außerdem ist das Coronavirus – Achtung, jetzt wird es zynisch! – ein weltweit so populäres Thema, dass man damit ganz schön viel Aufmerksamkeit generieren kann. Ein bisschen ein Aufschwung für die Pornobranche, ist ja auch nicht schlecht. Da haben die Menschen, die (ohne Symptome) zuhause in der Quarantäne sitzen, wenigstens was zu tun...

Was einen Coronavirus-Porno ausmacht? Um diese Frage adäquat zu beantworten, habe ich mich auf Pornhub begeben und die besagten Clips gesichtet. An dieser Stelle: Sorry, an alle KollegInnen, die während der Recherche an meinem Bildschirm vorbeigegangen sind.

Ich habe die Coronavirus-Pornos in 3 Kategorien zusammengefasst:

coronavirus-pornos

"Klassische" Porno-Clips:

Sie tragen gelbe/weiße/grüne Anzüge und Mundschutz (manchmal auch über den Augen, was echt überhaupt keinen Sinn ergibt) und rammeln was das Zeug hält. Von feministischen Slowburner-Pornos kann dabei nicht die Rede sein. Hier gibt es nur das alte Rein-Raus-Spiel; ein bisschen "aufgepeppt" durch extreme Zooms und den Fokus auf bestimmte Körperöffnungen. Im Endeffekt handelt es sich um Mainstream-Clips, die nur "besonders" sind, weil das Wort Coronavirus im Titel steht.

coronavirus porno

Skurrile Snippets:

Wer schon mal auf Pornhub war, weiß, dass die Seite voll mit Amateurvideos aller Art ist. Sie mischen sich sneaky zwischen die hochwertig produzierten Clips und sind oft nur wenige Minuten lang. Auch fürs Thema "Corona" haben sich die Hobby-Porno-Poster etwas ausgedacht. Zum Beispiel die dreiminütige Fleischbeschau eines ansehnlichen Männerhinterns (siehe Bild oben). Das kurze Video ist in schummrigen Grün gehalten, was wohl die Aufnahme einer versteckten Kamera (vielleicht sogar Nachtsichtkamera!) suggerieren soll.

Ein anderer Favorit dieser Kategorie ist noch viel schräger: Ein asiatischer Mann steht auf offener Straße und versucht (recht verzweifelt) sich einen runterzuholen. Er ist komplett angezogen (sogar mit Winterjacke!), trägt einen blauen Mundschutz und schaut sich immer wieder ängstlich um, ob er nicht doch noch entdeckt wird. Ihr könnt euch vorstellen, wie extrem sexy dieses Video ist. Ein bisschen fühlt es sich nämlich so an, als wäre der Typ ein hormongesteuerter Teenager, der sich bei einer Mutprobe filmen muss. Nach der Besichtigung seines Profils ist aber klar: Das Wichsen an öffentlichen Orten scheint seine Spezialität zu sein...

coronavirus porno

Kreative Meisterstücke:

Pornos mit Story sind oft extrem fremdschämig, weil einerseits die PornodarstellerInnen nur wenig Schauspieltalent haben. Und andererseits, weil das Skript so simpel ist, als hätten es UnterstufenschülerInnen im Deutschunterricht geschrieben. Doch die Coronavirus-Clips von Little Squirtles sind erfrischend anders.

In Teil 1 der Rammel-Saga knutschen die beiden ProtagonistInnen mit Atemschutzmasken zum 80's-Kitsch-Hit "Take My Breath Away". In Teil 2 folgt dann ein langer Dialog, in dem die US-BürgerInnen über die aktuelle Coronavirus-Lage aufgeklärt werden. Inklusive Anweisungen & legitimer Tipps, wie man sich vor der Krankheit schützen kann. Klar, nachher wird noch ganz (porno-)normal gefickt. Aber zumindest werden die ZuseherInnen ausreichend aufgeklärt!

Wir sind schon ganz gespannt, was in Teil 3 passiert! Hoffentlich nichts Trauriges...